Alle Beiträge von biv-admin

Tödlicher Radunfall am Holstenkamp durch abbiegenden LKW

Am 19.3.2019 ist erneut ein Radfahrer von einem rechts abbiegenden LKW übersehen und tödlich verletzt worden. Dieser Unfall ereignete sich auf dem Holstenkamp-Ecke Große Bahnstraße. Reflexartig fordern in solchen Fällen Verbände und Parteien eine Verbesserung der technischen Ausstattung von LKW, vor allem eine gesetzliche Verpflichtung zur Einrichtung von Abbiegeassistenten. Damit wird jedoch suggeriert, dass technische Lösungen als einzige Reaktion auf solche Unfälle in Frage kommen. Selbstverständlich sollten Abbiegeassistenzsysteme eingeführt werden, Ampelschaltungen verbessert und die Radwege sicherer gestaltet werden.

Die Bürgerinitiative Holstenkamp fordert aber zusätzlich: LKW müssen durch intelligente Transportkonzepte soweit wie möglich aus Innenstädten verbannt werden. Der Holstenkamp ist schon jetzt stark befahren; mit dem geplanten Ausbau sollen
gemäß Lärmgutachten über 1000 Lkw am Tag ( 7 % Lkw Anteil bei 19000 Kfz/24 h) direkt am Volkspark entlang fahren. Damit steigt auch die Wahrscheinlichkeit von Unfällen. Hier sind Unfälle mit Kindern und Radfahrern vorprogrammiert.

Daher:

  • kein Ausbau des Holstenkamps als Durchgangsstraße!
  • Durchfahrtbeschränkungen für Lkw auf der Holstenkampverlängerung.
  • So wenig wie möglich LKW in Innenstädten, weder auf dem Holstenkamp noch sonst irgendwo!

Stadt „vergisst“ erforderliches Lärmgutachten für den Umbau der Kreuzung Trabrennbahn

Beim Umbau der Kreuzung Trabrennbahn/ Ebertplatz erfolgte eine Fahrbahnverlegung der Luruper Chaussee und neue Fahrstreifen im Kreuzungsbereich wurden eingerichtet. Weiterhin werden zwei Abbiegespuren zur geplanten Holstenkampverlängerung angelegt.

Gemäß Verkehrslärmschutzverordnung 16. BImschV ist dies eine wesentliche Änderung des Verkehrsweges. Hierfür ist nachzuweisen, dass an den benachbarten Wohnhäusern die Lärmgrenzwerte der 16. BImschV eingehalten werden. Das Verkehrslärmgutachten ist für einen Prognosehorizont von 10-15 Jahren zu erstellen. D.h. es ist die Zusatzbelastung durch die Einmündung der Holstenkampverlängerung am Ebertplatz unter Berücksichtigung des Verkehrs der geplanten Wohngebiete und der Science City  zu berücksichtigen. Über die Holstenkampverlängerung sollen 19.000 Kfz/24 h direkt am Volkspark entlang geführt werden, fast so viele Fahrzeuge wie auf der Luruper Chaussee, auf der zur Zeit 23.000 Kfz/24 h fahren.

Die BI Volkspark fordert, dass das erforderliche Lärmgutachten umgehend vorgelegt wird, da der Platz demnächst eröffnet wird.

Science City Bahrenfeld nur mit Schnellbahnanschluss! Bahrenfelder Appell im Rathaus übergeben

„Ein direkter, möglichst schnell zu realisierender Schnellbahnanschluss muss Bedingung für die Entwicklung des Wissenschaftsstandortes in Bahrenfeld sein!“ Das ist die Kernforderung aus dem Bahrenfelder Appell, der im Februar den Vereinen, Schulen und Kirchen in Bahrenfeld-Nord vorgelegt wurde. Die meisten Institutionen haben ihn unterschrieben. Auch die wenigen, die sich nicht für eine Unterschrift entscheiden konnten, haben erklärt, dass für sie eine Science City ohne Schnellbahnanschluss nicht akzeptabel sei. „Es gibt wohl kaum ein anderes Thema, in dem sich Bahrenfeld-Nord so einig ist“, sagt Jürgen Beeck, der Initiator des Bahrenfelder Appells. Angeschlossen haben sich auch die Initiativen aus den Nachbarstadtteilen, die seit vielen Jahren für eine Schnellbahnanbindung für Lurup, Osdorfer Born und die Stadt Schenefeld streiten.

Dr. Melzer nimmt den Bahrenfelder Appell entgegen. Foto: K. Johannsen

Auch in der Politik stellt niemand die Sinnhaftigkeit einer Schnellbahnanbindung für Bahrenfeld-Nord in Frage. Die Bezirksversammlung in Altona hat sich für eine Schnellbahn zur Science City ausgesprochen. (Beschluss 20-5547E). Hierin „wird der Senat … aufgefordert, …. zeitnah eine Schienenanbindung, vorzugsweise mit der S-Bahn (Variante S 32 Süd), sicherzustellen. Diese ist darüber hinaus über Lurup bis zum Osdorfer Born weiterzuführen. …“ Die Schienenanbindung wird hier jedoch nicht zur Bedingung für die Entwicklung des Wissenschaftsstandortes gemacht.

Jetzt ist der Bahrenfelder Appell an die Senatskanzlei und an die Altonaer Bezirksamtsleiterin Frau Dr. Melzer übergeben worden. Während die Bezirksamtsleiterin bei der Übergabe erklärt, dass sie auf eine baldige Lösung des Problems hofft, lässt der Erste Bürgermeister folgendes ausrichten: „Eine gute verkehrliche Anbindung der neuen Science City und damit Bahrenfeld ist dem Senat ein wichtiges Anliegen. Allerdings ist die genaue Planung noch in den Anfängen – wie ja die gesamte „Science City Bahrenfeld“.

Die Machbarkeitsuntersuchung (MBU) für die Schnellbahntrasse zum Osdorfer Born dürfte nahezu abgeschlossen sein. Darin werden zwei Trassen untersucht, von der nur die S32 über Bahrenfeld führt. Der Senat als Auftraggeber der (MBU) müsste die Anbindung der Science City vorgeben. Davon ist aber nichts bekannt. Zur Erinnerung: Die vor 45 Jahren versprochene U-Bahn zum Osdorfer Born ist dort bis heute nicht angekommen.

Die Science City Bahrenfeld darf nicht ohne Schnellbahn gebaut werden!

Text des Bahrenfelder Appells:

Science City Bahrenfeld nur mit Schnellbahnanschluss!

Am 22.01.2019 stellten der Hamburger Senat, die Universität Hamburg und DESY die Pläne für das neue Quartier Science City Bahrenfeld vor. Die Kette von der Grundlagenforschung bis zum Technologietransfer wird dort ebenso zu finden sein, wie ein Quartier für attraktives Wohnen und Erholen.

Ob es einen ein U- oder S-Bahnhof geben wird, ist noch unklar. Derzeit werden in einer Machbarkeitsuntersuchung für die „U5 West“ nach Lurup zwei Varianten untersucht, von denen jedoch nur eine, die S32 Süd, das Plangebiet anschließen würde.

Ein Schnellbahnanschluss ist aber unverzichtbar, weil das Straßennetz im Raum Bahrenfeld bereits seit Jahren überlastet ist, Staus gehören zum Alltag. Die oft überfüllten Busse haben zu oft erhebliche Verspätungen. Mit dem Bau neuer Hauptstraßen (z.B. Durchbindung des Holstenkamp zum Ebertplatz) wird das Problem nicht zu lösen sein.

Es ist eine Binsenweisheit, dass in einer modernen Metropole die Verbindung zwischen Zentren in erster Linie mit Schnellbahnen gewährleistet werden müssen, weil sie wenig Platz brauchen und umweltfreundlich sind. Es darf nicht noch einmal passieren, dass für ein Großprojekt eine U-Bahn versprochen, aber dann nicht gebaut wird. So wartet der Osdorfer Born seit 45 Jahren auf eine Schienenanbindung.

Ein direkter, möglichst schnell zu realisierender Schnellbahnanschluss muss Bedingung für die Entwicklung des Wissenschaftsstandortes in Bahrenfeld sein!

Unterzeichner aus Bahrenfeld:

Bürgerinitiative Volkspark e.V. Bahrenfelder Turnverein von 1896 e.V.
Bürgerverein Bahrenfeld von 1879 e.V. STS Bahrenfeld
Schule Kielkamp Luthergemeinde Bahrenfeld
Heimstättervereinigung Steenkamp e.V.  

Unterstützer aus den Nachbarorten:

Starten:BahnWest! Borner Runde
Arbeitskreis Verkehrsplanung Schenefeld Luruper Forum

Kein Verkehrskonzept für die Science City !

Rund um den Forschungscampus Bahrenfeld sollen neue wissenschaftliche Institute und Einrichtungen sowie rund 2.500 Wohnungen entstehen. Die Science City Bahrenfeld soll eine Fläche von 125 Hektar umfassen. Die ersten Architekturwettbewerbe dafür sollen schon 2020 starten.

Planung Ebertplatz Quelle: BSW-Science City Bahrenfeld

Am 11.2.2019 fand im DESY-Hörsaal eine Informationsveranstaltung zur Science City Bahrenfeld (SCB) statt. In Zukunft sollen am Wissenschaftsstandort Bahrenfeld 15.000 Personen (statt bisher 2.400) arbeiten.

Die Bezirksamtsleiterin Dr. Melzer hob in ihrer Eröffnungsrede zwar die Bedeutung einer Schienenanbindung für die SCB hervor. Konkrete Zusagen dafür liegen aber nicht vor. Dem Thema Verkehr wurde in den Plenarvorträgen ansonsten kaum Bedeutung beigemessen. Dies wurde in der nachfolgenden Diskussion massiv kritisiert, da die Anzahl der Beschäftigten um das Sechsfache steigen wird. Auch wie bereits vor Realisierung einer Schnellbahn der stark steigende Verkehr abgewickelt werden soll, konnte nicht erklärt werden. Die anwesenden Behördenvertreter erklärten sich für Verkehr nicht zuständig. Ein Teilnehmer bemängelte das Fehlen eines Vertreters der Verkehrsbehörde. Die Vorstellung des Bahrenfelder Appells der BI Volkspark und der Initiative Starten:BahnWest! fand breite Zustimmung. Hauptforderung ist:

Ein direkter, möglichst schnell zu realisierender Schnellbahnanschluss muss Bedingung für die Entwicklung des Wissenschaftsstandortes in Bahrenfeld sein.

Kritisiert wurde weiterhin, dass die neue Verkehrsachse vom Holstenkamp zur Notkestraße in den Plänen hinter vielen Bäumen „versteckt“ wurde. Auf dieser Strecke sollen 19.000 Kfz/Tag direkt am Volkspark entlang zur SCB geführt werden. 

In der Werbebroschüre des Senats klingt das anders:

„In Bahrenfeld wird mit der Science City ein bedeutendes stadtentwicklungspolitisches Zukunftsprojekt Hamburgs entstehen. Hier wird ein neuer urbaner Raum entwickelt, in dem zu der vorhandenen Wohnbebauung ein modernes, gemischt genutztes Quartier mit 2.500 Wohnungen hinzukommt. Um die Science City lebenswert zu gestalten, ist ein intelligentes Mobilitätssystem geplant: Direkter Zugang zum Schnellbahnsystem in Verbindung mit modernen Mobilitätshubs sowie innovative Beförderungskonzepte auf dem Campus, wie Bus-Shuttle-Systeme, sollen einen autofreien Campus ermöglichen. Neben dem Anschluss der Science City Bahrenfeld an die Schnellbahn werden auch neue Velorouten und die Anbindung an überregionale Radschnellwege geprüft, um die neue Vision der modernen Fortbewegung im Stadtteil umzusetzen.“

Ob sich die Verkehrsplanung wirklich gebessert hat, ist zu bezweifeln, da für die Holstenkampverlängerung gemäß aktuellem Lärmgutachten jetzt 19.000 Kfz/24 h zu Grunde gelegt wird. Das ist 27% mehr als die 15.000 Kfz/24 h, die bisher als Maximum genannt wurden und fast so viel Verkehr wie auf der Luruper Chaussee, die 23.000 Kfz/24 h aufweist.  Es ist also geplant noch mehr Verkehr durch die neue Verkehrsachse zu leiten.

Die gesamte Planung mit aktuellen Plänen ist hier abgelegt.

https://fiona.uni-hamburg.de/a0e139bf/broschueresciencecitybahrenfeld.pdf

https://www.nahverkehrhamburg.de/faehrt-kuenftig-die-s32-zur-science-city-bahrenfeld-10794/

https://www.hamburg.de/sciencecity/

https://www.skyfish.com/p/fhh/1419069

Planfeststellungsbeschluss A 7 Deckel Altona

Die Planfeststellungsbehörde hat am 18. Dezember 2018 die Planung festgestellt. Gegen diesen Planfeststellungsbeschluss kann binnen eines Monats nach seiner Zustellung Klage beim Bundesverwaltungsgericht erhoben werden.

Folgende Einwendungen betreffen die Holstenkampverlängerung:

2.5.3.2.3 Einwendungen zur betrieblichen Schadstoffbelastung S.283

Die wesentliche Einwendung war, das zu niedrige Verkehrszahlen und Lkw-Anteile auf der Holstenkampverlängerung und weiteren Straßen in Bahrenfeld zu Grunde gelegt wurden.

In Kapitel 2.5.3.2.3 des Planfeststellungsbeschlusses  wird behauptet, dass eine neue Berechnung zur Schadstoffbelastung mit den höheren Verkehrszahlen stattgefunden habe. Die Ergebnisse werden nicht dargestellt. Es wird nur behauptet, das es keine Grenzwertüberschreitungen an beurteilungsrelevanten Immissionsorten gibt.

2.5.3.4.1 Verkehrsentwicklung im Planungsgebiet S.310

Auf den Plänen ist eine 21 m breite Querung des Deckels in Verlängerung des Holstenkamps ersichtlich. Der Holstenkamp ist damit genauso breit wie eine 4- spurige Fahrbahnseite der A7 geplant.

geplante 21 m breite Querung des Deckels in Verlängerung des Holstenkamps

Wesentliche Einwendung: Die Planfeststellung ist eine Vorfestlegung des im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens vorgesehenen Ausbaus des Holstenkamps. Dies ist anhand der geplanten Deckelverstärkung in Höhe des Holstenkamps ersichtlich.

Hierbei wird nur auf das der Planfeststellung nachfolgende Bebauungsplanverfahren verwiesen.

Eine Prüfung durch das renommierte Umweltanwaltbüro Mohr Rechtsanwälte (Elbvertiefungsklage) hat ergeben, dass es das Kostenrisiko der Stadt ist (also der Steuerzahler), wenn dort eine Deckelverstärkung ohne rechtsverbindliche Straßenplanung gebaut wird.

Lärmgrenzwerte der Verkehrslärmschutzverordnung gravierend überschritten

Eine 2018 erstellte Lärmtechnische Untersuchung für den Holstenkamp östlich des Deckels im Bereich des Pflegeheims zeigt, dass die Anwohner des Holstenkamps in Zukunft mit einer Überschreitung der Lärmgrenzwerte der Verkehrslärmschutzverordnung um bis zu 11 dB(A) rechnen müssen. Für die Berechnung wurde auf dem Holstenkamp eine Durchschnittliche tägliche Verkehrsstärke (DTV) von 19.000 Kfz/24 h zu Grunde gelegt. Das ist deutlich mehr als die 15.000 Kfz/24 h die bisher als Maximum genannt wurden. Es ist also geplant noch mehr Verkehr durch die neue Verkehrsachse zu leiten. Die Anwohner haben durch das renommierte Büro Mohr Rechtsanwälte (Elbvertiefungsklage) eine rechtliche Stellungnahme eingeholt:

„Tatsächlich ergeben sich aus dem Lärmgutachten für weitere Bereiche der Bestandsbebauung und auch für die geplanten neuen Gebäude sehr starke Grenzwertüberschreitungen, die auch unter Berücksichtigung angedachter (kleinerer) aktiver Schallschutzmaßnahmen in vielen Bereichen sogar die Lärmsanierungswerte von 67/57 dB(A) überschreiten würden, die nach der neuesten Rechtsprechung des BVerwG auch die eigentumsrechtliche Zumutbarkeitsschwelle definieren.“

Fahrraddemo in Bahrenfeld gemeinsam mit ADFC und VCD


Fast 200 Radler und Radlerinnen demonstrierten am Sonnabend den 9.Juni für eine bessere Verkehrsplanung in Hamburg. Am südlichen Rand des Volksparks soll ab 2020 das Wohngebiet „Wohnen am Volkspark“ mit 3.000 Wohnungen entstehen. Zwischen diesem Wohngebiet und dem Volkspark soll eine Hauptverkehrsstraße über den künftigen Altonaer A7-Deckel (ca. 2025) gebaut werden. Dieser „Neue Holstenkamp“ soll Notkestraße und Eimsbütteler Markt miteinander verbinden und schließlich in die Fruchtallee münden. So will die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI) Stresemannstraße und Bahrenfelder Chaussee entlasten. Das Verkehrskonzept für „Wohnen am Volkspark“ weist zwar ein detailliertes Straßenkonzept aus, aber nur ein rudimentäres ÖPNV- und ein verbesserungswürdiges Radwegekonzept. Ein Schnellbahnanschluss spielt überhaupt keine Rolle. Es steht außer Frage, dass Bahrenfelder Chaussee und Stresemannstraße schon heute überlastet sind. Die seit Jahren rege Bautätigkeit besonders in Bahrenfeld und Lurup wird sich auch in wachsendem Verkehr niederschlagen. Doch eine weitere Straße würde mehr Autos in den Stadtteil bringen, das Stauproblem mittelfristig nicht lösen. Die Lösung kann nur im konsequenten Ausbau des ÖPNV und Radverkehrs liegen. Diese Verkehrsmittel benötigen weniger Platz und sind umweltverträglicher. Die Bürgerinitiative Volkspark fordert eine Verkehrsplanung, die ÖPNV und Radverkehr so attraktiv macht, dass sie eine echte Alternative zum Auto sind: Schnellbahn von Diebsteich über Bahrenfeld-Nord nach Lurup (schnelle und bequeme Buslinien als Zwischenlösung), sowie eine direkte, sichere Fahrradverbindung vom Osdorfer Born zum künftigen Fernbahnhof Diebsteich und eine Veloroute von dort weiter Richtung Innenstadt.
Die Fahrraddemo gegen die geplante Holstenkampverlängerung führte von der Trabrennbahn Bahrenfeld zum Bahnhof Diebsteich.

Die Stadt möchte auf der Trabrennbahn und den benachbarten Kleingarten ca. 3000 Wohnungen errichten. Die Stadt setzt dabei einseitig auf eine Erschließung durch Pkw über die geplante Holstenkampverlängerung. Der Start der Demo erfolgte an der Baustelle, wo die Verlängerung des Holstenkamps über den A7 Deckel einmünden soll. Die neue Einmündung der Straße wird durch die aktuelle Baustelle zur Verbreiterung der Luruper Chaussee bereits vorbereitet.

Über diese Straße sollen 19000 Kfz/Tag fahren. Das ist fast soviel, wie die Luruper Chaussee, auf der hier 23000 Kfz/Tag verkehren! In Zukunft soll der Verkehr aus den Elbvororten über die Notkestraße über diese Abkürzung zum Holstenkamp in Eimsbüttel geleitet werden. Die Straße soll direkt am Volkspark verlaufen. Dadurch wird der Volkspark verlärmt und mit Abgasen belastet. Außerdem wird der Zugang zum Volkspark insbesondere für Kinder zum Sicherheitsrisiko.
In dem Verkehrsgutachten der Stadt, dass ohne Ausschreibung für 78000 € vergeben wurde, wird fast nur der Pkw-Verkehr berücksichtigt. Erst die BI Volkspark musste die teuer bezahlten Planer auf die Idee bringen, dass das neue Wohngebiet ideale Voraussetzungen für den Bau eines Radschnellwegs bietet.

Alle Initiativen fordern daher eine Verkehrsplanung, die ÖPNV und Radverkehr so attraktiv macht, dass sie eine echte Alternative zum Auto sind:
-Um den Durchgangsverkehr aus dem Wohngebiet zu halten soll eine Durchfahrt über den Deckel nur für Busse, Taxis und Radfahrer möglich sein.
-Außerdem muss die S-Bahn von Diebsteich über Bahrenfeld-Nord nach Osdorf führen. Dies ist deutlich besser als die alternative U5 über Stellingen.

Behelfsbrücke am Kielkamp für Fußgänger und Radfahrer über A7 Deckelbaustelle in Bahrenfeld kommt

Die Brücke Kielkamp- Lutherhöhe (Querung Kielkamp) über die A7 stellt eine der wichtigsten Ost-West Radverkehrsverbindungen von der Notkestraße mit DESY nach Eimsbüttel dar. Diese Verbindung sollte während der Bauzeit des Deckels für 7 Jahre unterbrochen werden. Dadurch wären auch die Wege zur Schule Kielkamp und zum Kindergarten in der Lutherkirche abgeschnitten worden. Aufgrund der vielen Einwendungen im Planfestellungsverfahren zum A7 Deckel Altona hat die Verkehrsbehörde jetzt beschlossen, dass die von der Bürgerinitiative Volkspark geforderte Behelfsbrücke errichtet wird. Hierdurch werden Radfahrern und Fußgängern lästige Umwege über Hauptverkehrsstraßen erspart.

Fahrraddemo Samstag, 9. Juni

Dicke Luft am Volkspark? Nein Danke!
Verkehr umdenken und umlenken – vom Auto in Bus/Bahn oder aufs Rad
Fahrraddemo in Bahrenfeld
Samstag, den 9. Juni 2018 um 11:00 Uhr
ca. 8 km – Start und Ziel: Bushaltestelle Trabrennbahn Bahrenfeld

Volksparkdemo Flugblatt Forderungen für Soziale Netzwerke
Am südlichen Rand des Volksparks soll ab 2020 das Wohngebiet „Wohnen am Volkspark“ mit 3.000 Wohnungen entstehen. Zwischen diesem Wohngebiet und dem Volkspark soll eine Hauptverkehrsstraße über den künftigen Altonaer A7-Deckel (ca. 2025) gebaut werden. Dieser „Neue Holstenkamp“ soll Notkestraße und Eimsbütteler Markt miteinander verbinden und schließlich in die Fruchtallee münden. So will die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI) Stresemannstraße und Bahrenfelder Chaussee entlasten.
Das Verkehrskonzept für „Wohnen am Volkspark“ weist zwar ein detailliertes Straßenkonzept aus, aber nur ein rudimentäres ÖPNV- und ein verbesserungswürdiges Radwegekonzept. Ein Schnellbahnanschluss spielt überhaupt keine Rolle.
Es steht außer Frage, dass Bahrenfelder Chaussee und Stresemannstraße schon heute überlastet sind. Die seit Jahren rege Bautätigkeit besonders in Bahrenfeld und Lurup wird sich auch in wachsendem Verkehr niederschlagen. Doch eine weitere Straße würde mehr Autos in den Stadtteil bringen, das Stauproblem mittelfristig nicht lösen. Die Lösung kann nur im konsequenten Ausbau des ÖPNV und Radverkehrs liegen. Diese Verkehrsmittel benötigen weniger Platz und sind umweltverträglicher.
Die Bürgerinitiative Volkspark fordert eine Verkehrsplanung, die ÖPNV und Radverkehr so attraktiv macht, dass sie eine echte Alternative zum Auto sind: Schnellbahn von Diebsteich über Bahrenfeld-Nord nach Lurup (schnelle und bequeme Buslinien als Zwischenlösung), sowie eine direkte, sichere Fahrradverbindung vom Osdorfer Born zum künftigen Fernbahnhof Diebsteich und eine Veloroute von dort weiter Richtung Innenstadt.

Flugblätter zum weiterverbreiten:

  • Format DIN-A4
  • Format DIN-A6
  • Auswertung der Bürgerbeiträge der Onlinebeteiligung

    Die Stadt hat eine interaktive Karte im Internet eingerichtet, auf der jeder seine Meinung zur Planung der Holstenkampverlängerung im Internet eingeben konnte. Mit der Auswertung wurde ausgerechnet das Straßenplanungsbüro SBI beauftragst, das von vielen Bürgern kritisiert wird, da es bei der Verkehrsplanung Bahrenfeld-Nord fast nur den Autoverkehr berücksichtigt. In den 108 Bürgerbeiträgen fand sich kein einziger Befürworter der Holstenkampverlängerung. Deutliche Kritik wird an der grundsätzlichen, übergeordneten Verkehrsplanung geübt, die zu einseitig auf den motorisierten Individualverkehr setzt und alternative Mobilitätsformen zu wenig berücksichtig. Eine Durchbindung des Holstenkamps zwischen Schnackenburgallee bis zum Ebertplatz wird in diversen Beiträgen der Onlinebeteiligung abgelehnt. Eine Durchfahrt solle es nur für Busse, Taxen und Radfahrer geben. Quartiersfremder Verkehr soll um das Plangebiet herumgeführt werden. Für die Holstenkampverlängerung, die Ebertalle und auch die Notkestraße werden Tempo-30-Zonen sowie bauliche Verkehrsberuhigungsmaßnahmen wie z.B. Kreisverkehre, Verkehrsinseln und lärmarme Fahrbahnbeläge gefordert. Weiterhin wird der zur Zeit geprüfte Anschluss an die S-Bahn gefordert, um den Autoverkehr zu verringern. Die Bürgerinitiative Volkspark e.V. schlägt darüber hinaus vor, einen Radschnellweg abseits der Hauptverkehrsstraßen von Osdorf bis zum geplanten Fernbahnhof Diebsteich durch das Plangebiet zu schaffen. In einer Stellungnahme hat die Verwaltung fast alle Vorschläge der Anwohner als nicht durchführbar zurückgewiesen. Lediglich der Radschnellweg und die S-Bahn sollen geprüft werden.
    Alle Details zum Download hier
    http://www.hamburg.de/fernstrassen/beteiligungsverfahren-holstenkamp/