Archiv der Kategorie: Holstenkampverlängerung

Verkehrsbehörde versucht erforderliche Lärmschutzmaßnahmen für den Umbau der Kreuzung Trabrennbahn/ Ebertallee zu umgehen

BI Volkspark erreicht Schallschutz für Anwohner

Im Jahr 2018-19 wurde die Kreuzung Trabrennbahn/ Ebertallee umgebaut. Beim Umbau erfolgte eine Fahrbahnverlegung der Luruper Chaussee und neue Fahrspuren im Kreuzungsbereich wurden eingerichtet. Des weiteren wurden bereits die Abbiegespuren für die geplante Holstenkampverlängerung vorbereitet.

Gemäß Verkehrslärmschutzverordnung ist nachzuweisen, dass nach dem Umbau die Lärmgrenzwerte eingehalten werden. Hierzu ist vor der Umbaugenehmigung ein Lärmgutachten zu erstellen. Darauf hat die Verkehrsbehörde verzichtet. Auf Nachfrage wurde der BI Volkspark mitgeteilt, dass eine überschlägige Prüfung ergeben hat, dass keine Schallschutzmaßnahmen erforderlich seien. Erst als die BI Volkspark androhte mit einem Rechtsanwalt gegen die Umbaugenehmigung vor zugehen, wurde jetzt nach dem Umbau ein Lärmgutachten erstellt. Dieses kommt zum Ergebnis, das die Lärmgrenzwerte an fast allen Häusern überschritten werden und die nächstgelegenen Wohnhäuser der Straßen Luruper Chaussee, Ebertallee und Kielkamp Anspruch auf Schallschutzmaßnahmen haben! Laut Gutachten betragen die geschätzten Kosten hierfür 265.000 €. Ohne den Einspruch der BI Volkspark wären diese Schallschutzmaßnahmen eingespart worden!!

Ein Verkehrslärmgutachten ist für einen Prognosehorizont von mindestens 10-15 Jahren zu erstellen. Demnach muss bereits heute die zukünftige Belastung durch die Einmündung der geplanten Holstenkampverlängerung berücksichtigt werden. Dies wurde in dem Gutachten nicht berücksichtigt, so dass noch mehr Anwohner Schallschutzansprüche haben könnten.

Tödlicher Radunfall am Holstenkamp durch abbiegenden LKW

Am 19.3.2019 ist erneut ein Radfahrer von einem rechts abbiegenden LKW übersehen und tödlich verletzt worden. Dieser Unfall ereignete sich auf dem Holstenkamp-Ecke Große Bahnstraße. Am 23.4.2019 wurde an der gleichen Stelle ein Radfahrer durch einen abbiegenden Kleintransporter schwer verletzt. Reflexartig fordern in solchen Fällen Verbände und Parteien eine Verbesserung der technischen Ausstattung von LKW, vor allem eine gesetzliche Verpflichtung zur Einrichtung von Abbiegeassistenten. Damit wird jedoch suggeriert, dass technische Lösungen als einzige Reaktion auf solche Unfälle in Frage kommen. Selbstverständlich sollten Abbiegeassistenzsysteme eingeführt werden, Ampelschaltungen verbessert und die Radwege sicherer gestaltet werden.

Die Bürgerinitiative Holstenkamp fordert aber zusätzlich: LKW müssen durch intelligente Transportkonzepte soweit wie möglich aus Innenstädten verbannt werden. Der Holstenkamp ist schon jetzt stark befahren; mit dem geplanten Ausbau sollen
gemäß Lärmgutachten über 1000 Lkw am Tag ( 7 % Lkw Anteil bei 19000 Kfz/24 h) direkt am Volkspark entlang fahren. Damit steigt auch die Wahrscheinlichkeit von Unfällen. Hier sind Unfälle mit Kindern und Radfahrern vorprogrammiert.

Daher:

  • kein Ausbau des Holstenkamps als Durchgangsstraße!
  • Durchfahrtbeschränkungen für Lkw auf der Holstenkampverlängerung.
  • So wenig wie möglich LKW in Innenstädten, weder auf dem Holstenkamp noch sonst irgendwo!

Planfeststellungsbeschluss A 7 Deckel Altona

Die Planfeststellungsbehörde hat am 18. Dezember 2018 die Planung festgestellt. Gegen diesen Planfeststellungsbeschluss kann binnen eines Monats nach seiner Zustellung Klage beim Bundesverwaltungsgericht erhoben werden.

Folgende Einwendungen betreffen die Holstenkampverlängerung:

2.5.3.2.3 Einwendungen zur betrieblichen Schadstoffbelastung S.283

Die wesentliche Einwendung war, das zu niedrige Verkehrszahlen und Lkw-Anteile auf der Holstenkampverlängerung und weiteren Straßen in Bahrenfeld zu Grunde gelegt wurden.

In Kapitel 2.5.3.2.3 des Planfeststellungsbeschlusses  wird behauptet, dass eine neue Berechnung zur Schadstoffbelastung mit den höheren Verkehrszahlen stattgefunden habe. Die Ergebnisse werden nicht dargestellt. Es wird nur behauptet, das es keine Grenzwertüberschreitungen an beurteilungsrelevanten Immissionsorten gibt.

2.5.3.4.1 Verkehrsentwicklung im Planungsgebiet S.310

Auf den Plänen ist eine 21 m breite Querung des Deckels in Verlängerung des Holstenkamps ersichtlich. Der Holstenkamp ist damit genauso breit wie eine 4- spurige Fahrbahnseite der A7 geplant.

geplante 21 m breite Querung des Deckels in Verlängerung des Holstenkamps

Wesentliche Einwendung: Die Planfeststellung ist eine Vorfestlegung des im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens vorgesehenen Ausbaus des Holstenkamps. Dies ist anhand der geplanten Deckelverstärkung in Höhe des Holstenkamps ersichtlich.

Hierbei wird nur auf das der Planfeststellung nachfolgende Bebauungsplanverfahren verwiesen.

Eine Prüfung durch das renommierte Umweltanwaltbüro Mohr Rechtsanwälte (Elbvertiefungsklage) hat ergeben, dass es das Kostenrisiko der Stadt ist (also der Steuerzahler), wenn dort eine Deckelverstärkung ohne rechtsverbindliche Straßenplanung gebaut wird.

Lärmgrenzwerte der Verkehrslärmschutzverordnung gravierend überschritten

Eine 2018 erstellte Lärmtechnische Untersuchung für den Holstenkamp östlich des Deckels im Bereich des Pflegeheims zeigt, dass die Anwohner des Holstenkamps in Zukunft mit einer Überschreitung der Lärmgrenzwerte der Verkehrslärmschutzverordnung um bis zu 11 dB(A) rechnen müssen. Für die Berechnung wurde auf dem Holstenkamp eine Durchschnittliche tägliche Verkehrsstärke (DTV) von 19.000 Kfz/24 h zu Grunde gelegt. Das ist deutlich mehr als die 15.000 Kfz/24 h die bisher als Maximum genannt wurden. Es ist also geplant noch mehr Verkehr durch die neue Verkehrsachse zu leiten. Die Anwohner haben durch das renommierte Büro Mohr Rechtsanwälte (Elbvertiefungsklage) eine rechtliche Stellungnahme eingeholt:

„Tatsächlich ergeben sich aus dem Lärmgutachten für weitere Bereiche der Bestandsbebauung und auch für die geplanten neuen Gebäude sehr starke Grenzwertüberschreitungen, die auch unter Berücksichtigung angedachter (kleinerer) aktiver Schallschutzmaßnahmen in vielen Bereichen sogar die Lärmsanierungswerte von 67/57 dB(A) überschreiten würden, die nach der neuesten Rechtsprechung des BVerwG auch die eigentumsrechtliche Zumutbarkeitsschwelle definieren.“

Auswertung der Bürgerbeiträge der Onlinebeteiligung

Die Stadt hat eine interaktive Karte im Internet eingerichtet, auf der jeder seine Meinung zur Planung der Holstenkampverlängerung im Internet eingeben konnte. Mit der Auswertung wurde ausgerechnet das Straßenplanungsbüro SBI beauftragst, das von vielen Bürgern kritisiert wird, da es bei der Verkehrsplanung Bahrenfeld-Nord fast nur den Autoverkehr berücksichtigt. In den 108 Bürgerbeiträgen fand sich kein einziger Befürworter der Holstenkampverlängerung. Deutliche Kritik wird an der grundsätzlichen, übergeordneten Verkehrsplanung geübt, die zu einseitig auf den motorisierten Individualverkehr setzt und alternative Mobilitätsformen zu wenig berücksichtig. Eine Durchbindung des Holstenkamps zwischen Schnackenburgallee bis zum Ebertplatz wird in diversen Beiträgen der Onlinebeteiligung abgelehnt. Eine Durchfahrt solle es nur für Busse, Taxen und Radfahrer geben. Quartiersfremder Verkehr soll um das Plangebiet herumgeführt werden. Für die Holstenkampverlängerung, die Ebertalle und auch die Notkestraße werden Tempo-30-Zonen sowie bauliche Verkehrsberuhigungsmaßnahmen wie z.B. Kreisverkehre, Verkehrsinseln und lärmarme Fahrbahnbeläge gefordert. Weiterhin wird der zur Zeit geprüfte Anschluss an die S-Bahn gefordert, um den Autoverkehr zu verringern. Die Bürgerinitiative Volkspark e.V. schlägt darüber hinaus vor, einen Radschnellweg abseits der Hauptverkehrsstraßen von Osdorf bis zum geplanten Fernbahnhof Diebsteich durch das Plangebiet zu schaffen. In einer Stellungnahme hat die Verwaltung fast alle Vorschläge der Anwohner als nicht durchführbar zurückgewiesen. Lediglich der Radschnellweg und die S-Bahn sollen geprüft werden.
Alle Details zum Download hier
http://www.hamburg.de/fernstrassen/beteiligungsverfahren-holstenkamp/

Fehler im Luftschadstoffgutachten zum A7 Deckel

Das Luftschadstoffgutachten zur A7 enthält falsche Verkehrszahlen für den Holstenkamp und weitere Fehler.

Im Luftschadstoffgutachten zum Altonaer Deckel A7 wurden für die umgebenden Straßen in Bahrenfeld und die geplante Holstenkampverlängerung zu niedrige Verkehrszahlen und Schwerverkehrsanteile angesetzt. Für alle wichtigen Straßen, wie den Holstenkamp und die Luruper Chaussee wurden deutlich niedrigere Verkehrsmengen als in der Verkehrsuntersuchung Bahrenfeld Nord (2014) der Stadt angesetzt. Für die Ebertalle und die Holstenkampverlängerung wurde ein Schwerverkehrsanteil von 0 % berücksichtigt. Dies bedeutet, dass es dort gar keinen Lkw Verkehr gibt. Die Ebertalle hat zur Zeit einen Schwerverkehrsanteil von 8%. Dieser ist auch für die Holstenkampverlängerung anzusetzen. Außerdem wurde die geplante mehrgeschossige Bebauung an der Holstenkampverlängerung nicht berücksichtigt. Weiterhin wurde eine Minderung der Hintergrundbelastung durch NO2 von 20% bis 2025 angenommen. Dies ist eine sehr optimistische Annahme für einen Zeitraum von 8 Jahren. Bei einer konservativen Betrachtung zur sicheren Seite müsste von der heutigen Hintergrundbelastung von 25 μg /m³ NO2 ausgegangen werden.
Die prognostizierten Schadstoffimmissionen sind aus den genannten Gründen viel zu niedrig. Man fragt sich, ob hier die geplante Holstenkampverlängerung sauber gerechnet werden soll. Die BI Volkspark und viele Anwohner werden deswegen Einwendungen im Planfeststellungsverfahren zum A7 Deckel Altona einreichen.
Alle Informationen zum aktuellen Planfeststellungsverfahren stehen hier.

Hier die ausführliche Begründung:

Das Luftschadstoffgutachten weist gravierende Mängel auf und muss deswegen überarbeitet werden. Die prognostizierten Schadstoffimmissionen sind zu niedrig.

1.Verkehrszahlen und Schwerverkehrsanteile sind falsch

Ein Vergleich der Verkehrszahlen der aktuellsten Verkehrsmengenkarte der Stadt Hamburg von 2015 mit den in Abbilddung 4.2 der Luftschadstoffuntersuchung angesetzten Zahlen (siehe Anhang) zeigt, dass diese viel zu niedrig sind. Insbesondere der Schwerverkehrsanteil (SV-Anteil), der für Fahrzeuge >3,5 t gilt, wird systematisch unterschätzt. Hier einige Beispiele:

Zählstelle Ebene Straße Verkehrs-
mengenkarte
DTVW 2015
SV-
Anteil %
2015
Luftschad-
stoffgutachten

DTVw 2025
SV-Anteil % Luftschadstoff-gutachten 2025
2898 168 Holstenkamp W Kreuzung Große Bahnstraße 33000 6 38600 2
1054 10 Luruper Hauptstraße O Engelbrechtweg (Landesgrenze) 25000 7 26000 4
2616 305 Ebertallee S Kreuzung Luruper Chaussee 9000 8 8100 0

DTVw=durchschnittliche tägliche Verkehrsmenge werktags
Die rot markierten Verkehrszahlen und Schwerverkehrsanteile sind viel zu niedrig!!! In der Ebertallee soll trotz Busverkehr der Schwerlastanteil 0 % betragen. Dies ist unsinnig!!

In der Verkehrsuntersuchung VU Bahrenfeld Nord vom Juni 2014 werden für den Planfall 3A mit verlängertem Holstenkamp in Anlage 4.4 folgende Verkehrszahlen genannt (siehe Anhang):

Straße VU Bahrenfeld Nord
DTVW 2025
Luftschad
stoffgutachten

DTVw 2025
SV-
Anteil % 2025 gemäß Luftschad-
stoffgutachten
Holstenkamp W Kreuzung Große Bahnstraße 45800 38600 2
Holstenkampverlängerung Ostseite 17200 14200 1
Holstenkampverlängerung Westseite 13500 12700 0
Luruper Chaussee Kreuzung Ebertallee 34600 26000 4
Ebertallee Kreuzung
Luruper Chaussee
9600 8100 0

Auch hier zeigt sich, dass die angesetzten Verkehrsmengen viel zu niedrig sind und der Verkehrsuntersuchung der Stadt widersprechen!!! Für die Holstenkampverlängerung Westseite wurde ein Schwerverkehrsanteil von 0 % berücksichtigt. Dies ist unsinnig!! Die umgebenden Straßen haben einen Schwerverkehrsanteil von 6 – 8%. Dieser ist auch für die Holstenkampverlängerung anzusetzen.
Grundlage der VU Bahrenfeld Nord waren nach Tabelle 2-1  1800 geplante Wohnungen östlich des Deckels. Jetzt sind dort 3000 Wohnungen geplant. Durch den Mehrverkehr der zusätzlichen Wohnungen steigt der Verkehr auf der Verlängerung des Holstenkamps zur Notkestraße nach Angaben des Straßenplanungsbüros SBI um weitere 1600 Fahrzeuge/Tag auf 18800 Kfz/24h an!

2.Hintergrundbelastung für NO2 und NOx ist zu niedrig angesetzt

In Tabelle 4.3 wurde ein Reduktionsfaktor von 0,8 (=20%) bis 2025 angenommen. Dies ist eine sehr optimistische Annahme für einen Zeitraum von 8 Jahren. Bei einer konservativen Betrachtung zur sicheren Seite müsste von der heutigen Hintergrundbelastung von 25 μg /m³ NO2 ausgegangen werden.

3.Stauanteile

In Abb. 5.1 sind nur auf wenigen Strecken Stauanteile von 20 % berücksichtigt. Für die Von-Sauer-Straße ist dieser Anteil viel zu niedrig. Für die Holstenkampverlängerung wurden kaum Stauanteile berücksichtigt. Dies ist für eine Straße mit über 17000 Kfz/24 h nicht nachvollziehbar! Es ist nicht ersichtlich aus welchen nachvollziehbaren Quellen die Stauanteile ermittelt wurden.

4.Straßenrandbebauung

Aus Abb. 4.3 des Luftschadstoffgutachten ist zu ersehen, dass am verlängerten Holstenkamp keine Randbebauung berücksichtigt wurde. Bei einer Verlängerung des Holstenkamps ist dort eine mehrgeschossige geschlossene Randbebauung vorgesehen. d.h: die berechneten Luftschadstoffimmissionen sind viel zu niedrig !!!

Auf Seite 40 wird behauptet,  dass durch die Holstenkampverlängerung und die A7 nur ein Anstieg von 1 μg/m³ für  NO2 gegenüber der Hintergrundbelastung erfolgt:

„Am Pflegezentrum Holstenkamp (IO 3) ist die abschirmende Wirkung des Tunnels ersichtlich. Hier werden 21 μg/m³ NO2 berechnet. Damit liegt man in diesem Bereich nur 1 μg/m³ über der großräumigen Hintergrundbelastung.“
Dies ist bei über 17000 Kfz/24 h und einem Abstand von ca. 10 m zur Straße  nicht nachvollziehbar.

5. Schadstoffaustrag aus den Tunnelöffnungen an den Ausfahrten Bahrenfeld und Othmarschen

Der Schadstoffaustrag aus den Tunnelöffnungen an den Ausfahrten Bahrenfeld und Othmarschen wurde nicht berücksichtigt. Es wurden nur die Öffnungen am Anfang und am Ende des Tunnels, nicht aber an den Ausfahrten der Autobahn berücksichtigt!

Planfestellungsunterlagen zum A7 Deckel im Internet

Die Planfestellungsunterlagen zum A7 Deckel sind jetzt im Internet.

http://www.hamburg.de/bwvi/np-aktuelle-planfeststellungsverfahren/9508572/a7-altona/

Alle Unterlagen können als pdf heruntergeladen werden.
Die Pläne zum A7-Deckel liegen auch bis Donnerstag, den 9. November 2017 während der Dienststunden im Bezirksamt Altona, Zentrum für Wirtschaftsförderung, Bauen und Umwelt, Servicezentrum, Jessenstraße 1 (Foyer), 22767 Hamburg aus.

Einwendungen können bis 11.12.2017 (nicht per Mail) an die Verkehrbehörde geschrieben oder im Bezirksamt Altona eingereicht werden.

Holstenkampquerung
Auf den Plänen ist eine 21 m breite Querung des Deckels in Verlängerung des Holstenkamp ersichtlich. Der Holstenkamp ist damit genauso breit wie eine 4- spurige Fahrbahnseite der A7 geplant. Zum Brückenbauwerk werden keine Aussagen gemacht. Wir sollten Einspruch wegen Vorgriff auf zukünftige Planungen einlegen.

Luther Brücke- Kielkamp Überführung
Die Kielkamp Überführung wird ohne Baustellenersatz abgerissen. (Erläuterungsbericht S. 96). Hier sind möglichst viele Einwendungen nötig, damit während der Bauzeit eine Behelfsbrücke für Radfahrer und Fußgänger errichtet wird. Eine Einwendungsvorlage finden Sie hier.

Fehler im Luftschadstoffgutachten
Im Luftschadstoffgutachten ist die Holstenkampverlängerung schon berücksichtigt, aber mit einer zu niedrigen Verkehrsmenge DTVw von nur 12700- 14200 Kfz/24h. Dies ist deutlich weniger als in der Verkehrsuntersuchung Bahrenfeld Nord genannt wurde. Auf der Veranstaltung am 27.06.2017 wurde gesagt, dass die aktuellen Verkehrszahlen sogar noch 15-20 % über denen der Verkehrsuntersuchung Bahrenfeld Nord liegen.
Die genannten Schwerlastanteile (Lkw) für alle Straßen in Bahrenfeld Nord in Abb.4.2 sind viel zu niedrig:
Holstenkamp 2% ,Holstenkampverlängerung, 0 -1% Ebertallee 0 %
Nach der aktuellen Verkehrsmengenkarte der Stadt Hamburg weist der Holstenkamp einen Schwerlastanteil von 6% und die Ebertallee von 8 % auf. Hier liegt wohl ein Fehler vor.
Daher sind hier Einwendungen erforderlich.
Die Berechnungsergebnisse für Feinstaub und NO2 einschließlich der Holstenkampverlängerung sind beigefügt.

Baustelleneinrichtungsflächen
Folgende Baustelleneinrichtungsflächen sind in unserer Nähe nach dem Landschaftpflegerischer Begleitplan A7 Deckel geplant. Hier ist mit Lärm und Staub zu rechnen.
Geplante Bastelleneinrichtungsflächen.

3 Nicht mehr genutzte Tennisplätze südlich des Kielkamp auf der Westseite der A 7 (ca. km 154+860) ~ 3.870 m²
14* Fläche im Lutherpark südlich angrenzend an die Lutherhöhe auf der Ostseite der A 7 (ca. km 153+850) ~ 270 m²
15 Baustofflager nördlich des Holstenkamp aufder Ostseite der A 7(ca. km 153+390) ~ 4.800 m²

Jetzt 3000 Wohnungen am Volkspark geplant – dadurch mehr Verkehr und weniger grün

Auf einer Infoveranstaltung am 27.6.2017 stellten die Stadt und die Schweizer Architekten die geplante Bebauung am Volkspark und auf der Bahrenfelder Trabrennbahn vor. Die Architekten erhielten viel Beifall für ihr Konzept, das eine Erweiterung des Volksparks vorsieht. Von der Stadt wurde aber erklärt, dass gegenüber dem Wettbewerbssiegerentwurf der Architekten 40 % mehr Wohnungen gebaut werden sollen, als bisher geplant. Jetzt sind 3000 Wohnungen geplant. Dafür soll es weniger Grünflächen geben und direkt am Volkspark sind jetzt 5-6 geschossige Wohnungen geplant.
Durch den Mehrverkehr der zusätzlichen Wohnungen steigt der Verkehr auf der Verlängerung des Holstenkamps zur Notkestraße nach Angaben des Straßenplanungsbüros SBI um weitere 1600 Fahrzeuge/Tag an. Damit liegt man jetzt bei 17-19.000 Fahrzeugen je Tag auf der neuen Hauptverkehrsstraße entlang des Volksparks. Der Straßenplaner, der das Verkehrskonzept vorstellte, äußerte sich fast nur zum Autoverkehr. Die aktuelle S32 – Bahnplanung berücksichtige er mit keinem Wort. Dies stieß auf energischen Widerstand vieler Besucher der Veranstaltung. Fast alle Besucher der Veranstaltung kritisierten das autolastige Verkehrskonzept. Nach Gesprächen mit der BI Volkspark sollen jetzt noch einmal mehrere Varianten der Deckelquerung u.a. über den Hogenfeldweg untersucht werden. Welche Auswirkungen das auf das laufende Planfeststellungverfahren für den Altonaer Deckel hat, konnten die Planer nicht sagen.
Für die Holstenkampverlängerung und die Planungen “Wohnen am Volkspark” wird eine Online-Beteiligung durchgeführt, auf der jeder seine Vorschläge, und Meinungen zum zukünftigen Aussehen der Bebauung und dem Verkehrskonzept los werden kann. Man wählt ein Thema, klickt auf die Karte und stellt Vorschläge, Anmerkungen, Meinungen zum zukünftigen Aussehen der Planung ein.
Alle Beiträge werden den Planern zur Verfügung gestellt und fließen in das weitere Planverfahren ein. Die Online-Beteiligung endet am 28. Juli 2017. Die Beiträge bleiben danach online und sind jederzeit einsehbar.

http://www.hamburg.de/fernstrassen/beteiligungsverfahren-holstenkamp/

Holstenkampverlängerung wird vorbereitet- 40 Bäume werden gefällt

Der Platz an der Bushaltestelle Trabrennbahn (Ebertplatz) -zur Zeit ein Kreisverkehr- soll in Zukunft im Gegenverkehr befahrbar werden, damit möglichst viel Verkehr aus der Notkestraße in die neu geplante Durchgangsstraße Richtung Holstenkamp gelenkt werden kann (Im Plan oben rechts skizziert). Weiterhin wird die Luruper Chaussee auf 8 Fahrstreifen verbreitert und ein Teil der Luruper Chaussee auf das Gelände der Trabrennbahn verlegt. Hierfür sollen 40 Bäume gefällt werden. Diese Planung wurde am 07.09. 2017 der Öffentlichkeit als “Busbeschleunigungsprogramm Metrobuslinie 2 & 3, Teilbaumaßnahme Umbau Ebertplatz” vorgestellt. Das Umsteigen zwischen den Buslinien 1, 2, 3 & 286 soll auf der Mittelinsel einfacher werden. Auf der Veranstaltung wurden die zwei für die Holstenkampverlängerung vorgesehenen Abbiegespuren und das Fällen von 40 Bäumen massiv kritisiert. Weitere Forderungen waren Tempo 30 im Kreuzungsbereich. Kritik rief auch der Vorschlag der Planer hervor, das die Radfahrer im neuen Kreisverkehr an der Einmündung der Notkestraße den Autoverkehr langsamer machen sollen, da bei 5 m Spurbreite viele Autofahrer probieren werden Radfahrer im Kreisverkehr zu überholen. Offen geblieben ist trotz intensiver Diskussion wie Radfahrer und Fußgänger diese veränderte Kreuzung sicher und auf kürzestem Wege überqueren können.
Die genaue Planung finden Sie hier.

BI Volkpark fordert Erschließung durch Gewerbegebiet am Hogenfeldweg statt über Holstenkamp

Mit dieser Straßenführung sind folgende Vorteile verbunden:

    Die Straße führt am Gewerbegebiet Winsbergring entlang und nicht an
    schützenswerter Wohnbebauung.
    Die bebaubare Fläche wird größer, da die Straße in einem Bereich
    verlaufen kann, der nicht bebaut werden darf (Sicherheitszone um chemischen
    Betrieb).
    Vom Straßenlärm wären nur die Nordseiten von neu zu errichtenden
    Gebäuden betroffen, während bei der Führung über den Holstenkamp die schöne
    Südseite mit Blick auf den Lutherpark betroffen wäre.
    Der Holstenkamp muss im Bereich des Lutherparks und am Pflegeheim
    als verkehrsberuhigte Sackgasse geführt werden. Durchfahrt über den Deckel
    nur für Radfahrer.
    Die Straße führt direkt am Bauhof vorbei und bindet ohne Kreuzung
    an die „Parklane“ genannte Erschließungsstraße aus dem
    Architekturwettbewerb „Wohnen am Volkspark“ an.

Die BI fordert keine Festlegung des Holstenkamps als Deckelquerung im 2018
vorgesehenen Planfeststellungsbeschluss für den Autobahndeckel. Stattdessen
muss die Trasse für eine Querung im Bereich des Hogenfeldwegs bei der
Deckelplanung festgelegt werden.

Der genaue Verlauf der Erschließungsstraße, soll laut „letter of intent“
zwischen dem Senat und dem Bezirk Altona erst im weiteren Planungsverlauf
festgelegt werden. Im geltenden Bebauungsplan Bahrenfeld 10 ist der
Hogenfeldweg bereits als besonders breite Verkehrsfläche
(Hauptverkehrsstraße) ausgewiesen.