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Welche Partei macht sich für die Grüne Lunge Volkspark stark? – Wahlprüfsteine zur Bürgerschaftswahl

Die Entwicklung entlang des neuen Autobahndeckels und auf der Trabrennbahn, jetzt auch unter dem Stichwort „Science City“, gehören für Altona zu den wichtigsten Projekten in den kommenden Jahren. Die Verkehrsbehörde plant in diesem Zusammenhang den Holstenkamp als neue Verkehrsachse direkt am Volkspark entlang zu verlängern, um die Stresemannstraße zu entlasten.

Die Bürgerinitiative Volkspark setzt sich seit Jahren für eine schonende Umgestaltung des Areals um den Volkspark ein. Dazu gehört auch, dass der Verkehr möglichst umweltverträglich ist. Anlässlich der Wahl zur Bürgerschaft 2020 wurden die Parteien aufgefordert, Stellung zu beziehen. SPD und CDU hielten es nicht für nötig, die Fragen zu beantworten.

Den Öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) und den Radverkehr wollen GRÜNE und LINKE stärken. Nutzungseinschränkungen für die Durchfahrt über den Deckel (Kommunaltrasse, bauliche Verkehrsberuhigung und Tempo 30) unterstützt die LINKE. Die GRÜNEN sind angesichts der Notwendigkeit der Verkehrswende für eine Diskussion darüber, ob der verlängerte Holstenkamp als Kommunaltrasse – d.h. Durchfahrt lediglich für HVV, Fahrräder und Taxen- gestaltet werden kann.  Um die Vereinbarung zur Holstenkampverlängerung mit der SPD zu ändern, müssen jedoch neue Mehrheiten gefunden werden.  Verkehrsberuhigung und Tempo 30 unterstützen die GRÜNEN auch.

LINKE und FDP sind dafür, die S32 Süd als direkte schienengebundene Nahverkehrsanbindung für Bahrenfeld Nord vor der Bebauung des Gebietes weitgehend fertig zu stellen. Die GRÜNEN sind dazu neutral, da es am Ende aber nicht so sein soll, dass der Wohnungsbau auf die Bahn warten muss, obwohl er schon möglich wäre.

Eine Fahrrad-Unterführung in West-Ost-Richtung im Fernbahnhof Diebsteich unterstützen GRÜNE, und LINKE.

GRÜNE und LINKE unterstützen Busspuren für die Linien 2,3 und X3. Die GRÜNEN weisen aber darauf hin, dass der Streckenabschnitt nicht beschrieben ist und vergeben daher nur ein neutral.

Entgegen der Wünsche der BI sprach sich die SPD Altona zur BVV Wahl weiter dafür aus, den Holstenkamp als moderne und durchgängige Stadtstraße auszugestalten. Die CDU Altona unterstützte zur BVV Wahl fast alle Positionen der BI Volkspark.

Aussagen die den Parteien vorgelegt wurden:

1.           Stimmen Sie folgenden Aussagen bezüglich einer Verlängerung des Holstenkamps nach Bahrenfeld Nord zu?

a             Dem ÖPNV und dem Radverkehr sind Priorität zuzuordnen.

b             Die Durchfahrt vom Holstenkamp zur Notkestraße wird im Bereich des A7‐Deckels als Kommunaltrasse eingerichtet. d.h. Durchfahrt lediglich für HVV, Fahrräder und Taxen.

c             Um den Verkehr auf der Holstenkamp‐Verlängerung zu entschleunigen, müssen im Bebauungsplan Kreisverkehre und weitere bauliche Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung der Straße festgelegt werden. Für den HVV sind gesonderte Durchfahrten einzuplanen.

2.           Um die Anwohner vor Lärm oder Abgasen zu schützen und aus Gründen der Verkehrssicherheit muss für die gesamte Holstenkamp‐Verlängerung Tempo 30 gelten.

3.           Die geplante S‐Bahn Linie S32 Süd muss ‐ wie seiner Zeit die U‐Bahn in der Hafencity‐ vor der Bebauung des Gebietes weitgehend fertiggestellt werden.

4.           Um den von der BI‐Volkspark geforderten Radschnellweg zwischen Bahrenfeld‐Nord und dem Schanzenviertel schnell und attraktiv zu gestalten, muss im Fernbahnhof Diebsteich eine Fahrradunterführung gebaut werden.

5.           Für die Metrobuslinien 2 und 3, sowie für die Expressbuslinie X3 sollen durchgehende Busspuren eingerichtet werden.

6.           Im Verkehrskonzept für das Wohnen am Volkspark und die Science City Bahrenfeld müssen die Belange des ÖPNV sowie des Rad‐ und Fußgängerverkehrs deutlich vor dem MIV berücksichtigt werden.

7.           Um die anstehenden Veränderungsprozesse (A7‐Deckel, „Wohnen am Volkspark“, Science City‐HH‐Bahrenfeld, S32) begleiten zu können, muss ein Stadtteilbeirat Bahrenfeld eingerichtet werden.

Antworten der Parteien: