Bauen im Landschaftsschutzgebiet

Kommentar zum Abendblattartikel: Wir werden Parks ausbauen- HA 30./31.10.2017
Man kann der Senatorin Stapelfeldt zustimmen, wenn sie sagt, dass die Stadt lebenswert bleiben soll. So sei „auf dem A7-Deckel … ein neuer Grünzug vom Volkspark bis zur Elbe geplant“. Es sollen „keine Landschaftsschutzgebiete geopfert“ werden, bis auf geringe Ausnahmen. Und die Schnellbahnen sollen ausgebaut werden.
Alles in Butter? Leider spricht die tatsächliche Planung für das Gebiet südlich vom Volkspark in Bahrenfeld eine völlig andere Sprache:
Das Landschaftsschutzgebiet zwischen Holstenkamp und Hogenfeldweg wird für ein Wohngebiet mit 350 Wohnungen geopfert. Mitten durch das Landschaftsschutzgebiet soll eine Durchgangsstraße zur Entlastung der Bahrenfelder Chaussee/ Stresemannstraße für mindestens 17.000 Kfz am Tag gebaut werden.
Mit lebenswertem Wohnen in der Stadt hat das nichts zu tun, solange der Autoverkehr durch die Stadt gefördert wird und Landschaftsschutzgebiete vernichtet werden. Eine U- oder S-Bahn über Bahrenfeld nach Lurup könnte die Verkehrslage um den Volkspark spürbar entspannen. Es gibt aber keine verbindliche Zusage, dass der Westen an das Schnellbahnnetz angeschlossen wird.
Wir nehmen die Aussage der Senatorin aber gerne wörtlich. Also verzichten Sie im Labndschaftsschutzgebiet auf die Holstenkampverlängerung und die Bebauung!!!

Planfestellungsunterlagen zum A7 Deckel im Internet

Die Planfestellungsunterlagen zum A7 Deckel sind jetzt im Internet.

http://www.hamburg.de/bwvi/np-aktuelle-planfeststellungsverfahren/9508572/a7-altona/

Alle Unterlagen können als pdf heruntergeladen werden.
Die Pläne zum A7-Deckel liegen auch bis Donnerstag, den 9. November 2017 während der Dienststunden im Bezirksamt Altona, Zentrum für Wirtschaftsförderung, Bauen und Umwelt, Servicezentrum, Jessenstraße 1 (Foyer), 22767 Hamburg aus.

Einwendungen können bis 11.12.2017 (nicht per Mail) an die Verkehrbehörde geschrieben oder im Bezirksamt Altona eingereicht werden.

Holstenkampquerung
Auf den Plänen ist eine 21 m breite Querung des Deckels in Verlängerung des Holstenkamp ersichtlich. Der Holstenkamp ist damit genauso breit wie eine 4- spurige Fahrbahnseite der A7 geplant. Zum Brückenbauwerk werden keine Aussagen gemacht. Wir sollten Einspruch wegen Vorgriff auf zukünftige Planungen einlegen.

Luther Brücke- Kielkamp Überführung
Die Kielkamp Überführung wird ohne Baustellenersatz abgerissen. (Erläuterungsbericht S. 96). Hier sind möglichst viele Einwendungen nötig, damit während der Bauzeit eine Behelfsbrücke für Radfahrer und Fußgänger errichtet wird. Eine Einwendungsvorlage finden Sie hier.

Fehler im Luftschadstoffgutachten
Im Luftschadstoffgutachten ist die Holstenkampverlängerung schon berücksichtigt, aber mit einer zu niedrigen Verkehrsmenge DTVw von nur 12700- 14200 Kfz/24h. Dies ist deutlich weniger als in der Verkehrsuntersuchung Bahrenfeld Nord genannt wurde. Auf der Veranstaltung am 27.06.2017 wurde gesagt, dass die aktuellen Verkehrszahlen sogar noch 15-20 % über denen der Verkehrsuntersuchung Bahrenfeld Nord liegen.
Die genannten Schwerlastanteile (Lkw) für alle Straßen in Bahrenfeld Nord in Abb.4.2 sind viel zu niedrig:
Holstenkamp 2% ,Holstenkampverlängerung, 0 -1% Ebertallee 0 %
Nach der aktuellen Verkehrsmengenkarte der Stadt Hamburg weist der Holstenkamp einen Schwerlastanteil von 6% und die Ebertallee von 8 % auf. Hier liegt wohl ein Fehler vor.
Daher sind hier Einwendungen erforderlich.
Die Berechnungsergebnisse für Feinstaub und NO2 einschließlich der Holstenkampverlängerung sind beigefügt.

Baustelleneinrichtungsflächen
Folgende Baustelleneinrichtungsflächen sind in unserer Nähe nach dem Landschaftpflegerischer Begleitplan A7 Deckel geplant. Hier ist mit Lärm und Staub zu rechnen.
Geplante Bastelleneinrichtungsflächen.

3 Nicht mehr genutzte Tennisplätze südlich des Kielkamp auf der Westseite der A 7 (ca. km 154+860) ~ 3.870 m²
14* Fläche im Lutherpark südlich angrenzend an die Lutherhöhe auf der Ostseite der A 7 (ca. km 153+850) ~ 270 m²
15 Baustofflager nördlich des Holstenkamp aufder Ostseite der A 7(ca. km 153+390) ~ 4.800 m²

BI Volkspark fordert Radschnellweg von Osdorf zum Diebsteich

Bisher noch eine Idee: Radschnellwege“ so steht es auf der offiziellen Internetseite der Stadt Hamburg. Aber eigentlich müsste die Frage Lauten: Warum eigentlich nur eine Idee?
Unter einem Radschnellweg versteht man einen Radweg, der für Radfahrer die gleichen Anforderungen, wie eine Autobahn für Autofahrer erfüllt.
Die Bürgerinitiative Volkspark fordert die Anbindung des Neubaugebiets Bahrenfeld-Nord an das Velorouten Netz durch einen Radschnellweg:
Radschnellweg2
Radschnellweg2

Radschnellweg2
Ausgehend vom Nordast der Veloroute 1 führt der Weg vorbei am Desy, durch das Wohngebiet Bahrenfeld-Nord zum Fernbahnhof Diebsteich und weiter Richtung Innenstadt.
Damit würden Osdorf und insbesondere die Hochhaussiedlungen am Osdorfer Born erstmals auf direktem Weg durch einen qualitativ hochwertigen Radweg an die Innenstadt angeschlossen. Die Veloroute 1 macht einen deutlichen Umweg über die Elbvororte und ist für Osdorfer dadurch unattraktiv.
Bahrenfeld insbesondere die Arbeitsplätze des Desy, der geplante Unistandort Bahrenfeld und das geplante Wohngebiet Bahrenfeld-Nord würden überhaupt neu an das Velorouten Netz angebunden. Warum alle bisher geplanten Velorouten einen weiten Bogen um Bahrenfeld machen ist ohnehin unverständlich.
Außerdem würde der Bahnhof Diebsteich, der nach aktuellen Planungen als einziger Fernbahnhof Hamburgs keinen Anschluss an das Velorouten Netz erhalten soll, adäquat angeschlossen. Durch entsprechende Bike&Ride Angebote entstünden zahlreiche neue, attraktive Möglichkeiten von kombinierten Rad und ÖPNV Verbindungen. Anwohner des Wohngebiets Bahrenfeld-Nord wären beispielsweise in 5 min. am Bahnhof Diebsteich und nach weiteren 9 min. mit der S-Bahn, also insgesamt in einer Viertelstunde am Hauptbahnhof.
Radschnellweg2
Ein Radschnellweg bringt dabei gegenüber herkömmlichen Radwegen (Standard Velorouten in Hamburg) eine höhere Reisegeschwindigkeit, ein stressfreieres Fahren, eine höhere Sicherheit und eine höhere Kapazität.
Insgesamt kann davon ausgegangen werden, dass mit einem Radschnellweg wesentlich mehr Menschen dazu bewogen werden können, auf das Fahrrad umzusteigen, als mit einem herkömmlichen Radweg.
Es ist verständlich, dass es baulich äußerst komplex ist, einen Radschnellweg in eine dicht bebaute Stadt zu integrieren und deshalb nicht alle Velorouten so ausgebaut werden können.
Dieser Radweg verläuft jedoch überwiegend durch ein Neubaugebiet, wo der ein Ausbau als Radschnellweg von vorne herein eingeplant und der Weg somit gut in das Gebiet integriert werden kann. Außerhalb des Neubaugebiets verwendet der Weg bereits bestehende Verbindungen, die nur entsprechend ausgebaut werden müssten.
Es gibt im innerstädtischen Bereich Hamburgs nicht viele Routen, auf denen ein 5 km (in einer Untersuchung des Landes Nordrhein-Westfalen empfohlene Mindestlänge für Radschnellwege) langer Radschnellweg mit so wenig Aufwand realisiert werden kann, wie hier. Die Erkenntnisse dieses wohl ersten Radschnellwegs Hamburgs werden dringend für den geplanten Bau weiterer Radschnellwege im Raum Hamburg gebraucht. Auch dieser Radweg kann gut über den Osdorfer Born nach Schenefeld und andere Schleswig-Holsteiner Vororte Hamburgs verlängert werden. Die Chance, im Rahmen der Neugestaltung dieser Gegend einen Radschnellweg zu realisieren sollte im Sinne des Ziels des Hamburger Senats, den Radverkehr zu fördern genutzt werden!!!
Eine detaillierte Wegbeschreibung finden Sie hier.

Online-Bürgerbeteiligung

zu den Planungen “Wohnen am Volkspark” und dem Holstenkamp

holstenweb
Die Stadt hat eine interaktive Karte im Internet eingerichtet, auf der jeder seine Vorschläge, Anmerkungen, Meinungen zum zukünftigen Aussehen der Planung “Wohnen am Volkspark” und dem Holstenkamp los werden kann. Man wählt ein Thema, klickt auf die Karte und stellt den neuen Vorschlag ein.
Alle Beiträge werden den Planern zur Verfügung gestellt und fließen in das weitere Planverfahren ein.
Die Online-Beteiligung endet am 28. Juli 2017

http://www.hamburg.de/fernstrassen/beteiligungsverfahren-holstenkamp

Jetzt 3000 Wohnungen am Volkspark geplant – dadurch mehr Verkehr und weniger grün

Auf einer Infoveranstaltung am 27.6.2017 stellten die Stadt und die Schweizer Architekten die geplante Bebauung am Volkspark und auf der Bahrenfelder Trabrennbahn vor. Die Architekten erhielten viel Beifall für ihr Konzept, das eine Erweiterung des Volksparks vorsieht. Von der Stadt wurde aber erklärt, dass gegenüber dem Wettbewerbssiegerentwurf der Architekten 40 % mehr Wohnungen gebaut werden sollen, als bisher geplant. Jetzt sind 3000 Wohnungen geplant. Dafür soll es weniger Grünflächen geben und direkt am Volkspark sind jetzt 5-6 geschossige Wohnungen geplant.
Durch den Mehrverkehr der zusätzlichen Wohnungen steigt der Verkehr auf der Verlängerung des Holstenkamps zur Notkestraße nach Angaben des Straßenplanungsbüros SBI um weitere 1600 Fahrzeuge/Tag an. Damit liegt man jetzt bei 17-19.000 Fahrzeugen je Tag auf der neuen Hauptverkehrsstraße entlang des Volksparks. Der Straßenplaner, der das Verkehrskonzept vorstellte, äußerte sich fast nur zum Autoverkehr. Die aktuelle S32 – Bahnplanung berücksichtige er mit keinem Wort. Dies stieß auf energischen Widerstand vieler Besucher der Veranstaltung. Fast alle Besucher der Veranstaltung kritisierten das autolastige Verkehrskonzept. Nach Gesprächen mit der BI Volkspark sollen jetzt noch einmal mehrere Varianten der Deckelquerung u.a. über den Hogenfeldweg untersucht werden. Welche Auswirkungen das auf das laufende Planfeststellungverfahren für den Altonaer Deckel hat, konnten die Planer nicht sagen.
Für die Holstenkampverlängerung und die Planungen “Wohnen am Volkspark” wird eine Online-Beteiligung durchgeführt, auf der jeder seine Vorschläge, und Meinungen zum zukünftigen Aussehen der Bebauung und dem Verkehrskonzept los werden kann. Man wählt ein Thema, klickt auf die Karte und stellt Vorschläge, Anmerkungen, Meinungen zum zukünftigen Aussehen der Planung ein.
Alle Beiträge werden den Planern zur Verfügung gestellt und fließen in das weitere Planverfahren ein. Die Online-Beteiligung endet am 28. Juli 2017. Die Beiträge bleiben danach online und sind jederzeit einsehbar.

http://www.hamburg.de/fernstrassen/beteiligungsverfahren-holstenkamp/

Abriss der Lutherbrücke ohne Ersatzbrücke geplant- wichtiger Radweg für 5 Jahre gesperrt

Die Brücke Kielkamp- Lutherhöhe über die A7 stellt eine der wichtigsten Ost-West Radverkehrsverbindungen von der Notkestraße mit DESY nach Eimsbüttel dar.
Diese Verbindung soll während der Bauzeit des Deckels für ca. 5 Jahre unterbrochen werden.
Dadurch werden auch die Wege zur Schule Kielkamp und zum Kindergarten in der Lutherkirche abgeschnitten!
Die viel längere Ausweichstrecke durch den Lärm und die Abgase der Bahrenfelder Chaussee stellt für Radfahrer und Fußgänger, die in den Lutherpark wollen, keine Alternative dar und wiederspricht der im Luftreinhalteplan als zwingende Maßnahme festgelegten Radverkehrsförderung.
Die BI Volkspark fordert daher den Bau einer Behelfsbrücke für Fußgänger und Radfahrer !!!
Bei Gesamtkosten des Altonaer Deckels von 540 Millionen € fallen die Mehrkosten für eine Behelfsbrücke nicht ins Gewicht.
Weiterhin ist anzumerken, dass die Radverbindung durch den Lutherpark nach Eimsbüttel schon in den letzten Jahren gravierend verschlechtert wurde:

    1. Radfahrer und Fußgänger aus Richtung Eimsbüttel müssen jetzt 3 Ampeln anstatt bisher eine passieren, um die Schnackenburgallee zu überqueren, was zu langen Wartezeiten führt.
    2. Im Lutherpark wurde auf dem Radweg ein Doppelabsperrgitter errichtet, um Radfahrer zu behindern.

Im Planfeststellungsverfahren des Altonaers Deckels
sind ab Ende Juli 2017 Einwendungen gegen den Abriss der Lutherbrücke ohne Ersatzbrücke möglich.
Ein mögliches Einwendungsschreiben finden Sie hier. Gerne können Sie den Text auch persönlich anpassen.

Einwendungen sind 6 Wochen lang möglich.

Holstenkampverlängerung wird vorbereitet- 40 Bäume werden gefällt

Der Platz an der Bushaltestelle Trabrennbahn (Ebertplatz) -zur Zeit ein Kreisverkehr- soll in Zukunft im Gegenverkehr befahrbar werden, damit möglichst viel Verkehr aus der Notkestraße in die neu geplante Durchgangsstraße Richtung Holstenkamp gelenkt werden kann (Im Plan oben rechts skizziert). Weiterhin wird die Luruper Chaussee auf 8 Fahrstreifen verbreitert und ein Teil der Luruper Chaussee auf das Gelände der Trabrennbahn verlegt. Hierfür sollen 40 Bäume gefällt werden. Diese Planung wurde am 07.09. 2017 der Öffentlichkeit als “Busbeschleunigungsprogramm Metrobuslinie 2 & 3, Teilbaumaßnahme Umbau Ebertplatz” vorgestellt. Das Umsteigen zwischen den Buslinien 1, 2, 3 & 286 soll auf der Mittelinsel einfacher werden. Auf der Veranstaltung wurden die zwei für die Holstenkampverlängerung vorgesehenen Abbiegespuren und das Fällen von 40 Bäumen massiv kritisiert. Weitere Forderungen waren Tempo 30 im Kreuzungsbereich. Kritik rief auch der Vorschlag der Planer hervor, das die Radfahrer im neuen Kreisverkehr an der Einmündung der Notkestraße den Autoverkehr langsamer machen sollen, da bei 5 m Spurbreite viele Autofahrer probieren werden Radfahrer im Kreisverkehr zu überholen. Offen geblieben ist trotz intensiver Diskussion wie Radfahrer und Fußgänger diese veränderte Kreuzung sicher und auf kürzestem Wege überqueren können.
Die genaue Planung finden Sie hier.

BI Volkpark fordert Erschließung durch Gewerbegebiet am Hogenfeldweg statt über Holstenkamp

Mit dieser Straßenführung sind folgende Vorteile verbunden:

    Die Straße führt am Gewerbegebiet Winsbergring entlang und nicht an
    schützenswerter Wohnbebauung.
    Die bebaubare Fläche wird größer, da die Straße in einem Bereich
    verlaufen kann, der nicht bebaut werden darf (Sicherheitszone um chemischen
    Betrieb).
    Vom Straßenlärm wären nur die Nordseiten von neu zu errichtenden
    Gebäuden betroffen, während bei der Führung über den Holstenkamp die schöne
    Südseite mit Blick auf den Lutherpark betroffen wäre.
    Der Holstenkamp muss im Bereich des Lutherparks und am Pflegeheim
    als verkehrsberuhigte Sackgasse geführt werden. Durchfahrt über den Deckel
    nur für Radfahrer.
    Die Straße führt direkt am Bauhof vorbei und bindet ohne Kreuzung
    an die „Parklane“ genannte Erschließungsstraße aus dem
    Architekturwettbewerb „Wohnen am Volkspark“ an.

Die BI fordert keine Festlegung des Holstenkamps als Deckelquerung im 2018
vorgesehenen Planfeststellungsbeschluss für den Autobahndeckel. Stattdessen
muss die Trasse für eine Querung im Bereich des Hogenfeldwegs bei der
Deckelplanung festgelegt werden.

Der genaue Verlauf der Erschließungsstraße, soll laut „letter of intent“
zwischen dem Senat und dem Bezirk Altona erst im weiteren Planungsverlauf
festgelegt werden. Im geltenden Bebauungsplan Bahrenfeld 10 ist der
Hogenfeldweg bereits als besonders breite Verkehrsfläche
(Hauptverkehrsstraße) ausgewiesen.

Architekten kritisieren Ausbau der Luruper Chaussee

Christoph Mäckler Architekten (2.Wettbewerbspreis) kritisieren 9-streifigen Ausbau der Luruper Chaussee an der Trabrennbahn

Ziel einer zeitgemäßen Verkehrsplanung muss eine Anpassung an städtebauliche Belange sein. Die für den Wettbewerb als Grundlage vorgelegten Pläne (insbesondere die zur 2. Phase des städtebaulichen Wettbewerbs in Hamburg Altona als Basis vorgelegte Verkehrsplanung des Areals um den Ebertplatz) konnten – da der Städtebau selbst Objekt des Wettbewerbs ist — diese Anpassung fraglos nicht leisten. Aus diesem Grund werden im Folgenden Vorschläge für eine städtebauliche Anpassung der vorgeschlagenen Verkehrslösung gemacht:
Die Richtlinie für die Anlage von Stadtstraßen (RASt 06) empfiehlt für einen — in diesem Falle sicher unvermeidlichen — individuellen Straßenraumentwurf eine Planung „vom Rand aus“ („Städtebauliche Bemessung“). Zitat: „Städtebaulich bemessene“ Querschnitte berücksichtigen vorrangig die Nutzungen der Straßenränder, der Bewohner und Besucher von Straßen, des Längsverkehrs von Fußgängern und Radfahrern (sofern sie im Seitenraum geführt werden) sowie das Wohlbefinden der Benutzer des Straßenraums durch angenehme Proportionen zwischen befahrenen und unbefahrenen Flächen sowie innerhalb dieser Flächen“.
Die städtebauliche Bemessung muss in diesem Falle das neu entstehende Gebiet mit einer erhöhten Frequenz von Fuß- und Radverkehr und dem Bedarf an Anwesenheit in dem Areal um den Ebertplatz berücksichtigen. Dabei sind durchgehende Gehwegverbindungen auf den Platz und über die Straße unerlässlich. Zu lange Überquerungswege gefährden den Kontakt mit der anderen Straßenseite und den dortigen Einrichtungen extrem.
Daher können die bereits heute sehr langen Querungswege über die Luruper Chaussee nicht verlängert werden. Es wird daher vorgeschlagen, die heutige, funktionsfähige Organisation der Bushaltestellen nur gering zu ändern und Beschleunigungsmaßnahmen vorrangig durch eine verbesserte Signalisierung vorzunehmen. Dies erlaubt auch eine Organisation des motorisierten Verkehrs — auch unter Einbeziehung des neuen Plangebietes -, die den Verkehrsraum nicht unzuträglich vergrößert.
Die Forderung der RASt 06 nach „angenehmen Proportionen“ kann damit eingehalten werden. Die gute Zugänglichkeit der Bushaltestellen erhöht die Attraktivität des öffentlichen Verkehrs und verringert die Gesamtreisezeit für die Nutzer Die Raumgewinne im Kreuzungsbereich erlauben die Ausstattung der Haltestellen mit Anlagen zum Abstellen von Fahrrädern und Stationen für „bike-sharing“.
Generell lassen sich durch kleinteilige Maßnahmen gegenüber dem heutigen Zustand die Bedingungen für Fußgänger und Fahrradverkehr deutlich verbessern. Grundsätzlich werden Fuß und Fahrradwege an die Straßenecken vorgezogen, aus dem neu geplanten Gebiet heraus ergibt sich eine attraktive durchgehende Fußgängerachse in die Ebert-Allee.
Längs sämtlicher Straßen sind breite Radwege, möglichst in Form von Radfahrstreifen, mit der Breite von 2,00 Metern (ERA 2 ) vorgesehen. An den Haltestellen des ÖPNV werden Abstellanlagen und an zentralen Punkten werden Flächen für Bikesharing-Angebote eingeplant.
Insgesamt ist zu berücksichtigen, dass durch die bauliche Mischung und die gute Erreichbarkeit von Haltestellen des ÖPNV das Aufkommen des motorisierten Verkehrs aus dem neu geplanten Stadtquartier deutlich unter den üblichen Werten liegen sollte.

Mobiltätsskonzept des Städtebauwettbewerbsiegers

Sieger: Büro Leismann AG / Maurus Schifferli Landschaftsarchitekt aus der Schweiz; Quelle: BSW

Die vorgesehene neue Haupterschliessung entlang der Promenade am Park erzeugt durch Geometrie und Sequenzen von Plätzen den nötigen Widerstand um zusätzlichen Durchgangsverkehr weitestgehend zu verhindern. Drei Anbindungen an das bestehende Verkehrsnetz gewährleisten eine funktionierende Verkehrsanbindung.
Die neue vorgesehene Buslinie mit Haltestellen am Holstenkamp, Historischer Zugang und Ebertplatz erschliesst das neue Quartier durch den Offentlichen Verkehr- Zahlreiche umsteige Beziehung am Ebertplatz verbinden es mit dem bestehenden Metrobus-Netz auch übergeordnet. Stadtrad Verleihstationen an den beiden Rändern und dem Historischen Zugang sorgen für eine Quartiersübergreifende Vernetzung und reduzieren den motorisierten Verkehr nachhaltig.
Eine neu geplante Langsamverkehrsverbindung (Fußgänger, Radfahrer) mit 5 m Breite entlang des Parkrandes schliesst an die bestehende übergeordnete Veloroute Ost- und Westseitig an. Über die Lutherhöhe findet das Quartier eine weitere Rad und Fussgänger Verbindung.
Um das südlich angrenzende Quartier am Kielkamp verkehrlich weiter zu entlasten, wird die Anbindung an Luruper Chaussee für Kfz zurückgebaut und die bestehenden Volkspark Besucher Parkplätze der August-Kirch-Strasse in die Haupterschliessung der Fuge verlegt. Auf dem Luruper Weg und am Holstenkamp erweitern reservierte Car Sharing Stellplätze zusätzlich das Mobilitätsangebot.
Die Parkierung wird längs zur Fassadenfront unter der Baumreihe angeordnet, beim historischen Zugang werden beidseitig der Strasse Parkplätze angeordnet. Die Fuge dient unterschiedlichsten Nutzungen, sei es für die angrenzenden Quartiere und Stadtteile oder die Parkbesucher.
Wird die Strasse abschnittsweise für den Verkehr gesperrt, eröffnen sich grosse Potentiale für temporäre Nutzungen wie beispielsweise ein Volksfest mit Festzelten, ein Rummel, ein grosser Flohmarkt oder ein Sportevent.