BVV Altona beschließt Holstenkampverlängerung durchs Landschaftsschutzgebiet am Volkspark

Im März hat die BVV Altona einen „Letter of Intent“ zum A7 Deckel beschlossen. Wesentlicher Bestandteil ist die neue Hauptverkehrsachse durchs Landschaftsschutzgebiet am Volkspark:
„Der Holstenkamp wird als neue, zweistreifige Haupterschließungsstraße von der Kreuzung Schnackenburgallee / Holstenkamp über den Autobahndeckel bis zum so genannten Ebertplatz geführt. Die Straße dient als Umleitungsstrecke für Kfz für den Bedarfsfall.“

Hiermit ist wohl die Umleitung eines Großteils des Verkehrs aus der Stresemannstraße in bisher ruhige Wohngebiete am Volkspark gemeint.
Der Bezirk verpflichtet sich in dem „Letter of Intent“ alle Forderungen des Senats umzusetzen.

Alle Parteien bis auf die Linke haben den Forderungen des Senats zur Holstenkampverlängerung zugestimmt. Dies ist ein eklatanter Verstoß gegen Wahlversprechen, denn Grüne und CDU hatten der BI Volkspark vor der Wahl schriftlich zugesagt, dass Sie sich gegen die Straße einsetzen werden.

Politisch beschlossen heißt nicht planungsrechtlich beschlossen!

Das zeigen viele Beispiele wie Elbvertiefung, Moorburgfernwärmetrasse…

Wie geht’s weiter?

Nach dem städtebaulichen Wettbewerb “Wohnen am Volkspark“ steht der

  • Bebauungsplanvorentwurf mit Bürgerbeteiligung ca. 2018 an.
    Einwände aus der Bürgerbeteiligung müssen begründet abgelehnt werden.
  • Dann folgt der Bebauungsplanentwurf mit nochmaliger Bürgerbeteiligung.
  • Danach folgt der Bebauungsplanbeschluss.

 

Nach dem Bebauungsplanbeschluss kann 1 Jahr vor dem Verwaltungsgericht wegen falscher Abwägungen im B-Planverfahren geklagt werden. Klagen gegen Bebauungspläne sind häufig erfolgreich.

Mehrbelastungen durch den neuen Holstenkamp

Quelle: Verkehrsuntersuchung Bahrenfeld-Nord

10-Streifiger Ausbau der Luruper Chaussee an der Trabrennbahn

Quelle: Verkehrsuntersuchung Bahrenfeld-Nord

Quelle: Verkehrsuntersuchung Bahrenfeld-Nord

Quelle: Verkehrsuntersuchung Bahrenfeld-Nord