Lärmgrenzwerte der Verkehrslärmschutzverordnung gravierend überschritten

Eine 2018 erstellte Lärmtechnische Untersuchung für den Holstenkamp östlich des Deckels im Bereich des Pflegeheims zeigt, dass die Anwohner des Holstenkamps in Zukunft mit einer Überschreitung der Lärmgrenzwerte der Verkehrslärmschutzverordnung um bis zu 11 dB(A) rechnen müssen. Für die Berechnung wurde auf dem Holstenkamp eine Durchschnittliche tägliche Verkehrsstärke (DTV) von 19.000 Kfz/24 h zu Grunde gelegt. Das ist deutlich mehr als die 15.000 Kfz/24 h die bisher als Maximum genannt wurden. Es ist also geplant noch mehr Verkehr durch die neue Verkehrsachse zu leiten. Die Anwohner haben durch das renommierte Büro Mohr Rechtsanwälte (Elbvertiefungsklage) eine rechtliche Stellungnahme eingeholt:

„Tatsächlich ergeben sich aus dem Lärmgutachten für weitere Bereiche der Bestandsbebauung und auch für die geplanten neuen Gebäude sehr starke Grenzwertüberschreitungen, die auch unter Berücksichtigung angedachter (kleinerer) aktiver Schallschutzmaßnahmen in vielen Bereichen sogar die Lärmsanierungswerte von 67/57 dB(A) überschreiten würden, die nach der neuesten Rechtsprechung des BVerwG auch die eigentumsrechtliche Zumutbarkeitsschwelle definieren.“