Verkehrsbehörde versucht erforderliche Lärmschutzmaßnahmen für den Umbau der Kreuzung Trabrennbahn/ Ebertallee zu umgehen

BI Volkspark erreicht Schallschutz für Anwohner

Im Jahr 2018-19 wurde die Kreuzung Trabrennbahn/ Ebertallee umgebaut. Beim Umbau erfolgte eine Fahrbahnverlegung der Luruper Chaussee und neue Fahrspuren im Kreuzungsbereich wurden eingerichtet. Des weiteren wurden bereits die Abbiegespuren für die geplante Holstenkampverlängerung vorbereitet.

Gemäß Verkehrslärmschutzverordnung ist nachzuweisen, dass nach dem Umbau die Lärmgrenzwerte eingehalten werden. Hierzu ist vor der Umbaugenehmigung ein Lärmgutachten zu erstellen. Darauf hat die Verkehrsbehörde verzichtet. Auf Nachfrage wurde der BI Volkspark mitgeteilt, dass eine überschlägige Prüfung ergeben hat, dass keine Schallschutzmaßnahmen erforderlich seien. Erst als die BI Volkspark androhte mit einem Rechtsanwalt gegen die Umbaugenehmigung vor zugehen, wurde jetzt nach dem Umbau ein Lärmgutachten erstellt. Dieses kommt zum Ergebnis, das die Lärmgrenzwerte an fast allen Häusern überschritten werden und die nächstgelegenen Wohnhäuser der Straßen Luruper Chaussee, Ebertallee und Kielkamp Anspruch auf Schallschutzmaßnahmen haben! Laut Gutachten betragen die geschätzten Kosten hierfür 265.000 €. Ohne den Einspruch der BI Volkspark wären diese Schallschutzmaßnahmen eingespart worden!!

Ein Verkehrslärmgutachten ist für einen Prognosehorizont von mindestens 10-15 Jahren zu erstellen. Demnach muss bereits heute die zukünftige Belastung durch die Einmündung der geplanten Holstenkampverlängerung berücksichtigt werden. Dies wurde in dem Gutachten nicht berücksichtigt, so dass noch mehr Anwohner Schallschutzansprüche haben könnten.