BI Volkspark fordert Radschnellweg von Osdorf zum Diebsteich

Radschnellweg2
„Bisher noch eine Idee: Radschnellwege“ so steht es auf der offiziellen Internetseite der Stadt Hamburg. Aber eigentlich müsste die Frage Lauten: Warum eigentlich nur eine Idee?
Unter einem Radschnellweg versteht man einen Radweg, der für Radfahrer die gleichen Anforderungen, wie eine Autobahn für Autofahrer erfüllt.
Die Bürgerinitiative Volkspark fordert die Anbindung des Neubaugebiets Bahrenfeld-Nord an das Velorouten Netz durch einen Radschnellweg:
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Ausgehend vom Nordast der Veloroute 1 führt der Weg vorbei am Desy, durch das Wohngebiet Bahrenfeld-Nord zum Fernbahnhof Diebsteich und weiter Richtung Innenstadt.
Damit würden Osdorf und insbesondere die Hochhaussiedlungen am Osdorfer Born erstmals auf direktem Weg durch einen qualitativ hochwertigen Radweg an die Innenstadt angeschlossen. Die Veloroute 1 macht einen deutlichen Umweg über die Elbvororte und ist für Osdorfer dadurch unattraktiv.
Bahrenfeld insbesondere die Arbeitsplätze des Desy, der geplante Unistandort Bahrenfeld und das geplante Wohngebiet Bahrenfeld-Nord würden überhaupt neu an das Velorouten Netz angebunden. Warum alle bisher geplanten Velorouten einen weiten Bogen um Bahrenfeld machen ist ohnehin unverständlich.
Außerdem würde der Bahnhof Diebsteich, der nach aktuellen Planungen als einziger Fernbahnhof Hamburgs keinen Anschluss an das Velorouten Netz erhalten soll, adäquat angeschlossen. Durch entsprechende Bike&Ride Angebote entstünden zahlreiche neue, attraktive Möglichkeiten von kombinierten Rad und ÖPNV Verbindungen. Anwohner des Wohngebiets Bahrenfeld-Nord wären beispielsweise in 5 min. am Bahnhof Diebsteich und nach weiteren 9 min. mit der S-Bahn, also insgesamt in einer Viertelstunde am Hauptbahnhof.
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Ein Radschnellweg bringt dabei gegenüber herkömmlichen Radwegen (Standard Velorouten in Hamburg) eine höhere Reisegeschwindigkeit, ein stressfreieres Fahren, eine höhere Sicherheit und eine höhere Kapazität.
Insgesamt kann davon ausgegangen werden, dass mit einem Radschnellweg wesentlich mehr Menschen dazu bewogen werden können, auf das Fahrrad umzusteigen, als mit einem herkömmlichen Radweg.
Es ist verständlich, dass es baulich äußerst komplex ist, einen Radschnellweg in eine dicht bebaute Stadt zu integrieren und deshalb nicht alle Velorouten so ausgebaut werden können.
Dieser Radweg verläuft jedoch überwiegend durch ein Neubaugebiet, wo der ein Ausbau als Radschnellweg von vorne herein eingeplant und der Weg somit gut in das Gebiet integriert werden kann. Außerhalb des Neubaugebiets verwendet der Weg bereits bestehende Verbindungen, die nur entsprechend ausgebaut werden müssten.
Es gibt im innerstädtischen Bereich Hamburgs nicht viele Routen, auf denen ein 5 km (in einer Untersuchung des Landes Nordrhein-Westfalen empfohlene Mindestlänge für Radschnellwege) langer Radschnellweg mit so wenig Aufwand realisiert werden kann, wie hier. Die Erkenntnisse dieses wohl ersten Radschnellwegs Hamburgs werden dringend für den geplanten Bau weiterer Radschnellwege im Raum Hamburg gebraucht. Auch dieser Radweg kann gut über den Osdorfer Born nach Schenefeld und andere Schleswig-Holsteiner Vororte Hamburgs verlängert werden. Die Chance, im Rahmen der Neugestaltung dieser Gegend einen Radschnellweg zu realisieren sollte im Sinne des Ziels des Hamburger Senats, den Radverkehr zu fördern genutzt werden!!!

Weiterführende Links:
Eine detaillierte Wegbeschreibung mit Karte als PDF finden Sie hier.
Den entsprechenden Beschluss der Bezirksversammlung Altona finden Sie hier.
Die Seite des ADFC zum Radschnellweg finden Sie hier.
Die Seite der Steenkamper zum Radschnellweg finden Sie hier.
Eine Presseerklärung der Altonaer Grünen finden Sie hier.

  • Presseartikel zum Thema:
  • Hamburger Abendblatt 24.03.2018: Leserbrief: Mehr Kontakt zu den Bürgern
  • Hamburger Abendblatt 21.03.2018: Altona soll eine neue Veloroute bekommen
  • hamburgize 21.03.2018: Downgrading in Hamburg-Altona: Vom Radschnellweg zur Veloroute 15
  • hamburgize 19.03.2018: Bezirk Altona beschließt erste Radschnellwegplanung für Hamburg
  • Elbe Wochenblatt 14.03.2018: „Fahrradautobahn“ macht Fortschritte – Bezirksversammlung stimmt Antrag von Bürgerini zu
  • Luruper Nachrichten 28.02.2018: Bezirksversammlung für Radschnellweg Osdorf-Diebsteich
  • Luruper Nachrichten 28.02.2018: Grüne unterstützen Bürgerwunsch nach neuem Radschnellweg in Altona
  • Dorfstadt 22.02.2018: Neuer Fahrradweg kommt
  • Luruper Nachrichten 07.02.2018: Politik diskutierte Radschnellweg Osdorf – Fernbahnhof Diebsteich
  • Luruper Nachrichten 07.02.2018: Fraktionen beraten über Radschnellweg Osdorf-Diebsteich
  • Elbe Wochenblatt 07.02.2018: Bloß keine Autos?
  • Elbe Wochenblatt 24.10.2017: Flotte Strecke für Radler
  • Luruper Nachrichten 16.10.2017: Radschnellweg von Osdorf/Lurup zum Diebsteich!