Archiv der Kategorie: Wohnen am Volkspark-Science City

Neue S-Bahn nach Bahrenfeld Nord und Osdorfer- aber wann?

Die BI Volkspark begrüßt die geplante neue S-Bahn-Strecke über Bahrenfeld Nord nach Osdorf. Insbesondere zu begrüßen ist, dass die Arena zusätzlich eine U-Bahn Anbindung erhält. Die S-Bahn kann zur erheblichen Reduzierung des Autoverkehrs führen und die Holstenkamp-Verlängerung als Durchgangsstraße überflüssig machen.

In der Verkehrsuntersuchung Bahrenfeld Nord von 2014 wurde behauptet: „Veränderungen der ÖV-Anteile durch ein Schnellbahnangebot sind im Rahmenplangebiet nur in geringem Umfang zu erwarten“.

Diese fragwürdige Aussage des Straßenplanungsbüros SBI, das von der Verkehrsbehörde regelmäßig ohne Ausschreibung beauftragt wird, ist mit dem Ergebnis der Machbarkeitsuntersuchung Geschichte. Die Hamburger Hochbahn dazu: „Damit würden nicht nur Lurup, Osdorfer Born und Hamburgs neuer Wissenschaftsstandort, die Science City in Bahrenfeld, direkt an das S-Bahn-Netz angebunden. Viele Menschen entlang der Strecke profitierten davon – der Straßenverkehr und auch die Busse der hoch frequentierten Linie 3 würden nachhaltig entlastet.“ (www-schneller-durch-hamburg.de)

Es ist davon auszugehen, dass die neue S-Bahn in Bahrenfeld Nord frühestens in zwanzig Jahren fährt. Wie der Verkehr zur geplanten Science City bis dahin umweltfreundlich erfolgen soll, ist bisher nicht geklärt. Die Schaffung neuer Busspuren und weiterer Expressbuslinien würde Attraktivität und Zuverlässigkeit des ÖPNV erheblich verbessern.

Stadt „vergisst“ erforderliches Lärmgutachten für den Umbau der Kreuzung Trabrennbahn

Beim Umbau der Kreuzung Trabrennbahn/ Ebertplatz erfolgte eine Fahrbahnverlegung der Luruper Chaussee und neue Fahrstreifen im Kreuzungsbereich wurden eingerichtet. Weiterhin werden zwei Abbiegespuren zur geplanten Holstenkampverlängerung angelegt.

Gemäß Verkehrslärmschutzverordnung 16. BImschV ist dies eine wesentliche Änderung des Verkehrsweges. Hierfür ist nachzuweisen, dass an den benachbarten Wohnhäusern die Lärmgrenzwerte der 16. BImschV eingehalten werden. Das Verkehrslärmgutachten ist für einen Prognosehorizont von 10-15 Jahren zu erstellen. D.h. es ist die Zusatzbelastung durch die Einmündung der Holstenkampverlängerung am Ebertplatz unter Berücksichtigung des Verkehrs der geplanten Wohngebiete und der Science City  zu berücksichtigen. Über die Holstenkampverlängerung sollen 19.000 Kfz/24 h direkt am Volkspark entlang geführt werden, fast so viele Fahrzeuge wie auf der Luruper Chaussee, auf der zur Zeit 23.000 Kfz/24 h fahren.

Die BI Volkspark fordert, dass das erforderliche Lärmgutachten umgehend vorgelegt wird, da der Platz demnächst eröffnet wird.

Science City Bahrenfeld nur mit Schnellbahnanschluss! Bahrenfelder Appell im Rathaus übergeben

„Ein direkter, möglichst schnell zu realisierender Schnellbahnanschluss muss Bedingung für die Entwicklung des Wissenschaftsstandortes in Bahrenfeld sein!“ Das ist die Kernforderung aus dem Bahrenfelder Appell, der im Februar den Vereinen, Schulen und Kirchen in Bahrenfeld-Nord vorgelegt wurde. Die meisten Institutionen haben ihn unterschrieben. Auch die wenigen, die sich nicht für eine Unterschrift entscheiden konnten, haben erklärt, dass für sie eine Science City ohne Schnellbahnanschluss nicht akzeptabel sei. „Es gibt wohl kaum ein anderes Thema, in dem sich Bahrenfeld-Nord so einig ist“, sagt Jürgen Beeck, der Initiator des Bahrenfelder Appells. Angeschlossen haben sich auch die Initiativen aus den Nachbarstadtteilen, die seit vielen Jahren für eine Schnellbahnanbindung für Lurup, Osdorfer Born und die Stadt Schenefeld streiten.

Dr. Melzer nimmt den Bahrenfelder Appell entgegen. Foto: K. Johannsen

Auch in der Politik stellt niemand die Sinnhaftigkeit einer Schnellbahnanbindung für Bahrenfeld-Nord in Frage. Die Bezirksversammlung in Altona hat sich für eine Schnellbahn zur Science City ausgesprochen. (Beschluss 20-5547E). Hierin „wird der Senat … aufgefordert, …. zeitnah eine Schienenanbindung, vorzugsweise mit der S-Bahn (Variante S 32 Süd), sicherzustellen. Diese ist darüber hinaus über Lurup bis zum Osdorfer Born weiterzuführen. …“ Die Schienenanbindung wird hier jedoch nicht zur Bedingung für die Entwicklung des Wissenschaftsstandortes gemacht.

Jetzt ist der Bahrenfelder Appell an die Senatskanzlei und an die Altonaer Bezirksamtsleiterin Frau Dr. Melzer übergeben worden. Während die Bezirksamtsleiterin bei der Übergabe erklärt, dass sie auf eine baldige Lösung des Problems hofft, lässt der Erste Bürgermeister folgendes ausrichten: „Eine gute verkehrliche Anbindung der neuen Science City und damit Bahrenfeld ist dem Senat ein wichtiges Anliegen. Allerdings ist die genaue Planung noch in den Anfängen – wie ja die gesamte „Science City Bahrenfeld“.

Die Machbarkeitsuntersuchung (MBU) für die Schnellbahntrasse zum Osdorfer Born dürfte nahezu abgeschlossen sein. Darin werden zwei Trassen untersucht, von der nur die S32 über Bahrenfeld führt. Der Senat als Auftraggeber der (MBU) müsste die Anbindung der Science City vorgeben. Davon ist aber nichts bekannt. Zur Erinnerung: Die vor 45 Jahren versprochene U-Bahn zum Osdorfer Born ist dort bis heute nicht angekommen.

Die Science City Bahrenfeld darf nicht ohne Schnellbahn gebaut werden!

Text des Bahrenfelder Appells:

Science City Bahrenfeld nur mit Schnellbahnanschluss!

Am 22.01.2019 stellten der Hamburger Senat, die Universität Hamburg und DESY die Pläne für das neue Quartier Science City Bahrenfeld vor. Die Kette von der Grundlagenforschung bis zum Technologietransfer wird dort ebenso zu finden sein, wie ein Quartier für attraktives Wohnen und Erholen.

Ob es einen ein U- oder S-Bahnhof geben wird, ist noch unklar. Derzeit werden in einer Machbarkeitsuntersuchung für die „U5 West“ nach Lurup zwei Varianten untersucht, von denen jedoch nur eine, die S32 Süd, das Plangebiet anschließen würde.

Ein Schnellbahnanschluss ist aber unverzichtbar, weil das Straßennetz im Raum Bahrenfeld bereits seit Jahren überlastet ist, Staus gehören zum Alltag. Die oft überfüllten Busse haben zu oft erhebliche Verspätungen. Mit dem Bau neuer Hauptstraßen (z.B. Durchbindung des Holstenkamp zum Ebertplatz) wird das Problem nicht zu lösen sein.

Es ist eine Binsenweisheit, dass in einer modernen Metropole die Verbindung zwischen Zentren in erster Linie mit Schnellbahnen gewährleistet werden müssen, weil sie wenig Platz brauchen und umweltfreundlich sind. Es darf nicht noch einmal passieren, dass für ein Großprojekt eine U-Bahn versprochen, aber dann nicht gebaut wird. So wartet der Osdorfer Born seit 45 Jahren auf eine Schienenanbindung.

Ein direkter, möglichst schnell zu realisierender Schnellbahnanschluss muss Bedingung für die Entwicklung des Wissenschaftsstandortes in Bahrenfeld sein!

Unterzeichner aus Bahrenfeld:

Bürgerinitiative Volkspark e.V. Bahrenfelder Turnverein von 1896 e.V.
Bürgerverein Bahrenfeld von 1879 e.V. STS Bahrenfeld
Schule Kielkamp Luthergemeinde Bahrenfeld
Heimstättervereinigung Steenkamp e.V.  

Unterstützer aus den Nachbarorten:

Starten:BahnWest! Borner Runde
Arbeitskreis Verkehrsplanung Schenefeld Luruper Forum

Kein Verkehrskonzept für die Science City !

Rund um den Forschungscampus Bahrenfeld sollen neue wissenschaftliche Institute und Einrichtungen sowie rund 2.500 Wohnungen entstehen. Die Science City Bahrenfeld soll eine Fläche von 125 Hektar umfassen. Die ersten Architekturwettbewerbe dafür sollen schon 2020 starten.

Planung Ebertplatz Quelle: BSW-Science City Bahrenfeld

Am 11.2.2019 fand im DESY-Hörsaal eine Informationsveranstaltung zur Science City Bahrenfeld (SCB) statt. In Zukunft sollen am Wissenschaftsstandort Bahrenfeld 15.000 Personen (statt bisher 2.400) arbeiten.

Die Bezirksamtsleiterin Dr. Melzer hob in ihrer Eröffnungsrede zwar die Bedeutung einer Schienenanbindung für die SCB hervor. Konkrete Zusagen dafür liegen aber nicht vor. Dem Thema Verkehr wurde in den Plenarvorträgen ansonsten kaum Bedeutung beigemessen. Dies wurde in der nachfolgenden Diskussion massiv kritisiert, da die Anzahl der Beschäftigten um das Sechsfache steigen wird. Auch wie bereits vor Realisierung einer Schnellbahn der stark steigende Verkehr abgewickelt werden soll, konnte nicht erklärt werden. Die anwesenden Behördenvertreter erklärten sich für Verkehr nicht zuständig. Ein Teilnehmer bemängelte das Fehlen eines Vertreters der Verkehrsbehörde. Die Vorstellung des Bahrenfelder Appells der BI Volkspark und der Initiative Starten:BahnWest! fand breite Zustimmung. Hauptforderung ist:

Ein direkter, möglichst schnell zu realisierender Schnellbahnanschluss muss Bedingung für die Entwicklung des Wissenschaftsstandortes in Bahrenfeld sein.

Kritisiert wurde weiterhin, dass die neue Verkehrsachse vom Holstenkamp zur Notkestraße in den Plänen hinter vielen Bäumen „versteckt“ wurde. Auf dieser Strecke sollen 19.000 Kfz/Tag direkt am Volkspark entlang zur SCB geführt werden. 

In der Werbebroschüre des Senats klingt das anders:

„In Bahrenfeld wird mit der Science City ein bedeutendes stadtentwicklungspolitisches Zukunftsprojekt Hamburgs entstehen. Hier wird ein neuer urbaner Raum entwickelt, in dem zu der vorhandenen Wohnbebauung ein modernes, gemischt genutztes Quartier mit 2.500 Wohnungen hinzukommt. Um die Science City lebenswert zu gestalten, ist ein intelligentes Mobilitätssystem geplant: Direkter Zugang zum Schnellbahnsystem in Verbindung mit modernen Mobilitätshubs sowie innovative Beförderungskonzepte auf dem Campus, wie Bus-Shuttle-Systeme, sollen einen autofreien Campus ermöglichen. Neben dem Anschluss der Science City Bahrenfeld an die Schnellbahn werden auch neue Velorouten und die Anbindung an überregionale Radschnellwege geprüft, um die neue Vision der modernen Fortbewegung im Stadtteil umzusetzen.“

Ob sich die Verkehrsplanung wirklich gebessert hat, ist zu bezweifeln, da für die Holstenkampverlängerung gemäß aktuellem Lärmgutachten jetzt 19.000 Kfz/24 h zu Grunde gelegt wird. Das ist 27% mehr als die 15.000 Kfz/24 h, die bisher als Maximum genannt wurden und fast so viel Verkehr wie auf der Luruper Chaussee, die 23.000 Kfz/24 h aufweist.  Es ist also geplant noch mehr Verkehr durch die neue Verkehrsachse zu leiten.

Die gesamte Planung mit aktuellen Plänen ist hier abgelegt.

https://fiona.uni-hamburg.de/a0e139bf/broschueresciencecitybahrenfeld.pdf

https://www.nahverkehrhamburg.de/faehrt-kuenftig-die-s32-zur-science-city-bahrenfeld-10794/

https://www.hamburg.de/sciencecity/

https://www.skyfish.com/p/fhh/1419069

Bauen im Landschaftsschutzgebiet

Kommentar zum Abendblattartikel: Wir werden Parks ausbauen- HA 30./31.10.2017
Man kann der Senatorin Stapelfeldt zustimmen, wenn sie sagt, dass die Stadt lebenswert bleiben soll. So sei „auf dem A7-Deckel … ein neuer Grünzug vom Volkspark bis zur Elbe geplant“. Es sollen „keine Landschaftsschutzgebiete geopfert“ werden, bis auf geringe Ausnahmen. Und die Schnellbahnen sollen ausgebaut werden.
Alles in Butter? Leider spricht die tatsächliche Planung für das Gebiet südlich vom Volkspark in Bahrenfeld eine völlig andere Sprache:
Das Landschaftsschutzgebiet zwischen Holstenkamp und Hogenfeldweg wird für ein Wohngebiet mit 350 Wohnungen geopfert. Mitten durch das Landschaftsschutzgebiet soll eine Durchgangsstraße zur Entlastung der Bahrenfelder Chaussee/ Stresemannstraße für mindestens 19.000 Kfz am Tag gebaut werden.
Mit lebenswertem Wohnen in der Stadt hat das nichts zu tun, solange der Autoverkehr durch die Stadt gefördert wird und Landschaftsschutzgebiete vernichtet werden. Eine U- oder S-Bahn über Bahrenfeld nach Lurup könnte die Verkehrslage um den Volkspark spürbar entspannen. Es gibt aber keine verbindliche Zusage, dass der Westen an das Schnellbahnnetz angeschlossen wird.
Wir nehmen die Aussage der Senatorin aber gerne wörtlich. Also verzichten Sie im Labndschaftsschutzgebiet auf die Holstenkampverlängerung und die Bebauung!!!

Mobiltätsskonzept des Städtebauwettbewerbsiegers

Sieger: Büro Leismann AG / Maurus Schifferli Landschaftsarchitekt aus der Schweiz; Quelle: BSW

Die vorgesehene neue Haupterschliessung entlang der Promenade am Park erzeugt durch Geometrie und Sequenzen von Plätzen den nötigen Widerstand um zusätzlichen Durchgangsverkehr weitestgehend zu verhindern. Drei Anbindungen an das bestehende Verkehrsnetz gewährleisten eine funktionierende Verkehrsanbindung.
Die neue vorgesehene Buslinie mit Haltestellen am Holstenkamp, Historischer Zugang und Ebertplatz erschliesst das neue Quartier durch den Offentlichen Verkehr- Zahlreiche umsteige Beziehung am Ebertplatz verbinden es mit dem bestehenden Metrobus-Netz auch übergeordnet. Stadtrad Verleihstationen an den beiden Rändern und dem Historischen Zugang sorgen für eine Quartiersübergreifende Vernetzung und reduzieren den motorisierten Verkehr nachhaltig.
Eine neu geplante Langsamverkehrsverbindung (Fußgänger, Radfahrer) mit 5 m Breite entlang des Parkrandes schliesst an die bestehende übergeordnete Veloroute Ost- und Westseitig an. Über die Lutherhöhe findet das Quartier eine weitere Rad und Fussgänger Verbindung.
Um das südlich angrenzende Quartier am Kielkamp verkehrlich weiter zu entlasten, wird die Anbindung an Luruper Chaussee für Kfz zurückgebaut und die bestehenden Volkspark Besucher Parkplätze der August-Kirch-Strasse in die Haupterschliessung der Fuge verlegt. Auf dem Luruper Weg und am Holstenkamp erweitern reservierte Car Sharing Stellplätze zusätzlich das Mobilitätsangebot.
Die Parkierung wird längs zur Fassadenfront unter der Baumreihe angeordnet, beim historischen Zugang werden beidseitig der Strasse Parkplätze angeordnet. Die Fuge dient unterschiedlichsten Nutzungen, sei es für die angrenzenden Quartiere und Stadtteile oder die Parkbesucher.
Wird die Strasse abschnittsweise für den Verkehr gesperrt, eröffnen sich grosse Potentiale für temporäre Nutzungen wie beispielsweise ein Volksfest mit Festzelten, ein Rummel, ein grosser Flohmarkt oder ein Sportevent.

Städtebauwettbewerbssieger sieht Erweiterung des Volksparks vor

Sieger: Büro Leismann AG / Maurus Schifferli Landschaftsarchitekt aus der Schweiz; Quelle: BSW

Sieger des Städtebauwettbewerbs „Wohnen am Volkspark“ ist ein Schweizer Vorschlag mit Volksparkerweiterung und Verlegung der Hauptverkehrsstraße zum Holstenkamps in einem großen Bogen an den Rand des Volksparks. Viele Wohnungen haben dadurch direkten Volksparkblick. Der Radweg wird auf einer Promenade im erweiterten Volkspark geführt. Die Hauptverkehrsstraße soll durch viele
Übergänge in den Volkspark verkehrsberuhigt werden. An der Trabrennbahn ist
gegenüber der Ebertallee eine autofreie Shopping Plaza geplant.

Der Siegerentwurf wurde auch von den meisten BI Mitgliedern und Anwohnern
favorisiert.
(Siehe hier)

Auch Oberbaudirektor Björn Walther und das Bezirksamt Altona begrüßten diesen Entwurf begeistert. Einige CDU- und SPD Vertreter bemängelten bei der Preisverleihung, dass der
Holstenkamp nicht gerade durchgezogen wird und durch die Volksparkerweiterung weniger Wohnbaufläche zur Verfügung steht.
Es ist daher zu hoffen, dass mit der prominenten Unterstützung durch den Oberbaudirektor der Siegerentwurf nicht verunstaltet wird. Erfreulich war, dass alle Planer
Verkehrsberuhigungsmaßnahmen für den Holstenkamp vorgesehen haben. Auch die internationale Wettbewerbsjury wählte als Preisträger die 3 Entwürfe aus, die die beste Verkehrsberuhigung für die Holstenkampverlängerung aufwiesen. Es zeigt sich, dass die Stadtplanungsexperten der Jury und die Planer eine zukunftsfähige Verkehrsplanung wünschen, während die Stadt Hamburg in ihrem Verkehrsgutachten das Auto als Hauptverkehrsmittel für das neue Wohngebiet betrachtet.
Wir müssen unbedingt verhindern, dass die Verkehrsbehörde die vorgesehene Verkehrsberuhigungsmaßnahmen wieder streicht!

Um eine Verlärmung des Volksparks zu verhindern und die Bewohner der schönen Wohnungen zum Volkspark zu schützen, fordert die BI Volkspark Tempo 30 auf der gesamten Strecke sowie bauliche Verkehrsberuhigungsmaßnahmen z.B. durch Kreisverkehre!!

Bürger hielten Planungswerkstatt für eine Alibiveranstaltung

Am 30.1.2016 fand die Planungswerkstatt zur geplanten Bebauung der Trabrennbahn Bahrenfeld statt. Die Wünsche der Anwohner, die in Workshops zu den „Themen Mobilität und Verkehr“, „Städtebau und Wohnen“ sowie „Freiraum und soziale Infrastruktur“ gesammelt wurden, sollen angeblich in den städtebaulichen Wettbewerb “Wohnen am Volkspark“ eingebracht werden.
Auf die Frage, welchen Einfluss die Anwohner auf die Planungen hätten, wurde von den Behörden erklärt, dass die Verlängerung des Holstenkamps zur Notkestraße, sowie mindestens 2000 Wohnungen bereits festgeschrieben seien. Dies stieß auf großen Protest, zumal eine rechtlich verbindliche Festlegung der neuen Hauptverkehrsachse erst im Bebauungsplan, der frühestens 2018 verabschiedet wird, erfolgt. Viele Anwohner hielten die Planungswerkstatt aufgrund dieser Vorgaben für eine Alibiveranstaltung.
In den Workshops konnten die Anwohner ihre Vorstellungen einbringen. Es wurde der Bau der U-Bahn Linie 5 über Bahrenfeld Nord, Tempo 30 auf allen neuen Straßen und Durchfahrt über den Deckel nur für Busse und Radfahrer gefordert. Andere Forderungen waren eine verkehrsberuhigte Zone vor dem Haupteingang des Volksparks an der August-Kirch-Straße, ein zukunftweisendes Radverkehrskonzept mit Rad- und Fußwegen unabhängig von Straßen, sowie die Berücksichtigung der Stellungnahme von Prof. Monheim, der die Autodominanz des Behördengutachtens massiv kritisiert, im städtebaulichen Wettbewerb.
Die Bürger forderten, die Wohndichte an die Leistungsfähigkeit des Öffentlichen Schienennahverkehrs an zu passen. Außerdem wurde eine möglichst geringe Bodenversieglung sowie Dach- und Fassadenbegrünung als Ausgleich für die Kleingärten, die zerstört werden sollen, sowie ein Bauverbot im jetzigen Landschaftsschutzgebiet gefordert.
Im Städtebau wurde gewünscht, dass die geplanten Wohnhäuser von der Luruper Chausse zum Volkspark in der Höhe abnehmen, damit das Wohngebiet einen fließenden Übergang zum Volkspark aufweist. Auch im Bereich der 2-geschossigen Bebauung am Kielkamp und der August-Kirch- Straße wurde in Anpassung an die Umgebung eine niedrigere Bebauung gefordert. Viele Anwohner wünschten sich attraktive Quartiersplätze mit Gastronomie als Treffpunkt im Plangebiet. Der Einzelhandel sollte an der Luruper Chaussee gebündelt werden, damit kein zusätzlicher Verkehr in das Wohngebiet fließt. Es wurden auch Angebote für Studenten und Baugemeinschaften sowie Schulen und vielfältige sportliche und kulturelle Angebote gewünscht.
Das Protokoll der Veranstaltung finden sie hier

„Wohnen am Volkspark“ Infoveranstaltung: Breite Kritik am Verkehrskonzept

Infoveranstaltung "Wohnen am Volkspark"Im Zuge des A7 Deckels sollen 2200 Wohnungen am Altonaer Volkspark und auf der Trabrennbahn ab 2019 gebaut werden. Die Bebauung soll überwiegend 4 bis 6-geschossig sein. Auf der gut besuchten Veranstaltung wurden den Anwohnern statt neuer Informationen, die viele erwartet hatten, nur alte Pläne vorgestellt. Insbesondere das Verkehrskonzept, das eine neue Durchgangsstraße durch ein Landschaftschutzgebiet vom Holstenkamp zur Notkestraße mit 17000 Kfz/Tag direkt vor dem Haupteingang des Volksparks vorsieht, stieß auf breite Kritik. Von der Behörde wurde die Hauptverkehrsachse verniedlichend Landschaftsachse genannt, weil dort Bäume gepflanzt werden sollen. Ein Vater bemerkte, dass der Zugang zum Spielplatz im Volkspark für die vielen Kinder über die 28 m breite Hauptstraße sehr gefährlich wird.

Die BI Volkspark wies daraufhin, dass der Verkehrsexperte Prof. Monheim das Verkehrsgutachten der Behörde im Auftrag der BI-Volkspark, geprüft hat. Er habe eine nicht mehr zeitgemäße Autodominanz festgestellt. Das Verkehrsgutachten der Behörde befasst sich fast nur mit Straßenbaulösungen. ÖPNV und Radverkehr werden nur am Rande betrachtet. Die Wahl des Verkehrsmittels sei durch ein entsprechendes städtisches Angebot beeinflussbar, so Monheim. Mit Hinweis auf den Klimaschutz müsste man die Dimensionierung von Strecken und Knoten auf die Abnahme des motorisierten Individualverkehrs ausrichten.

Das Verkehrskonzept wurde von den Anwohnern massiv kritisiert. Es wurde insbesondere der Bau der U5 in das Plangebiet gefordert, da die Busse schon jetzt völlig überlastet sind. Hierzu erklärte ein Vertreter der Verkehrsbehörde. Die U5 könne in der Planung nicht berücksichtigt werden, da es ungewiss sei ob sie komme. Die Anwohner reagierten fassungslos auf diese Aussage der für die U-Bahn Planung zuständigen Verkehrsbehörde.
Ende Januar findet eine Planungswerkstatt für Anwohner statt. Auf die Frage, welchen Einfluss die Anwohner auf die Planungen hätten, wurde erklärt, das die neue Hauptverkehrstrasse und mindestens 2000 Wohnungen bereits festgeschrieben sein. Die Anwohner könnten sich ja Gedanken machen, wie man die Straßentrasse vor dem Volkspark gut überqueren könne.

Stellungnahme der BI Volkspark zur geplanten U5 nach Osdorf

Die Bürgerinitiative Volkspark begrüßt die Planungen zur U5 nach Lurup/Osdorf. Hierdurch werden die großen Straßen aus dem Westen ins Zentrum entlastet, da eine U-Bahn sowohl zeitlich als auch bezüglich des Fahrkomforts eine Alternative für Pkw Fahrer darstellt, und somit auf die geplante Verkehrsachse Holstenkamp – Notkestraße in Bahrenfeld verzichtet werden kann.U5 Bahrenfeld Nord
Die Planungsvariante Süd über den neuen Fernbahnhof Altona-Diebsteich und Trabrennbahn sollte gegenüber der Planungsvariante Nord über Stellingen bevorzugt werden, damit der Fernbahnhof Altona-Diebsteich mit der U-Bahn in Ost-West Richtung angeschlossen wird. Außerdem ist das wichtigste Regionalzentrum der meisten Bewohner von Osdorf/Lurup Altona. Auch das geplante Wohngebiet Bahrenfeld Nord an der Trabrennbahn würde damit direkt durch die U-Bahn erschlossen. Der U-Bahnhof Stadionstraße ist in Nähe des DESYs, das mit ca. 2.000 Mitarbeitern ein sehr großer Arbeitgeber ist, geplant. Allein diese drei Bahnhöfe bei der Südvariante bringen eine wesentliche Entlastung des Straßenzuges Stresemannstraße-Luruper Chaussee. Da die U-Bahn unter der Luruper Chausse verläuft, müssen dort auch weniger Busse fahren.
Bei der Nordvariante fällt die Entlastung des Straßenzuges Stresemannstraße-Luruper Chaussee deutlich geringer aus, da nur der Pkw Verkehr aus Lurup/Osdorf, nicht jedoch der von DESY und Bahrenfeld Nord entlastet wird. Die BI Volkspark befürwortet daher die Planungsvariante Süd über den Fernbahnhof Altona-Diebsteich und die Trabrennbahn.
Beide Varianten würden die Straßen erheblich entlasten. Auf die geplante Verkehrsachse Holstenkamp – Notkestraße in Bahrenfeld kann also verzichtet werden.

Die aktuelle U-Bahnplanung der Behörde finden Sie hier.