Archiv der Kategorie: BI-Volkspark

umfangreiche Standortanalyse für die Science City Hamburg Bahrenfeld und Umgebung

Es ist eine umfangreiche Standortanalyse für die Science City Hamburg Bahrenfeld und Umgebung erschienen. Hier werden vielfältige Aspekte zur Bestandssituation und die Geschichte Bahrenfelds erläutert: https://799b0753.flowpaper.com/210209SCBStandortanalysedigitalTextteil/#page=1

https://www.hafencity.com/news/standortanalyse-science-city-hamburg-bahrenfeld-veroeffentlicht-1

Auszüge zum Verkehr:

Erfreulich ist, dass Forderungen der BI Volkspark jetzt zumindest untersucht werden sollen:

Zitat Seite 58: Seit der ersten Verkehrsuntersuchung sind die Planungen konkreter geworden, Teile der Neuen Mitte Altona sind bezogen, gesamtstädtische Vorhaben im Zuge der Verkehrswende (z. B. Velorouten, Hamburg-Takt) waren 2014 in dieser Form noch nicht abzusehen.

Es ist daher empfehlenswert, die in der Verkehrsuntersuchung von 2014 getroffenen Annahmen vor dem Kontext konkreter Nutzungsannahmen und neuerer Verkehrsentwicklungen im Koordinationsbereich zu prüfen und Planungsalternativen (wie z. B. die Freigabe des durchgebundenen Holstenkamp nur für Anliegerverkehre oder den ÖPNV) neu zu bewerten und dabei die Ergebnisse der aktuellen Bestandsaufnahme von 2020 einzubeziehen- ARGUS Stadt und Verkehr Partnerschaft mbB, Hamburg: Bestandsaufnahme Verkehr und Mobilität Science City Hamburg Bahrenfeld und Umgebung, 27.07.2020.

Der Verkehr wird ab  Seite 257 betrachtet.

Seite 273: Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass der Koordinationsbereich zwar abseitig vom bestehenden Schnellbahnnetz liegt, aber durch ein gutes Angebot an Metrobuslinien, ergänzt durch einzelne Schnell- bzw. Expressbuslinien, gut erreichbar ist. Durch die abseitige Lage vom Schnellbahnnetz ergeben sich jedoch deutliche Fahrtzeitenvorteile für den MIV, mit der Konsequenz einer deutlich überdurchschnittlichen MIV-Nutzung im Vergleich zum Durchschnitt Altonas.

Der von der BI Volkspark geforderte Radschnellweg wird jedoch nur als Veloroute erwähnt.

Seite 275: Mit einer neuen Ost-West-Veloroute zwischen Innenstadt und Schenefeld soll das Netz an hochwertigen Fahrradverbindungen im Hamburger Westen weiter ausgebaut werden. Es ist nach derzeitigem Planungsstand vorgesehen, dass diese Route ausgehend vom Neuen Pferdemarkt über das Schanzenviertel zum künftigen Fernbahnhof Diebsteich, ab dort entlang des Holstenkamps zum Koordinationsbereich und weiter über den Osdorfer Born nach Schenefeld verläuft.

Hierdurch wird eine schnelle Radwegeverbindung zwischen der Hamburger Innenstadt und dem Koordinationsbereich geschaffen. Der Verlauf der Veloroute 1 wird zukünftig stärker in den Grüngürtel rund um den DESY-Campus integriert.

Auf Seite 292 ist die Auswirkung des Deckels auf die Lärmimmission nachts dargestellt. Allerdings wurde die geplante Holstenkampverlängerung nicht berücksichtigt!

Wohnraumpotentiale Bahrenfeld Nord

nach Seite 74

Trabrennbahn: 1500 WE

August-Kirch-Str. 1000 WE

Holstenkamp: 250 WE

Abriss der Lutherbrücke ohne Ersatzbrücke geplant- wichtiger Radweg für 7 Jahre gesperrt

Die Brücke Kielkamp- Lutherhöhe über die A7 stellt eine der wichtigsten Ost-West-Radverkehrsverbindungen von der Notkestraße mit DESY nach Eimsbüttel dar.
Diese Verbindung soll während der Bauzeit des Deckels für ca. 7 Jahre unterbrochen werden.
Dadurch werden auch die Wege zur Schule Kielkamp und zum Kindergarten in der Lutherkirche abgeschnitten!
Die viel längere Ausweichstrecke durch den Lärm und die Abgase der Bahrenfelder Chaussee stellt für Radfahrer und Fußgänger, die in den Lutherpark wollen, keine Alternative dar und widerspricht der im Luftreinhalteplan als zwingende Maßnahme festgelegten Radverkehrsförderung.
Die BI Volkspark fordert daher den Bau einer Behelfsbrücke für Fußgänger und Radfahrer !!!
Bei Gesamtkosten des Altonaer Deckels von 540 Millionen € fallen die Mehrkosten für eine Behelfsbrücke nicht ins Gewicht.
Weiterhin ist anzumerken, dass die Radverbindung durch den Lutherpark nach Eimsbüttel schon in den letzten Jahren gravierend verschlechtert wurde:

  1. Radfahrer und Fußgänger aus Richtung Eimsbüttel müssen jetzt 3 Ampeln anstatt bisher eine passieren, um die Schnackenburgallee zu überqueren, was zu langen Wartezeiten führt.
  2. Im Lutherpark wurde auf dem Radweg ein Doppelabsperrgitter errichtet, um Radfahrer zu behindern.

Im Planfeststellungsverfahren des Altonaers Deckels wurden zahlreiche Einwendungen gegen den Abriss der Lutherbrücke ohne Ersatzbrücke gemacht.
Ein mögliches Einwendungsschreiben finden Sie hier. Gerne können Sie den Text auch persönlich anpassen.

BI Volkpark fordert Erschließung durch Gewerbegebiet am Hogenfeldweg statt über Holstenkamp

Mit dieser Straßenführung sind folgende Vorteile verbunden:

  • Die Straße führt am Gewerbegebiet Winsbergring entlang und nicht an schützenswerter Wohnbebauung.
  • Die bebaubare Fläche wird größer, da die Straße in einem Bereich verlaufen kann, der nicht bebaut werden darf (Sicherheitszone um chemischen Betrieb).
  • Vom Straßenlärm wären nur die Nordseiten von neu zu errichtenden Gebäuden betroffen, während bei der Führung über den Holstenkamp die schöne Südseite mit Blick auf den Lutherpark betroffen wäre.
  • Der Holstenkamp muss im Bereich des Lutherparks und am Pflegeheim als verkehrsberuhigte Sackgasse geführt werden. Durchfahrt über den Deckel nur für Radfahrer.
  • Die Straße führt direkt am Bauhof vorbei und bindet ohne Kreuzung an die „Parklane“ genannte Erschließungsstraße aus dem Architekturwettbewerb „Wohnen am Volkspark“ an.

Die BI fordert keine Festlegung des Holstenkamps als Deckelquerung im 2018
vorgesehenen Planfeststellungsbeschluss für den Autobahndeckel. Stattdessen
muss die Trasse für eine Querung im Bereich des Hogenfeldwegs bei der
Deckelplanung festgelegt werden.

Der genaue Verlauf der Erschließungsstraße soll laut „letter of intent“
zwischen dem Senat und dem Bezirk Altona erst im weiteren Planungsverlauf
festgelegt werden. Im geltenden Bebauungsplan Bahrenfeld 10 ist der
Hogenfeldweg bereits als besonders breite Verkehrsfläche
(Hauptverkehrsstraße) ausgewiesen.

Holstenkampverlängerung am Ebertplatz wird vorbereitet -40 Bäume wurden gefällt

Ebertplatz

Der Platz an der Bushaltestelle Trabrennbahn (Ebertplatz) – zur Zeit ein Kreisverkehr – soll in Zukunft im Gegenverkehr befahrbar werden, damit möglichst viel Verkehr aus der Notkestraße in die neu geplante Durchgangsstraße Richtung Holstenkamp gelenkt werden kann (Im Plan oben rechts skizziert). Weiterhin wird die Luruper Chaussee auf 8 Fahrstreifen verbreitert und ein Teil der Luruper Chaussee auf das Gelände der Trabrennbahn verlegt. Hierfür sollen 40 Bäume gefällt werden. Diese Planung wurde am 07.09. 2017 der Öffentlichkeit als “Busbeschleunigungsprogramm Metrobuslinie 2 & 3, Teilbaumaßnahme Umbau Ebertplatz” vorgestellt. Das Umsteigen zwischen den Buslinien 1, 2, 3 & 286 soll auf der Mittelinsel einfacher werden. Auf der Veranstaltung wurden die zwei für die Holstenkampverlängerung vorgesehenen Abbiegespuren und das Fällen von 40 Bäumen massiv kritisiert. Weitere Forderungen waren Tempo 30 im Kreuzungsbereich. Kritik rief auch der Vorschlag der Planer hervor, das die Radfahrer im neuen Kreisverkehr an der Einmündung der Notkestraße den Autoverkehr langsamer machen sollen, da bei 5 m Spurbreite viele Autofahrer probieren werden Radfahrer im Kreisverkehr zu überholen. Offen geblieben ist trotz intensiver Diskussion wie Radfahrer und Fußgänger diese veränderte Kreuzung sicher und auf kürzestem Wege überqueren können.
Die genaue Planung finden Sie hier.

Verkehrsexperte Prof. Monheim kritisiert Autodominanz im Verkehrsgutachten der Behörde

Das Gutachten der Behörde befasst sich fast nur mit Straßenbaulösungen, ÖPNV und Radverkehr werden nur am Rande betrachtet.
Der Stadt- und Verkehrsplaner Prof. Dr. Heiner Monheim, Mitbegründer des Verkehrsclubs Deutschland (VCD), hat das Gutachten im Auftrag der BI-Volkspark geprüft. Er befürchtet, dass die geplante Hauptverkehrsstraße eine großräumige Umlagerung von Kfz-Verkehr in das neue Wohngebiet und einen erheblichen Neuverkehr erzeugen wird. Er kritisiert die viel zu stark autoorientierte Vorgehensweise der Verkehrsplaner. Außerdem bemängelt er, dass verschiedene Optionen des ÖPNV-Ausbaus nicht mit gleicher Gründlichkeit wie der Kfz-Verkehr untersucht wurden. Angesichts der verschiedenen Kritikpunkte muss dem abschließenden Bewertungsergebnis deutlich im Verkehrsgutachten der Behörde deutlich widersprochen werden.
Die gesamte Stellungnahme finden Sie hier.