Archiv der Kategorie: Wohnen am Volkspark – Science City

Bürger*innen-Beteiligung Science City Bahrenfeld

Die Science City Hamburg Bahrenfeld (SCHB) besteht aus DESY, drei Fachbereichen der Universität Hamburg (Physik, Chemie und Biologie (teilweise)) und mindestens 2500 Wohnungen südlich vom Volkspark. Zwischendurch soll eine Hauptverkehrsstraße („Neuer Holstenkamp“) führen.

Die Bauleitplanung liegt bei der SCHB GmbH, einem Betrieb der Freien und Hansestadt Hamburg (FHH). Der Bezirk Altona musste alle Rechte an die FHH. Die betroffenen Anwohner*innen haben somit weder ein direktes Mitspracherecht, noch über die Bezirksversammlung Altona (BV Altona), die bestenfalls beratend in den Planungsprozess eingreifen kann. Alle Mitwirkungsmöglichkeiten der Bevölkerung werden von der SCHB GmbH gesteuert. Sie bestimmt die Themen, über die geredet oder nicht geredet wird.

Nach diesem Schema lief in den vergangenen Jahren auch die „Bürgerbeteiligung“ zum „Wohnen am Volkspark“ ab. Hauptkritikpunkt der BI Volkspark und vieler Anwohner*innen war der „Neue Holstenkamp“, der über den Deckel quer durch das das Wohngebiet verlaufen soll. Die Forderung, den zusätzlichen Verkehr nicht über neue Straßen, sondern über eine bessere ÖPNV-Anbindung zu leiten, wurde von den Behörden beharrlich ignoriert.

Deshalb hatte die BI Volkspark in ihren Wahlprüfsteinen für die Bürgerschaftswahl 2020 die Parteien gefragt, ob sie zur Begleitung der anstehenden Veränderungsprozesse (A7-Deckel, „Wohnen am Volkspark“, Science City-HH-Bahrenfeld, S32) einen Stadtteilbeirat für Bahrenfeld einrichten würden. GRÜNE und LINKE waren dafür, SPD und CDU antworteten nicht. Und im Koalitionsvertrag von SPD/GRÜNE steht auf Seite 24: „Niemand kennt Hamburg und seine Quartiere besser als die Bürger*innen, die vor Ort leben. Sie zu beteiligen ist deshalb für uns unverzichtbar. Wir wollen Hamburg auch künftig gemeinsam gestalten – mit Stadtwerkstätten, Bürger*innendialogen, Stadtteilbeiräten und diversen formellen oder informellen Beteiligungsformaten.“

Im Herbst letzten Jahres brachten die BI Volkspark und die Luthergemeinde Bahrenfeld eine Eingabe zur Bürgerbeteiligung in die BV Altona ein . Inzwischen hat sich die BV darauf festgelegt, dass sie einen Sonderausschuss SCHB einrichten wird. Dieser Sonderausschuss soll dann über einen Stadtteilbeirat entscheiden.

Neue S-Bahn nach Bahrenfeld Nord und Osdorfer- aber wann?

Die BI Volkspark begrüßt die geplante neue S-Bahn-Strecke über Bahrenfeld Nord nach Osdorf. Insbesondere zu begrüßen ist, dass die Arena zusätzlich eine U-Bahn Anbindung erhält. Die S-Bahn kann zur erheblichen Reduzierung des Autoverkehrs führen und die Holstenkamp-Verlängerung als Durchgangsstraße überflüssig machen.

In der Verkehrsuntersuchung Bahrenfeld Nord von 2014 wurde behauptet: „Veränderungen der ÖV-Anteile durch ein Schnellbahnangebot sind im Rahmenplangebiet nur in geringem Umfang zu erwarten“.

Diese fragwürdige Aussage des Straßenplanungsbüros SBI, das von der Verkehrsbehörde regelmäßig ohne Ausschreibung beauftragt wird, ist mit dem Ergebnis der Machbarkeitsuntersuchung Geschichte. Die Hamburger Hochbahn dazu:„Damit würden nicht nur Lurup, Osdorfer Born und Hamburgs neuer Wissenschaftsstandort, die Science City in Bahrenfeld, direkt an das S-Bahn-Netz angebunden. Viele Menschen entlang der Strecke profitierten davon – der Straßenverkehr und auch die Busse der hoch frequentierten Linie 3 würden nachhaltig entlastet.“ (www-schneller-durch-hamburg.de)

Quelle: BSW

Es ist davon auszugehen, dass die neue S-Bahn in Bahrenfeld Nord frühestens in zwanzig Jahren fährt. Wie der Verkehr zur geplanten Science City bis dahin umweltfreundlich erfolgen soll, ist bisher nicht geklärt. Die Schaffung neuer Busspuren und weiterer Expressbuslinien würde Attraktivität und Zuverlässigkeit des ÖPNV erheblich verbessern.

Science City Bahrenfeld nur mit Schnellbahnanschluss! Bahrenfelder Appell im Rathaus übergeben

„Ein direkter, möglichst schnell zu realisierender Schnellbahnanschluss muss Bedingung für die Entwicklung des Wissenschaftsstandortes in Bahrenfeld sein!“ Das ist die Kernforderung aus dem Bahrenfelder Appell, der im Februar den Vereinen, Schulen und Kirchen in Bahrenfeld-Nord vorgelegt wurde. Die meisten Institutionen haben ihn unterschrieben. Auch die wenigen, die sich nicht für eine Unterschrift entscheiden konnten, haben erklärt, dass für sie eine Science City ohne Schnellbahnanschluss nicht akzeptabel sei. „Es gibt wohl kaum ein anderes Thema, in dem sich Bahrenfeld-Nord so einig ist“, sagt Jürgen Beeck, der Initiator des Bahrenfelder Appells. Angeschlossen haben sich auch die Initiativen aus den Nachbarstadtteilen, die seit vielen Jahren für eine Schnellbahnanbindung für Lurup, Osdorfer Born und die Stadt Schenefeld streiten.

Dr. Melzer nimmt den Bahrenfelder Appell entgegen. Foto: K. Johannsen

Auch in der Politik stellt niemand die Sinnhaftigkeit einer Schnellbahnanbindung für Bahrenfeld-Nord in Frage. Die Bezirksversammlung in Altona hat sich für eine Schnellbahn zur Science City ausgesprochen. (Beschluss 20-5547E). Hierin „wird der Senat … aufgefordert, …. zeitnah eine Schienenanbindung, vorzugsweise mit der S-Bahn (Variante S 32 Süd), sicherzustellen. Diese ist darüber hinaus über Lurup bis zum Osdorfer Born weiterzuführen. …“ Die Schienenanbindung wird hier jedoch nicht zur Bedingung für die Entwicklung des Wissenschaftsstandortes gemacht.

Jetzt ist der Bahrenfelder Appell an die Senatskanzlei und an die Altonaer Bezirksamtsleiterin Frau Dr. Melzer übergeben worden. Während die Bezirksamtsleiterin bei der Übergabe erklärt, dass sie auf eine baldige Lösung des Problems hofft, lässt der Erste Bürgermeister folgendes ausrichten: „Eine gute verkehrliche Anbindung der neuen Science City und damit Bahrenfeld ist dem Senat ein wichtiges Anliegen. Allerdings ist die genaue Planung noch in den Anfängen – wie ja die gesamte „Science City Bahrenfeld“.

Die Machbarkeitsuntersuchung (MBU) für die Schnellbahntrasse zum Osdorfer Born dürfte nahezu abgeschlossen sein. Darin werden zwei Trassen untersucht, von der nur die S32 über Bahrenfeld führt. Der Senat als Auftraggeber der (MBU) müsste die Anbindung der Science City vorgeben. Davon ist aber nichts bekannt. Zur Erinnerung: Die vor 45 Jahren versprochene U-Bahn zum Osdorfer Born ist dort bis heute nicht angekommen.

Die Science City Bahrenfeld darf nicht ohne Schnellbahn gebaut werden!

Text des Bahrenfelder Appells:

Science City Bahrenfeld nur mit Schnellbahnanschluss!

Am 22.01.2019 stellten der Hamburger Senat, die Universität Hamburg und DESY die Pläne für das neue Quartier Science City Bahrenfeld vor. Die Kette von der Grundlagenforschung bis zum Technologietransfer wird dort ebenso zu finden sein, wie ein Quartier für attraktives Wohnen und Erholen.

Ob es einen ein U- oder S-Bahnhof geben wird, ist noch unklar. Derzeit werden in einer Machbarkeitsuntersuchung für die „U5 West“ nach Lurup zwei Varianten untersucht, von denen jedoch nur eine, die S32 Süd, das Plangebiet anschließen würde.

Ein Schnellbahnanschluss ist aber unverzichtbar, weil das Straßennetz im Raum Bahrenfeld bereits seit Jahren überlastet ist, Staus gehören zum Alltag. Die oft überfüllten Busse haben zu oft erhebliche Verspätungen. Mit dem Bau neuer Hauptstraßen (z.B. Durchbindung des Holstenkamp zum Ebertplatz) wird das Problem nicht zu lösen sein.

Es ist eine Binsenweisheit, dass in einer modernen Metropole die Verbindung zwischen Zentren in erster Linie mit Schnellbahnen gewährleistet werden müssen, weil sie wenig Platz brauchen und umweltfreundlich sind. Es darf nicht noch einmal passieren, dass für ein Großprojekt eine U-Bahn versprochen, aber dann nicht gebaut wird. So wartet der Osdorfer Born seit 45 Jahren auf eine Schienenanbindung.

Ein direkter, möglichst schnell zu realisierender Schnellbahnanschluss muss Bedingung für die Entwicklung des Wissenschaftsstandortes in Bahrenfeld sein!

Unterzeichner aus Bahrenfeld:

Bürgerinitiative Volkspark e.V.Bahrenfelder Turnverein von 1896 e.V.
Bürgerverein Bahrenfeld von 1879 e.V.STS Bahrenfeld
Schule KielkampLuthergemeinde Bahrenfeld
Heimstättervereinigung Steenkamp e.V. 

Unterstützer aus den Nachbarorten:

Starten:BahnWest!Borner Runde
Arbeitskreis Verkehrsplanung SchenefeldLuruper Forum

Stadt „vergisst“ erforderliches Lärmgutachten für den Umbau der Kreuzung Trabrennbahn

Beim Umbau der Kreuzung Trabrennbahn/ Ebertplatz erfolgte eine Fahrbahnverlegung der Luruper Chaussee und neue Fahrstreifen im Kreuzungsbereich wurden eingerichtet. Weiterhin werden zwei Abbiegespuren zur geplanten Holstenkampverlängerung angelegt.

Gemäß Verkehrslärmschutzverordnung 16. BImschV ist dies eine wesentliche Änderung des Verkehrsweges. Hierfür ist nachzuweisen, dass an den benachbarten Wohnhäusern die Lärmgrenzwerte der 16. BImschV eingehalten werden. Das Verkehrslärmgutachten ist für einen Prognosehorizont von 10-15 Jahren zu erstellen. D.h. es ist die Zusatzbelastung durch die Einmündung der Holstenkampverlängerung am Ebertplatz unter Berücksichtigung des Verkehrs der geplanten Wohngebiete und der Science City  zu berücksichtigen. Über die Holstenkampverlängerung sollen 19.000 Kfz/24 h direkt am Volkspark entlang geführt werden, fast so viele Fahrzeuge wie auf der Luruper Chaussee, auf der zur Zeit 23.000 Kfz/24 h fahren.

Die BI Volkspark fordert, dass das erforderliche Lärmgutachten umgehend vorgelegt wird, da der Platz demnächst eröffnet wird.

Kein Verkehrskonzept für die Science City !

issenschaftliche Institute und Einrichtungen sowie rund 2.500 Wohnungen entstehen. Die Science City Bahrenfeld soll eine Fläche von 125 Hektar umfassen. Die ersten Architekturwettbewerbe dafür sollen schon 2020 starten.

Planung Ebertplatz Quelle: BSW-Science City Bahrenfeld

Am 11.2.2019 fand im DESY-Hörsaal eine Informationsveranstaltung zur Science City Bahrenfeld (SCB) statt. In Zukunft sollen am Wissenschaftsstandort Bahrenfeld 15.000 Personen (statt bisher 2.400) arbeiten.

Die Bezirksamtsleiterin Dr. Melzer hob in ihrer Eröffnungsrede zwar die Bedeutung einer Schienenanbindung für die SCB hervor. Konkrete Zusagen dafür liegen aber nicht vor. Dem Thema Verkehr wurde in den Plenarvorträgen ansonsten kaum Bedeutung beigemessen. Dies wurde in der nachfolgenden Diskussion massiv kritisiert, da die Anzahl der Beschäftigten um das Sechsfache steigen wird. Auch wie bereits vor Realisierung einer Schnellbahn der stark steigende Verkehr abgewickelt werden soll, konnte nicht erklärt werden. Die anwesenden Behördenvertreter erklärten sich für Verkehr nicht zuständig. Ein Teilnehmer bemängelte das Fehlen eines Vertreters der Verkehrsbehörde. Die Vorstellung des Bahrenfelder Appells der BI Volkspark und der Initiative Starten:BahnWest! fand breite Zustimmung. Hauptforderung ist:

Ein direkter, möglichst schnell zu realisierender Schnellbahnanschluss muss Bedingung für die Entwicklung des Wissenschaftsstandortes in Bahrenfeld sein.

Kritisiert wurde weiterhin, dass die neue Verkehrsachse vom Holstenkamp zur Notkestraße in den Plänen hinter vielen Bäumen „versteckt“ wurde. Auf dieser Strecke sollen 19.000 Kfz/Tag direkt am Volkspark entlang zur SCB geführt werden. 

In der Werbebroschüre des Senats klingt das anders:

„In Bahrenfeld wird mit der Science City ein bedeutendes stadtentwicklungspolitisches Zukunftsprojekt Hamburgs entstehen. Hier wird ein neuer urbaner Raum entwickelt, in dem zu der vorhandenen Wohnbebauung ein modernes, gemischt genutztes Quartier mit 2.500 Wohnungen hinzukommt. Um die Science City lebenswert zu gestalten, ist ein intelligentes Mobilitätssystem geplant: Direkter Zugang zum Schnellbahnsystem in Verbindung mit modernen Mobilitätshubs sowie innovative Beförderungskonzepte auf dem Campus, wie Bus-Shuttle-Systeme, sollen einen autofreien Campus ermöglichen. Neben dem Anschluss der Science City Bahrenfeld an die Schnellbahn werden auch neue Velorouten und die Anbindung an überregionale Radschnellwege geprüft, um die neue Vision der modernen Fortbewegung im Stadtteil umzusetzen.“

Ob sich die Verkehrsplanung wirklich gebessert hat, ist zu bezweifeln, da für die Holstenkampverlängerung gemäß aktuellem Lärmgutachten jetzt 19.000 Kfz/24 h zu Grunde gelegt wird. Das ist 27% mehr als die 15.000 Kfz/24 h, die bisher als Maximum genannt wurden und fast so viel Verkehr wie auf der Luruper Chaussee, die 23.000 Kfz/24 h aufweist.  Es ist also geplant noch mehr Verkehr durch die neue Verkehrsachse zu leiten.

Die gesamte Planung mit aktuellen Plänen ist hier abgelegt.

https://fiona.uni-hamburg.de/a0e139bf/broschueresciencecitybahrenfeld.pdf

https://www.nahverkehrhamburg.de/faehrt-kuenftig-die-s32-zur-science-city-bahrenfeld-10794/

https://www.hamburg.de/sciencecity/

https://www.skyfish.com/p/fhh/1419069

Bauen im Landschaftsschutzgebiet

Kommentar zum Abendblattartikel: Wir werden Parks ausbauen– HA 30./31.10.2017
Man kann der Senatorin Stapelfeldt zustimmen, wenn sie sagt, dass die Stadt lebenswert bleiben soll. So sei „auf dem A7-Deckel … ein neuer Grünzug vom Volkspark bis zur Elbe geplant“. Es sollen „keine Landschaftsschutzgebiete geopfert“ werden, bis auf geringe Ausnahmen. Und die Schnellbahnen sollen ausgebaut werden.
Alles in Butter? Leider spricht die tatsächliche Planung für das Gebiet südlich vom Volkspark in Bahrenfeld eine völlig andere Sprache:
Das Landschaftsschutzgebiet zwischen Holstenkamp und Hogenfeldweg wird für ein Wohngebiet mit 350 Wohnungen geopfert. Mitten durch das Landschaftsschutzgebiet soll eine Durchgangsstraße zur Entlastung der Bahrenfelder Chaussee/ Stresemannstraße für mindestens 19.000 Kfz am Tag gebaut werden.
Mit lebenswertem Wohnen in der Stadt hat das nichts zu tun, solange der Autoverkehr durch die Stadt gefördert wird und Landschaftsschutzgebiete vernichtet werden. Eine U- oder S-Bahn über Bahrenfeld nach Lurup könnte die Verkehrslage um den Volkspark spürbar entspannen. Es gibt aber keine verbindliche Zusage, dass der Westen an das Schnellbahnnetz angeschlossen wird.
Wir nehmen die Aussage der Senatorin aber gerne wörtlich. Also verzichten Sie im Labndschaftsschutzgebiet auf die Holstenkampverlängerung und die Bebauung!!!

Jetzt 3000 Wohnungen am Volkspark geplant – dadurch mehr Verkehr und weniger grün

Auf einer Infoveranstaltung am 27.6.2017 stellten die Stadt und die Schweizer Architekten die geplante Bebauung am Volkspark und auf der Bahrenfelder Trabrennbahn vor. Die Architekten erhielten viel Beifall für ihr Konzept, das eine Erweiterung des Volksparks vorsieht. Von der Stadt wurde aber erklärt, dass gegenüber dem Wettbewerbssiegerentwurf der Architekten 40 % mehr Wohnungen gebaut werden sollen, als bisher geplant. Jetzt sind 3000 Wohnungen geplant. Dafür soll es weniger Grünflächen geben und direkt am Volkspark sind jetzt 5-6 geschossige Wohnungen geplant.
Durch den Mehrverkehr der zusätzlichen Wohnungen steigt der Verkehr auf der Verlängerung des Holstenkamps zur Notkestraße nach Angaben des Straßenplanungsbüros SBI um weitere 1600 Fahrzeuge/Tag an. Damit liegt man jetzt bei 17-19.000 Fahrzeugen je Tag auf der neuen Hauptverkehrsstraße entlang des Volksparks. Der Straßenplaner, der das Verkehrskonzept vorstellte, äußerte sich fast nur zum Autoverkehr. Die aktuelle S32 – Bahnplanung berücksichtige er mit keinem Wort. Dies stieß auf energischen Widerstand vieler Besucher der Veranstaltung. Fast alle Besucher der Veranstaltung kritisierten das autolastige Verkehrskonzept. Nach Gesprächen mit der BI Volkspark sollen jetzt noch einmal mehrere Varianten der Deckelquerung u.a. über den Hogenfeldweg untersucht werden. Welche Auswirkungen das auf das laufende Planfeststellungverfahren für den Altonaer Deckel hat, konnten die Planer nicht sagen.
Für die Holstenkampverlängerung und die Planungen „Wohnen am Volkspark“ wird eine Online-Beteiligung durchgeführt, auf der jeder seine Vorschläge, und Meinungen zum zukünftigen Aussehen der Bebauung und dem Verkehrskonzept loswerden kann. Man wählt ein Thema, klickt auf die Karte und stellt Vorschläge, Anmerkungen, Meinungen zum zukünftigen Aussehen der Planung ein.
Alle Beiträge werden den Planern zur Verfügung gestellt und fließen in das weitere Planverfahren ein. Die Online-Beteiligung endet am 28. Juli 2017. Die Beiträge bleiben danach online und sind jederzeit einsehbar.

http://www.hamburg.de/fernstrassen/beteiligungsverfahren-holstenkamp/

BI Volkpark fordert Erschließung durch Gewerbegebiet am Hogenfeldweg statt über Holstenkamp

Mit dieser Straßenführung sind folgende Vorteile verbunden:

  • Die Straße führt am Gewerbegebiet Winsbergring entlang und nicht an schützenswerter Wohnbebauung.
  • Die bebaubare Fläche wird größer, da die Straße in einem Bereich verlaufen kann, der nicht bebaut werden darf (Sicherheitszone um chemischen Betrieb).
  • Vom Straßenlärm wären nur die Nordseiten von neu zu errichtenden Gebäuden betroffen, während bei der Führung über den Holstenkamp die schöne Südseite mit Blick auf den Lutherpark betroffen wäre.
  • Der Holstenkamp muss im Bereich des Lutherparks und am Pflegeheim als verkehrsberuhigte Sackgasse geführt werden. Durchfahrt über den Deckel nur für Radfahrer.
  • Die Straße führt direkt am Bauhof vorbei und bindet ohne Kreuzung an die „Parklane“ genannte Erschließungsstraße aus dem Architekturwettbewerb „Wohnen am Volkspark“ an.

Die BI fordert keine Festlegung des Holstenkamps als Deckelquerung im 2018
vorgesehenen Planfeststellungsbeschluss für den Autobahndeckel. Stattdessen
muss die Trasse für eine Querung im Bereich des Hogenfeldwegs bei der
Deckelplanung festgelegt werden.

Der genaue Verlauf der Erschließungsstraße soll laut „letter of intent“
zwischen dem Senat und dem Bezirk Altona erst im weiteren Planungsverlauf
festgelegt werden. Im geltenden Bebauungsplan Bahrenfeld 10 ist der
Hogenfeldweg bereits als besonders breite Verkehrsfläche
(Hauptverkehrsstraße) ausgewiesen.

Holstenkampverlängerung am Ebertplatz wird vorbereitet -40 Bäume wurden gefällt

Ebertplatz

Der Platz an der Bushaltestelle Trabrennbahn (Ebertplatz) – zur Zeit ein Kreisverkehr – soll in Zukunft im Gegenverkehr befahrbar werden, damit möglichst viel Verkehr aus der Notkestraße in die neu geplante Durchgangsstraße Richtung Holstenkamp gelenkt werden kann (Im Plan oben rechts skizziert). Weiterhin wird die Luruper Chaussee auf 8 Fahrstreifen verbreitert und ein Teil der Luruper Chaussee auf das Gelände der Trabrennbahn verlegt. Hierfür sollen 40 Bäume gefällt werden. Diese Planung wurde am 07.09. 2017 der Öffentlichkeit als “Busbeschleunigungsprogramm Metrobuslinie 2 & 3, Teilbaumaßnahme Umbau Ebertplatz” vorgestellt. Das Umsteigen zwischen den Buslinien 1, 2, 3 & 286 soll auf der Mittelinsel einfacher werden. Auf der Veranstaltung wurden die zwei für die Holstenkampverlängerung vorgesehenen Abbiegespuren und das Fällen von 40 Bäumen massiv kritisiert. Weitere Forderungen waren Tempo 30 im Kreuzungsbereich. Kritik rief auch der Vorschlag der Planer hervor, das die Radfahrer im neuen Kreisverkehr an der Einmündung der Notkestraße den Autoverkehr langsamer machen sollen, da bei 5 m Spurbreite viele Autofahrer probieren werden Radfahrer im Kreisverkehr zu überholen. Offen geblieben ist trotz intensiver Diskussion wie Radfahrer und Fußgänger diese veränderte Kreuzung sicher und auf kürzestem Wege überqueren können.
Die genaue Planung finden Sie hier.

Mobilitätskonzept des Städtebauwettbewerbsiegers

Sieger: Büro Leismann AG / Maurus Schifferli Landschaftsarchitekt aus der Schweiz; Quelle: BSW

Die vorgesehene neue Haupterschliessung entlang der Promenade am Park erzeugt durch Geometrie und Sequenzen von Plätzen den nötigen Widerstand um zusätzlichen Durchgangsverkehr weitestgehend zu verhindern. Drei Anbindungen an das bestehende Verkehrsnetz gewährleisten eine funktionierende Verkehrsanbindung.
Die neue vorgesehene Buslinie mit Haltestellen am Holstenkamp, Historischer Zugang und Ebertplatz erschliesst das neue Quartier durch den Offentlichen Verkehr- Zahlreiche umsteige Beziehung am Ebertplatz verbinden es mit dem bestehenden Metrobus-Netz auch übergeordnet. Stadtrad Verleihstationen an den beiden Rändern und dem Historischen Zugang sorgen für eine Quartiersübergreifende Vernetzung und reduzieren den motorisierten Verkehr nachhaltig.
Eine neu geplante Langsamverkehrsverbindung (Fußgänger, Radfahrer) mit 5 m Breite entlang des Parkrandes schliesst an die bestehende übergeordnete Veloroute Ost- und Westseitig an. Über die Lutherhöhe findet das Quartier eine weitere Rad- und Fussgängerverbindung.
Um das südlich angrenzende Quartier am Kielkamp verkehrlich weiter zu entlasten, wird die Anbindung an Luruper Chaussee für Kfz zurückgebaut und die bestehenden Volkspark Besucher Parkplätze der August-Kirch-Strasse in die Haupterschliessung der Fuge verlegt. Auf dem Luruper Weg und am Holstenkamp erweitern reservierte Car-Sharing Stellplätze zusätzlich das Mobilitätsangebot.
Die Parkierung wird längs zur Fassadenfront unter der Baumreihe angeordnet, beim historischen Zugang werden beidseitig der Straße Parkplätze angeordnet. Die Fuge dient unterschiedlichsten Nutzungen, sei es für die angrenzenden Quartiere und Stadtteile oder die Parkbesucher.
Wird die Straße abschnittsweise für den Verkehr gesperrt, eröffnen sich große Potenziale für temporäre Nutzungen wie beispielsweise ein Volksfest mit Festzelten, ein Rummel, ein großer Flohmarkt oder ein Sportevent.