Behelfsbrücke am Kielkamp für Fußgänger und Radfahrer über A7 Deckelbaustelle in Bahrenfeld kommt

Die Brücke Kielkamp- Lutherhöhe (Querung Kielkamp) über die A7 stellt eine der wichtigsten Ost-West Radverkehrsverbindungen von der Notkestraße mit DESY nach Eimsbüttel dar. Diese Verbindung sollte während der Bauzeit des Deckels für 7 Jahre unterbrochen werden. Dadurch wären auch die Wege zur Schule Kielkamp und zum Kindergarten in der Lutherkirche abgeschnitten worden. Aufgrund der vielen Einwendungen im Planfestellungsverfahren zum A7 Deckel Altona hat die Verkehrsbehörde jetzt beschlossen, dass die von der Bürgerinitiative Volkspark geforderte Behelfsbrücke errichtet wird. Hierdurch werden Radfahrern und Fußgängern lästige Umwege über Hauptverkehrsstraßen erspart.

Fahrraddemo Samstag, 9. Juni

Dicke Luft am Volkspark? Nein Danke!
Verkehr umdenken und umlenken – vom Auto in Bus/Bahn oder aufs Rad
Fahrraddemo in Bahrenfeld
Samstag, den 9. Juni 2018 um 11:00 Uhr
ca. 8 km – Start und Ziel: Bushaltestelle Trabrennbahn Bahrenfeld

Volksparkdemo Flugblatt Forderungen für Soziale Netzwerke
Am südlichen Rand des Volksparks soll ab 2020 das Wohngebiet „Wohnen am Volkspark“ mit 3.000 Wohnungen entstehen. Zwischen diesem Wohngebiet und dem Volkspark soll eine Hauptverkehrsstraße über den künftigen Altonaer A7-Deckel (ca. 2025) gebaut werden. Dieser „Neue Holstenkamp“ soll Notkestraße und Eimsbütteler Markt miteinander verbinden und schließlich in die Fruchtallee münden. So will die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI) Stresemannstraße und Bahrenfelder Chaussee entlasten.
Das Verkehrskonzept für „Wohnen am Volkspark“ weist zwar ein detailliertes Straßenkonzept aus, aber nur ein rudimentäres ÖPNV- und ein verbesserungswürdiges Radwegekonzept. Ein Schnellbahnanschluss spielt überhaupt keine Rolle.
Es steht außer Frage, dass Bahrenfelder Chaussee und Stresemannstraße schon heute überlastet sind. Die seit Jahren rege Bautätigkeit besonders in Bahrenfeld und Lurup wird sich auch in wachsendem Verkehr niederschlagen. Doch eine weitere Straße würde mehr Autos in den Stadtteil bringen, das Stauproblem mittelfristig nicht lösen. Die Lösung kann nur im konsequenten Ausbau des ÖPNV und Radverkehrs liegen. Diese Verkehrsmittel benötigen weniger Platz und sind umweltverträglicher.
Die Bürgerinitiative Volkspark fordert eine Verkehrsplanung, die ÖPNV und Radverkehr so attraktiv macht, dass sie eine echte Alternative zum Auto sind: Schnellbahn von Diebsteich über Bahrenfeld-Nord nach Lurup (schnelle und bequeme Buslinien als Zwischenlösung), sowie eine direkte, sichere Fahrradverbindung vom Osdorfer Born zum künftigen Fernbahnhof Diebsteich und eine Veloroute von dort weiter Richtung Innenstadt.

Flugblätter zum weiterverbreiten:

  • Format DIN-A4
  • Format DIN-A6
  • Auswertung der Bürgerbeiträge der Onlinebeteiligung

    Die Stadt hat eine interaktive Karte im Internet eingerichtet, auf der jeder seine Meinung zur Planung der Holstenkampverlängerung im Internet eingeben konnte. Mit der Auswertung wurde ausgerechnet das Straßenplanungsbüro SBI beauftragst, das von vielen Bürgern kritisiert wird, da es bei der Verkehrsplanung Bahrenfeld-Nord fast nur den Autoverkehr berücksichtigt. In den 108 Bürgerbeiträgen fand sich kein einziger Befürworter der Holstenkampverlängerung. Deutliche Kritik wird an der grundsätzlichen, übergeordneten Verkehrsplanung geübt, die zu einseitig auf den motorisierten Individualverkehr setzt und alternative Mobilitätsformen zu wenig berücksichtig. Eine Durchbindung des Holstenkamps zwischen Schnackenburgallee bis zum Ebertplatz wird in diversen Beiträgen der Onlinebeteiligung abgelehnt. Eine Durchfahrt solle es nur für Busse, Taxen und Radfahrer geben. Quartiersfremder Verkehr soll um das Plangebiet herumgeführt werden. Für die Holstenkampverlängerung, die Ebertalle und auch die Notkestraße werden Tempo-30-Zonen sowie bauliche Verkehrsberuhigungsmaßnahmen wie z.B. Kreisverkehre, Verkehrsinseln und lärmarme Fahrbahnbeläge gefordert. Weiterhin wird der zur Zeit geprüfte Anschluss an die S-Bahn gefordert, um den Autoverkehr zu verringern. Die Bürgerinitiative Volkspark e.V. schlägt darüber hinaus vor, einen Radschnellweg abseits der Hauptverkehrsstraßen von Osdorf bis zum geplanten Fernbahnhof Diebsteich durch das Plangebiet zu schaffen. In einer Stellungnahme hat die Verwaltung fast alle Vorschläge der Anwohner als nicht durchführbar zurückgewiesen. Lediglich der Radschnellweg und die S-Bahn sollen geprüft werden.
    Alle Details zum Download hier
    http://www.hamburg.de/fernstrassen/beteiligungsverfahren-holstenkamp/

    Fehler im Luftschadstoffgutachten zum A7 Deckel

    Das Luftschadstoffgutachten zur A7 enthält falsche Verkehrszahlen für den Holstenkamp und weitere Fehler.

    Im Luftschadstoffgutachten zum Altonaer Deckel A7 wurden für die umgebenden Straßen in Bahrenfeld und die geplante Holstenkampverlängerung zu niedrige Verkehrszahlen und Schwerverkehrsanteile angesetzt. Für alle wichtigen Straßen, wie den Holstenkamp und die Luruper Chaussee wurden deutlich niedrigere Verkehrsmengen als in der Verkehrsuntersuchung Bahrenfeld Nord (2014) der Stadt angesetzt. Für die Ebertalle und die Holstenkampverlängerung wurde ein Schwerverkehrsanteil von 0 % berücksichtigt. Dies bedeutet, dass es dort gar keinen Lkw Verkehr gibt. Die Ebertalle hat zur Zeit einen Schwerverkehrsanteil von 8%. Dieser ist auch für die Holstenkampverlängerung anzusetzen. Außerdem wurde die geplante mehrgeschossige Bebauung an der Holstenkampverlängerung nicht berücksichtigt. Weiterhin wurde eine Minderung der Hintergrundbelastung durch NO2 von 20% bis 2025 angenommen. Dies ist eine sehr optimistische Annahme für einen Zeitraum von 8 Jahren. Bei einer konservativen Betrachtung zur sicheren Seite müsste von der heutigen Hintergrundbelastung von 25 μg /m³ NO2 ausgegangen werden.
    Die prognostizierten Schadstoffimmissionen sind aus den genannten Gründen viel zu niedrig. Man fragt sich, ob hier die geplante Holstenkampverlängerung sauber gerechnet werden soll. Die BI Volkspark und viele Anwohner werden deswegen Einwendungen im Planfeststellungsverfahren zum A7 Deckel Altona einreichen.
    Alle Informationen zum aktuellen Planfeststellungsverfahren stehen hier.

    Hier die ausführliche Begründung:

    Das Luftschadstoffgutachten weist gravierende Mängel auf und muss deswegen überarbeitet werden. Die prognostizierten Schadstoffimmissionen sind zu niedrig.

    1.Verkehrszahlen und Schwerverkehrsanteile sind falsch

    Ein Vergleich der Verkehrszahlen der aktuellsten Verkehrsmengenkarte der Stadt Hamburg von 2015 mit den in Abbilddung 4.2 der Luftschadstoffuntersuchung angesetzten Zahlen (siehe Anhang) zeigt, dass diese viel zu niedrig sind. Insbesondere der Schwerverkehrsanteil (SV-Anteil), der für Fahrzeuge >3,5 t gilt, wird systematisch unterschätzt. Hier einige Beispiele:

    Zählstelle Ebene Straße Verkehrs-
    mengenkarte
    DTVW 2015
    SV-
    Anteil %
    2015
    Luftschad-
    stoffgutachten

    DTVw 2025
    SV-Anteil % Luftschadstoff-gutachten 2025
    2898 168 Holstenkamp W Kreuzung Große Bahnstraße 33000 6 38600 2
    1054 10 Luruper Hauptstraße O Engelbrechtweg (Landesgrenze) 25000 7 26000 4
    2616 305 Ebertallee S Kreuzung Luruper Chaussee 9000 8 8100 0

    DTVw=durchschnittliche tägliche Verkehrsmenge werktags
    Die rot markierten Verkehrszahlen und Schwerverkehrsanteile sind viel zu niedrig!!! In der Ebertallee soll trotz Busverkehr der Schwerlastanteil 0 % betragen. Dies ist unsinnig!!

    In der Verkehrsuntersuchung VU Bahrenfeld Nord vom Juni 2014 werden für den Planfall 3A mit verlängertem Holstenkamp in Anlage 4.4 folgende Verkehrszahlen genannt (siehe Anhang):

    Straße VU Bahrenfeld Nord
    DTVW 2025
    Luftschad
    stoffgutachten

    DTVw 2025
    SV-
    Anteil % 2025 gemäß Luftschad-
    stoffgutachten
    Holstenkamp W Kreuzung Große Bahnstraße 45800 38600 2
    Holstenkampverlängerung Ostseite 17200 14200 1
    Holstenkampverlängerung Westseite 13500 12700 0
    Luruper Chaussee Kreuzung Ebertallee 34600 26000 4
    Ebertallee Kreuzung
    Luruper Chaussee
    9600 8100 0

    Auch hier zeigt sich, dass die angesetzten Verkehrsmengen viel zu niedrig sind und der Verkehrsuntersuchung der Stadt widersprechen!!! Für die Holstenkampverlängerung Westseite wurde ein Schwerverkehrsanteil von 0 % berücksichtigt. Dies ist unsinnig!! Die umgebenden Straßen haben einen Schwerverkehrsanteil von 6 – 8%. Dieser ist auch für die Holstenkampverlängerung anzusetzen.
    Grundlage der VU Bahrenfeld Nord waren nach Tabelle 2-1  1800 geplante Wohnungen östlich des Deckels. Jetzt sind dort 3000 Wohnungen geplant. Durch den Mehrverkehr der zusätzlichen Wohnungen steigt der Verkehr auf der Verlängerung des Holstenkamps zur Notkestraße nach Angaben des Straßenplanungsbüros SBI um weitere 1600 Fahrzeuge/Tag auf 18800 Kfz/24h an!

    2.Hintergrundbelastung für NO2 und NOx ist zu niedrig angesetzt

    In Tabelle 4.3 wurde ein Reduktionsfaktor von 0,8 (=20%) bis 2025 angenommen. Dies ist eine sehr optimistische Annahme für einen Zeitraum von 8 Jahren. Bei einer konservativen Betrachtung zur sicheren Seite müsste von der heutigen Hintergrundbelastung von 25 μg /m³ NO2 ausgegangen werden.

    3.Stauanteile

    In Abb. 5.1 sind nur auf wenigen Strecken Stauanteile von 20 % berücksichtigt. Für die Von-Sauer-Straße ist dieser Anteil viel zu niedrig. Für die Holstenkampverlängerung wurden kaum Stauanteile berücksichtigt. Dies ist für eine Straße mit über 17000 Kfz/24 h nicht nachvollziehbar! Es ist nicht ersichtlich aus welchen nachvollziehbaren Quellen die Stauanteile ermittelt wurden.

    4.Straßenrandbebauung

    Aus Abb. 4.3 des Luftschadstoffgutachten ist zu ersehen, dass am verlängerten Holstenkamp keine Randbebauung berücksichtigt wurde. Bei einer Verlängerung des Holstenkamps ist dort eine mehrgeschossige geschlossene Randbebauung vorgesehen. d.h: die berechneten Luftschadstoffimmissionen sind viel zu niedrig !!!

    Auf Seite 40 wird behauptet,  dass durch die Holstenkampverlängerung und die A7 nur ein Anstieg von 1 μg/m³ für  NO2 gegenüber der Hintergrundbelastung erfolgt:

    „Am Pflegezentrum Holstenkamp (IO 3) ist die abschirmende Wirkung des Tunnels ersichtlich. Hier werden 21 μg/m³ NO2 berechnet. Damit liegt man in diesem Bereich nur 1 μg/m³ über der großräumigen Hintergrundbelastung.“
    Dies ist bei über 17000 Kfz/24 h und einem Abstand von ca. 10 m zur Straße  nicht nachvollziehbar.

    5. Schadstoffaustrag aus den Tunnelöffnungen an den Ausfahrten Bahrenfeld und Othmarschen

    Der Schadstoffaustrag aus den Tunnelöffnungen an den Ausfahrten Bahrenfeld und Othmarschen wurde nicht berücksichtigt. Es wurden nur die Öffnungen am Anfang und am Ende des Tunnels, nicht aber an den Ausfahrten der Autobahn berücksichtigt!

    Bauen im Landschaftsschutzgebiet

    Kommentar zum Abendblattartikel: Wir werden Parks ausbauen- HA 30./31.10.2017
    Man kann der Senatorin Stapelfeldt zustimmen, wenn sie sagt, dass die Stadt lebenswert bleiben soll. So sei „auf dem A7-Deckel … ein neuer Grünzug vom Volkspark bis zur Elbe geplant“. Es sollen „keine Landschaftsschutzgebiete geopfert“ werden, bis auf geringe Ausnahmen. Und die Schnellbahnen sollen ausgebaut werden.
    Alles in Butter? Leider spricht die tatsächliche Planung für das Gebiet südlich vom Volkspark in Bahrenfeld eine völlig andere Sprache:
    Das Landschaftsschutzgebiet zwischen Holstenkamp und Hogenfeldweg wird für ein Wohngebiet mit 350 Wohnungen geopfert. Mitten durch das Landschaftsschutzgebiet soll eine Durchgangsstraße zur Entlastung der Bahrenfelder Chaussee/ Stresemannstraße für mindestens 17.000 Kfz am Tag gebaut werden.
    Mit lebenswertem Wohnen in der Stadt hat das nichts zu tun, solange der Autoverkehr durch die Stadt gefördert wird und Landschaftsschutzgebiete vernichtet werden. Eine U- oder S-Bahn über Bahrenfeld nach Lurup könnte die Verkehrslage um den Volkspark spürbar entspannen. Es gibt aber keine verbindliche Zusage, dass der Westen an das Schnellbahnnetz angeschlossen wird.
    Wir nehmen die Aussage der Senatorin aber gerne wörtlich. Also verzichten Sie im Labndschaftsschutzgebiet auf die Holstenkampverlängerung und die Bebauung!!!

    Planfestellungsunterlagen zum A7 Deckel im Internet

    Die Planfestellungsunterlagen zum A7 Deckel sind jetzt im Internet.

    http://www.hamburg.de/bwvi/np-aktuelle-planfeststellungsverfahren/9508572/a7-altona/

    Alle Unterlagen können als pdf heruntergeladen werden.
    Die Pläne zum A7-Deckel liegen auch bis Donnerstag, den 9. November 2017 während der Dienststunden im Bezirksamt Altona, Zentrum für Wirtschaftsförderung, Bauen und Umwelt, Servicezentrum, Jessenstraße 1 (Foyer), 22767 Hamburg aus.

    Einwendungen können bis 11.12.2017 (nicht per Mail) an die Verkehrbehörde geschrieben oder im Bezirksamt Altona eingereicht werden.

    Holstenkampquerung
    Auf den Plänen ist eine 21 m breite Querung des Deckels in Verlängerung des Holstenkamp ersichtlich. Der Holstenkamp ist damit genauso breit wie eine 4- spurige Fahrbahnseite der A7 geplant. Zum Brückenbauwerk werden keine Aussagen gemacht. Wir sollten Einspruch wegen Vorgriff auf zukünftige Planungen einlegen.

    Luther Brücke- Kielkamp Überführung
    Die Kielkamp Überführung wird ohne Baustellenersatz abgerissen. (Erläuterungsbericht S. 96). Hier sind möglichst viele Einwendungen nötig, damit während der Bauzeit eine Behelfsbrücke für Radfahrer und Fußgänger errichtet wird. Eine Einwendungsvorlage finden Sie hier.

    Fehler im Luftschadstoffgutachten
    Im Luftschadstoffgutachten ist die Holstenkampverlängerung schon berücksichtigt, aber mit einer zu niedrigen Verkehrsmenge DTVw von nur 12700- 14200 Kfz/24h. Dies ist deutlich weniger als in der Verkehrsuntersuchung Bahrenfeld Nord genannt wurde. Auf der Veranstaltung am 27.06.2017 wurde gesagt, dass die aktuellen Verkehrszahlen sogar noch 15-20 % über denen der Verkehrsuntersuchung Bahrenfeld Nord liegen.
    Die genannten Schwerlastanteile (Lkw) für alle Straßen in Bahrenfeld Nord in Abb.4.2 sind viel zu niedrig:
    Holstenkamp 2% ,Holstenkampverlängerung, 0 -1% Ebertallee 0 %
    Nach der aktuellen Verkehrsmengenkarte der Stadt Hamburg weist der Holstenkamp einen Schwerlastanteil von 6% und die Ebertallee von 8 % auf. Hier liegt wohl ein Fehler vor.
    Daher sind hier Einwendungen erforderlich.
    Die Berechnungsergebnisse für Feinstaub und NO2 einschließlich der Holstenkampverlängerung sind beigefügt.

    Baustelleneinrichtungsflächen
    Folgende Baustelleneinrichtungsflächen sind in unserer Nähe nach dem Landschaftpflegerischer Begleitplan A7 Deckel geplant. Hier ist mit Lärm und Staub zu rechnen.
    Geplante Bastelleneinrichtungsflächen.

    3 Nicht mehr genutzte Tennisplätze südlich des Kielkamp auf der Westseite der A 7 (ca. km 154+860) ~ 3.870 m²
    14* Fläche im Lutherpark südlich angrenzend an die Lutherhöhe auf der Ostseite der A 7 (ca. km 153+850) ~ 270 m²
    15 Baustofflager nördlich des Holstenkamp aufder Ostseite der A 7(ca. km 153+390) ~ 4.800 m²

    BI Volkspark fordert Radschnellweg von Osdorf zum Diebsteich

    Radschnellweg2
    „Bisher noch eine Idee: Radschnellwege“ so steht es auf der offiziellen Internetseite der Stadt Hamburg. Aber eigentlich müsste die Frage Lauten: Warum eigentlich nur eine Idee?
    Unter einem Radschnellweg versteht man einen Radweg, der für Radfahrer die gleichen Anforderungen, wie eine Autobahn für Autofahrer erfüllt.
    Die Bürgerinitiative Volkspark fordert die Anbindung des Neubaugebiets Bahrenfeld-Nord an das Velorouten Netz durch einen Radschnellweg:
    Radschnellweg2
    Radschnellweg2

    Radschnellweg2
    Ausgehend vom Nordast der Veloroute 1 führt der Weg vorbei am Desy, durch das Wohngebiet Bahrenfeld-Nord zum Fernbahnhof Diebsteich und weiter Richtung Innenstadt.
    Damit würden Osdorf und insbesondere die Hochhaussiedlungen am Osdorfer Born erstmals auf direktem Weg durch einen qualitativ hochwertigen Radweg an die Innenstadt angeschlossen. Die Veloroute 1 macht einen deutlichen Umweg über die Elbvororte und ist für Osdorfer dadurch unattraktiv.
    Bahrenfeld insbesondere die Arbeitsplätze des Desy, der geplante Unistandort Bahrenfeld und das geplante Wohngebiet Bahrenfeld-Nord würden überhaupt neu an das Velorouten Netz angebunden. Warum alle bisher geplanten Velorouten einen weiten Bogen um Bahrenfeld machen ist ohnehin unverständlich.
    Außerdem würde der Bahnhof Diebsteich, der nach aktuellen Planungen als einziger Fernbahnhof Hamburgs keinen Anschluss an das Velorouten Netz erhalten soll, adäquat angeschlossen. Durch entsprechende Bike&Ride Angebote entstünden zahlreiche neue, attraktive Möglichkeiten von kombinierten Rad und ÖPNV Verbindungen. Anwohner des Wohngebiets Bahrenfeld-Nord wären beispielsweise in 5 min. am Bahnhof Diebsteich und nach weiteren 9 min. mit der S-Bahn, also insgesamt in einer Viertelstunde am Hauptbahnhof.
    Radschnellweg2
    Ein Radschnellweg bringt dabei gegenüber herkömmlichen Radwegen (Standard Velorouten in Hamburg) eine höhere Reisegeschwindigkeit, ein stressfreieres Fahren, eine höhere Sicherheit und eine höhere Kapazität.
    Insgesamt kann davon ausgegangen werden, dass mit einem Radschnellweg wesentlich mehr Menschen dazu bewogen werden können, auf das Fahrrad umzusteigen, als mit einem herkömmlichen Radweg.
    Es ist verständlich, dass es baulich äußerst komplex ist, einen Radschnellweg in eine dicht bebaute Stadt zu integrieren und deshalb nicht alle Velorouten so ausgebaut werden können.
    Dieser Radweg verläuft jedoch überwiegend durch ein Neubaugebiet, wo der ein Ausbau als Radschnellweg von vorne herein eingeplant und der Weg somit gut in das Gebiet integriert werden kann. Außerhalb des Neubaugebiets verwendet der Weg bereits bestehende Verbindungen, die nur entsprechend ausgebaut werden müssten.
    Es gibt im innerstädtischen Bereich Hamburgs nicht viele Routen, auf denen ein 5 km (in einer Untersuchung des Landes Nordrhein-Westfalen empfohlene Mindestlänge für Radschnellwege) langer Radschnellweg mit so wenig Aufwand realisiert werden kann, wie hier. Die Erkenntnisse dieses wohl ersten Radschnellwegs Hamburgs werden dringend für den geplanten Bau weiterer Radschnellwege im Raum Hamburg gebraucht. Auch dieser Radweg kann gut über den Osdorfer Born nach Schenefeld und andere Schleswig-Holsteiner Vororte Hamburgs verlängert werden. Die Chance, im Rahmen der Neugestaltung dieser Gegend einen Radschnellweg zu realisieren sollte im Sinne des Ziels des Hamburger Senats, den Radverkehr zu fördern genutzt werden!!!

    Weiterführende Links:
    Eine detaillierte Wegbeschreibung mit Karte als PDF finden Sie hier.
    Den entsprechenden Beschluss der Bezirksversammlung Altona finden Sie hier.
    Die Seite des ADFC zum Radschnellweg finden Sie hier.
    Die Seite der Steenkamper zum Radschnellweg finden Sie hier.
    Eine Presseerklärung der Altonaer Grünen finden Sie hier.

  • Presseartikel zum Thema:
  • Hamburger Abendblatt 24.03.2018: Leserbrief: Mehr Kontakt zu den Bürgern
  • Hamburger Abendblatt 21.03.2018: Altona soll eine neue Veloroute bekommen
  • hamburgize 21.03.2018: Downgrading in Hamburg-Altona: Vom Radschnellweg zur Veloroute 15
  • hamburgize 19.03.2018: Bezirk Altona beschließt erste Radschnellwegplanung für Hamburg
  • Elbe Wochenblatt 14.03.2018: „Fahrradautobahn“ macht Fortschritte – Bezirksversammlung stimmt Antrag von Bürgerini zu
  • Luruper Nachrichten 28.02.2018: Bezirksversammlung für Radschnellweg Osdorf-Diebsteich
  • Luruper Nachrichten 28.02.2018: Grüne unterstützen Bürgerwunsch nach neuem Radschnellweg in Altona
  • Dorfstadt 22.02.2018: Neuer Fahrradweg kommt
  • Luruper Nachrichten 07.02.2018: Politik diskutierte Radschnellweg Osdorf – Fernbahnhof Diebsteich
  • Luruper Nachrichten 07.02.2018: Fraktionen beraten über Radschnellweg Osdorf-Diebsteich
  • Elbe Wochenblatt 07.02.2018: Bloß keine Autos?
  • Elbe Wochenblatt 24.10.2017: Flotte Strecke für Radler
  • Luruper Nachrichten 16.10.2017: Radschnellweg von Osdorf/Lurup zum Diebsteich!
  • Online-Bürgerbeteiligung

    zu den Planungen “Wohnen am Volkspark” und dem Holstenkamp

    holstenweb
    Die Stadt hat eine interaktive Karte im Internet eingerichtet, auf der jeder seine Vorschläge, Anmerkungen, Meinungen zum zukünftigen Aussehen der Planung “Wohnen am Volkspark” und dem Holstenkamp los werden kann. Man wählt ein Thema, klickt auf die Karte und stellt den neuen Vorschlag ein.
    Alle Beiträge werden den Planern zur Verfügung gestellt und fließen in das weitere Planverfahren ein.
    Die Online-Beteiligung endet am 28. Juli 2017

    http://www.hamburg.de/fernstrassen/beteiligungsverfahren-holstenkamp

    Jetzt 3000 Wohnungen am Volkspark geplant – dadurch mehr Verkehr und weniger grün

    Auf einer Infoveranstaltung am 27.6.2017 stellten die Stadt und die Schweizer Architekten die geplante Bebauung am Volkspark und auf der Bahrenfelder Trabrennbahn vor. Die Architekten erhielten viel Beifall für ihr Konzept, das eine Erweiterung des Volksparks vorsieht. Von der Stadt wurde aber erklärt, dass gegenüber dem Wettbewerbssiegerentwurf der Architekten 40 % mehr Wohnungen gebaut werden sollen, als bisher geplant. Jetzt sind 3000 Wohnungen geplant. Dafür soll es weniger Grünflächen geben und direkt am Volkspark sind jetzt 5-6 geschossige Wohnungen geplant.
    Durch den Mehrverkehr der zusätzlichen Wohnungen steigt der Verkehr auf der Verlängerung des Holstenkamps zur Notkestraße nach Angaben des Straßenplanungsbüros SBI um weitere 1600 Fahrzeuge/Tag an. Damit liegt man jetzt bei 17-19.000 Fahrzeugen je Tag auf der neuen Hauptverkehrsstraße entlang des Volksparks. Der Straßenplaner, der das Verkehrskonzept vorstellte, äußerte sich fast nur zum Autoverkehr. Die aktuelle S32 – Bahnplanung berücksichtige er mit keinem Wort. Dies stieß auf energischen Widerstand vieler Besucher der Veranstaltung. Fast alle Besucher der Veranstaltung kritisierten das autolastige Verkehrskonzept. Nach Gesprächen mit der BI Volkspark sollen jetzt noch einmal mehrere Varianten der Deckelquerung u.a. über den Hogenfeldweg untersucht werden. Welche Auswirkungen das auf das laufende Planfeststellungverfahren für den Altonaer Deckel hat, konnten die Planer nicht sagen.
    Für die Holstenkampverlängerung und die Planungen “Wohnen am Volkspark” wird eine Online-Beteiligung durchgeführt, auf der jeder seine Vorschläge, und Meinungen zum zukünftigen Aussehen der Bebauung und dem Verkehrskonzept los werden kann. Man wählt ein Thema, klickt auf die Karte und stellt Vorschläge, Anmerkungen, Meinungen zum zukünftigen Aussehen der Planung ein.
    Alle Beiträge werden den Planern zur Verfügung gestellt und fließen in das weitere Planverfahren ein. Die Online-Beteiligung endet am 28. Juli 2017. Die Beiträge bleiben danach online und sind jederzeit einsehbar.

    http://www.hamburg.de/fernstrassen/beteiligungsverfahren-holstenkamp/

    Abriss der Lutherbrücke ohne Ersatzbrücke geplant- wichtiger Radweg für 7 Jahre gesperrt

    Die Brücke Kielkamp- Lutherhöhe über die A7 stellt eine der wichtigsten Ost-West Radverkehrsverbindungen von der Notkestraße mit DESY nach Eimsbüttel dar.
    Diese Verbindung soll während der Bauzeit des Deckels für ca. 7 Jahre unterbrochen werden.
    Dadurch werden auch die Wege zur Schule Kielkamp und zum Kindergarten in der Lutherkirche abgeschnitten!
    Die viel längere Ausweichstrecke durch den Lärm und die Abgase der Bahrenfelder Chaussee stellt für Radfahrer und Fußgänger, die in den Lutherpark wollen, keine Alternative dar und wiederspricht der im Luftreinhalteplan als zwingende Maßnahme festgelegten Radverkehrsförderung.
    Die BI Volkspark fordert daher den Bau einer Behelfsbrücke für Fußgänger und Radfahrer !!!
    Bei Gesamtkosten des Altonaer Deckels von 540 Millionen € fallen die Mehrkosten für eine Behelfsbrücke nicht ins Gewicht.
    Weiterhin ist anzumerken, dass die Radverbindung durch den Lutherpark nach Eimsbüttel schon in den letzten Jahren gravierend verschlechtert wurde:

      1. Radfahrer und Fußgänger aus Richtung Eimsbüttel müssen jetzt 3 Ampeln anstatt bisher eine passieren, um die Schnackenburgallee zu überqueren, was zu langen Wartezeiten führt.
      2. Im Lutherpark wurde auf dem Radweg ein Doppelabsperrgitter errichtet, um Radfahrer zu behindern.

    Im Planfeststellungsverfahren des Altonaers Deckels wurden zahlreiche Einwendungen gegen den Abriss der Lutherbrücke ohne Ersatzbrücke gemacht.
    Ein mögliches Einwendungsschreiben finden Sie hier. Gerne können Sie den Text auch persönlich anpassen.