BI Volkspark fordert Radschnellweg von Osdorf zum Diebsteich

Radschnellweg2
„Bisher noch eine Idee: Radschnellwege“ so steht es auf der offiziellen Internetseite der Stadt Hamburg. Aber eigentlich müsste die Frage Lauten: Warum eigentlich nur eine Idee?
Unter einem Radschnellweg versteht man einen Radweg, der für Radfahrer die gleichen Anforderungen, wie eine Autobahn für Autofahrer erfüllt.
Die Bürgerinitiative Volkspark fordert die Anbindung des Neubaugebiets Bahrenfeld-Nord an das Velorouten Netz durch einen Radschnellweg:
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Radschnellweg2

Radschnellweg2
Ausgehend vom Nordast der Veloroute 1 führt der Weg vorbei am Desy, durch das Wohngebiet Bahrenfeld-Nord zum Fernbahnhof Diebsteich und weiter Richtung Innenstadt.
Damit würden Osdorf und insbesondere die Hochhaussiedlungen am Osdorfer Born erstmals auf direktem Weg durch einen qualitativ hochwertigen Radweg an die Innenstadt angeschlossen. Die Veloroute 1 macht einen deutlichen Umweg über die Elbvororte und ist für Osdorfer dadurch unattraktiv.
Bahrenfeld insbesondere die Arbeitsplätze des Desy, der geplante Unistandort Bahrenfeld und das geplante Wohngebiet Bahrenfeld-Nord würden überhaupt neu an das Velorouten Netz angebunden. Warum alle bisher geplanten Velorouten einen weiten Bogen um Bahrenfeld machen ist ohnehin unverständlich.
Außerdem würde der Bahnhof Diebsteich, der nach aktuellen Planungen als einziger Fernbahnhof Hamburgs keinen Anschluss an das Velorouten Netz erhalten soll, adäquat angeschlossen. Durch entsprechende Bike&Ride Angebote entstünden zahlreiche neue, attraktive Möglichkeiten von kombinierten Rad und ÖPNV Verbindungen. Anwohner des Wohngebiets Bahrenfeld-Nord wären beispielsweise in 5 min. am Bahnhof Diebsteich und nach weiteren 9 min. mit der S-Bahn, also insgesamt in einer Viertelstunde am Hauptbahnhof.
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Ein Radschnellweg bringt dabei gegenüber herkömmlichen Radwegen (Standard Velorouten in Hamburg) eine höhere Reisegeschwindigkeit, ein stressfreieres Fahren, eine höhere Sicherheit und eine höhere Kapazität.
Insgesamt kann davon ausgegangen werden, dass mit einem Radschnellweg wesentlich mehr Menschen dazu bewogen werden können, auf das Fahrrad umzusteigen, als mit einem herkömmlichen Radweg.
Es ist verständlich, dass es baulich äußerst komplex ist, einen Radschnellweg in eine dicht bebaute Stadt zu integrieren und deshalb nicht alle Velorouten so ausgebaut werden können.
Dieser Radweg verläuft jedoch überwiegend durch ein Neubaugebiet, wo der ein Ausbau als Radschnellweg von vorne herein eingeplant und der Weg somit gut in das Gebiet integriert werden kann. Außerhalb des Neubaugebiets verwendet der Weg bereits bestehende Verbindungen, die nur entsprechend ausgebaut werden müssten.
Es gibt im innerstädtischen Bereich Hamburgs nicht viele Routen, auf denen ein 5 km (in einer Untersuchung des Landes Nordrhein-Westfalen empfohlene Mindestlänge für Radschnellwege) langer Radschnellweg mit so wenig Aufwand realisiert werden kann, wie hier. Die Erkenntnisse dieses wohl ersten Radschnellwegs Hamburgs werden dringend für den geplanten Bau weiterer Radschnellwege im Raum Hamburg gebraucht. Auch dieser Radweg kann gut über den Osdorfer Born nach Schenefeld und andere Schleswig-Holsteiner Vororte Hamburgs verlängert werden. Die Chance, im Rahmen der Neugestaltung dieser Gegend einen Radschnellweg zu realisieren sollte im Sinne des Ziels des Hamburger Senats, den Radverkehr zu fördern genutzt werden!!!

Weiterführende Links:
Eine detaillierte Wegbeschreibung mit Karte als PDF finden Sie hier.
Den entsprechenden Beschluss der Bezirksversammlung Altona finden Sie hier.
Die Seite des ADFC zum Radschnellweg finden Sie hier.
Die Seite der Steenkamper zum Radschnellweg finden Sie hier.
Eine Presseerklärung der Altonaer Grünen finden Sie hier.

  • Presseartikel zum Thema:
  • Hamburger Abendblatt 24.03.2018: Leserbrief: Mehr Kontakt zu den Bürgern
  • Hamburger Abendblatt 21.03.2018: Altona soll eine neue Veloroute bekommen
  • hamburgize 21.03.2018: Downgrading in Hamburg-Altona: Vom Radschnellweg zur Veloroute 15
  • hamburgize 19.03.2018: Bezirk Altona beschließt erste Radschnellwegplanung für Hamburg
  • Elbe Wochenblatt 14.03.2018: „Fahrradautobahn“ macht Fortschritte – Bezirksversammlung stimmt Antrag von Bürgerini zu
  • Luruper Nachrichten 28.02.2018: Bezirksversammlung für Radschnellweg Osdorf-Diebsteich
  • Luruper Nachrichten 28.02.2018: Grüne unterstützen Bürgerwunsch nach neuem Radschnellweg in Altona
  • Dorfstadt 22.02.2018: Neuer Fahrradweg kommt
  • Luruper Nachrichten 07.02.2018: Politik diskutierte Radschnellweg Osdorf – Fernbahnhof Diebsteich
  • Luruper Nachrichten 07.02.2018: Fraktionen beraten über Radschnellweg Osdorf-Diebsteich
  • Elbe Wochenblatt 07.02.2018: Bloß keine Autos?
  • Elbe Wochenblatt 24.10.2017: Flotte Strecke für Radler
  • Luruper Nachrichten 16.10.2017: Radschnellweg von Osdorf/Lurup zum Diebsteich!
  • Jetzt 3000 Wohnungen am Volkspark geplant – dadurch mehr Verkehr und weniger grün

    Auf einer Infoveranstaltung am 27.6.2017 stellten die Stadt und die Schweizer Architekten die geplante Bebauung am Volkspark und auf der Bahrenfelder Trabrennbahn vor. Die Architekten erhielten viel Beifall für ihr Konzept, das eine Erweiterung des Volksparks vorsieht. Von der Stadt wurde aber erklärt, dass gegenüber dem Wettbewerbssiegerentwurf der Architekten 40 % mehr Wohnungen gebaut werden sollen, als bisher geplant. Jetzt sind 3000 Wohnungen geplant. Dafür soll es weniger Grünflächen geben und direkt am Volkspark sind jetzt 5-6 geschossige Wohnungen geplant.
    Durch den Mehrverkehr der zusätzlichen Wohnungen steigt der Verkehr auf der Verlängerung des Holstenkamps zur Notkestraße nach Angaben des Straßenplanungsbüros SBI um weitere 1600 Fahrzeuge/Tag an. Damit liegt man jetzt bei 17-19.000 Fahrzeugen je Tag auf der neuen Hauptverkehrsstraße entlang des Volksparks. Der Straßenplaner, der das Verkehrskonzept vorstellte, äußerte sich fast nur zum Autoverkehr. Die aktuelle S32 – Bahnplanung berücksichtige er mit keinem Wort. Dies stieß auf energischen Widerstand vieler Besucher der Veranstaltung. Fast alle Besucher der Veranstaltung kritisierten das autolastige Verkehrskonzept. Nach Gesprächen mit der BI Volkspark sollen jetzt noch einmal mehrere Varianten der Deckelquerung u.a. über den Hogenfeldweg untersucht werden. Welche Auswirkungen das auf das laufende Planfeststellungverfahren für den Altonaer Deckel hat, konnten die Planer nicht sagen.
    Für die Holstenkampverlängerung und die Planungen “Wohnen am Volkspark” wird eine Online-Beteiligung durchgeführt, auf der jeder seine Vorschläge, und Meinungen zum zukünftigen Aussehen der Bebauung und dem Verkehrskonzept los werden kann. Man wählt ein Thema, klickt auf die Karte und stellt Vorschläge, Anmerkungen, Meinungen zum zukünftigen Aussehen der Planung ein.
    Alle Beiträge werden den Planern zur Verfügung gestellt und fließen in das weitere Planverfahren ein. Die Online-Beteiligung endet am 28. Juli 2017. Die Beiträge bleiben danach online und sind jederzeit einsehbar.

    http://www.hamburg.de/fernstrassen/beteiligungsverfahren-holstenkamp/

    Abriss der Lutherbrücke ohne Ersatzbrücke geplant- wichtiger Radweg für 7 Jahre gesperrt

    Die Brücke Kielkamp- Lutherhöhe über die A7 stellt eine der wichtigsten Ost-West Radverkehrsverbindungen von der Notkestraße mit DESY nach Eimsbüttel dar.
    Diese Verbindung soll während der Bauzeit des Deckels für ca. 7 Jahre unterbrochen werden.
    Dadurch werden auch die Wege zur Schule Kielkamp und zum Kindergarten in der Lutherkirche abgeschnitten!
    Die viel längere Ausweichstrecke durch den Lärm und die Abgase der Bahrenfelder Chaussee stellt für Radfahrer und Fußgänger, die in den Lutherpark wollen, keine Alternative dar und wiederspricht der im Luftreinhalteplan als zwingende Maßnahme festgelegten Radverkehrsförderung.
    Die BI Volkspark fordert daher den Bau einer Behelfsbrücke für Fußgänger und Radfahrer !!!
    Bei Gesamtkosten des Altonaer Deckels von 540 Millionen € fallen die Mehrkosten für eine Behelfsbrücke nicht ins Gewicht.
    Weiterhin ist anzumerken, dass die Radverbindung durch den Lutherpark nach Eimsbüttel schon in den letzten Jahren gravierend verschlechtert wurde:

      1. Radfahrer und Fußgänger aus Richtung Eimsbüttel müssen jetzt 3 Ampeln anstatt bisher eine passieren, um die Schnackenburgallee zu überqueren, was zu langen Wartezeiten führt.
      2. Im Lutherpark wurde auf dem Radweg ein Doppelabsperrgitter errichtet, um Radfahrer zu behindern.

    Im Planfeststellungsverfahren des Altonaers Deckels wurden zahlreiche Einwendungen gegen den Abriss der Lutherbrücke ohne Ersatzbrücke gemacht.
    Ein mögliches Einwendungsschreiben finden Sie hier. Gerne können Sie den Text auch persönlich anpassen.

    Holstenkampverlängerung wird vorbereitet- 40 Bäume werden gefällt

    Der Platz an der Bushaltestelle Trabrennbahn (Ebertplatz) -zur Zeit ein Kreisverkehr- soll in Zukunft im Gegenverkehr befahrbar werden, damit möglichst viel Verkehr aus der Notkestraße in die neu geplante Durchgangsstraße Richtung Holstenkamp gelenkt werden kann (Im Plan oben rechts skizziert). Weiterhin wird die Luruper Chaussee auf 8 Fahrstreifen verbreitert und ein Teil der Luruper Chaussee auf das Gelände der Trabrennbahn verlegt. Hierfür sollen 40 Bäume gefällt werden. Diese Planung wurde am 07.09. 2017 der Öffentlichkeit als “Busbeschleunigungsprogramm Metrobuslinie 2 & 3, Teilbaumaßnahme Umbau Ebertplatz” vorgestellt. Das Umsteigen zwischen den Buslinien 1, 2, 3 & 286 soll auf der Mittelinsel einfacher werden. Auf der Veranstaltung wurden die zwei für die Holstenkampverlängerung vorgesehenen Abbiegespuren und das Fällen von 40 Bäumen massiv kritisiert. Weitere Forderungen waren Tempo 30 im Kreuzungsbereich. Kritik rief auch der Vorschlag der Planer hervor, das die Radfahrer im neuen Kreisverkehr an der Einmündung der Notkestraße den Autoverkehr langsamer machen sollen, da bei 5 m Spurbreite viele Autofahrer probieren werden Radfahrer im Kreisverkehr zu überholen. Offen geblieben ist trotz intensiver Diskussion wie Radfahrer und Fußgänger diese veränderte Kreuzung sicher und auf kürzestem Wege überqueren können.
    Die genaue Planung finden Sie hier.

    BI Volkpark fordert Erschließung durch Gewerbegebiet am Hogenfeldweg statt über Holstenkamp

    Mit dieser Straßenführung sind folgende Vorteile verbunden:

      Die Straße führt am Gewerbegebiet Winsbergring entlang und nicht an
      schützenswerter Wohnbebauung.
      Die bebaubare Fläche wird größer, da die Straße in einem Bereich
      verlaufen kann, der nicht bebaut werden darf (Sicherheitszone um chemischen
      Betrieb).
      Vom Straßenlärm wären nur die Nordseiten von neu zu errichtenden
      Gebäuden betroffen, während bei der Führung über den Holstenkamp die schöne
      Südseite mit Blick auf den Lutherpark betroffen wäre.
      Der Holstenkamp muss im Bereich des Lutherparks und am Pflegeheim
      als verkehrsberuhigte Sackgasse geführt werden. Durchfahrt über den Deckel
      nur für Radfahrer.
      Die Straße führt direkt am Bauhof vorbei und bindet ohne Kreuzung
      an die „Parklane“ genannte Erschließungsstraße aus dem
      Architekturwettbewerb „Wohnen am Volkspark“ an.

    Die BI fordert keine Festlegung des Holstenkamps als Deckelquerung im 2018
    vorgesehenen Planfeststellungsbeschluss für den Autobahndeckel. Stattdessen
    muss die Trasse für eine Querung im Bereich des Hogenfeldwegs bei der
    Deckelplanung festgelegt werden.

    Der genaue Verlauf der Erschließungsstraße, soll laut „letter of intent“
    zwischen dem Senat und dem Bezirk Altona erst im weiteren Planungsverlauf
    festgelegt werden. Im geltenden Bebauungsplan Bahrenfeld 10 ist der
    Hogenfeldweg bereits als besonders breite Verkehrsfläche
    (Hauptverkehrsstraße) ausgewiesen.

    Architekten kritisieren Ausbau der Luruper Chaussee

    Christoph Mäckler Architekten (2.Wettbewerbspreis) kritisieren 9-streifigen Ausbau der Luruper Chaussee an der Trabrennbahn

    Ziel einer zeitgemäßen Verkehrsplanung muss eine Anpassung an städtebauliche Belange sein. Die für den Wettbewerb als Grundlage vorgelegten Pläne (insbesondere die zur 2. Phase des städtebaulichen Wettbewerbs in Hamburg Altona als Basis vorgelegte Verkehrsplanung des Areals um den Ebertplatz) konnten – da der Städtebau selbst Objekt des Wettbewerbs ist — diese Anpassung fraglos nicht leisten. Aus diesem Grund werden im Folgenden Vorschläge für eine städtebauliche Anpassung der vorgeschlagenen Verkehrslösung gemacht:
    Die Richtlinie für die Anlage von Stadtstraßen (RASt 06) empfiehlt für einen — in diesem Falle sicher unvermeidlichen — individuellen Straßenraumentwurf eine Planung „vom Rand aus“ („Städtebauliche Bemessung“). Zitat: „Städtebaulich bemessene“ Querschnitte berücksichtigen vorrangig die Nutzungen der Straßenränder, der Bewohner und Besucher von Straßen, des Längsverkehrs von Fußgängern und Radfahrern (sofern sie im Seitenraum geführt werden) sowie das Wohlbefinden der Benutzer des Straßenraums durch angenehme Proportionen zwischen befahrenen und unbefahrenen Flächen sowie innerhalb dieser Flächen“.
    Die städtebauliche Bemessung muss in diesem Falle das neu entstehende Gebiet mit einer erhöhten Frequenz von Fuß- und Radverkehr und dem Bedarf an Anwesenheit in dem Areal um den Ebertplatz berücksichtigen. Dabei sind durchgehende Gehwegverbindungen auf den Platz und über die Straße unerlässlich. Zu lange Überquerungswege gefährden den Kontakt mit der anderen Straßenseite und den dortigen Einrichtungen extrem.
    Daher können die bereits heute sehr langen Querungswege über die Luruper Chaussee nicht verlängert werden. Es wird daher vorgeschlagen, die heutige, funktionsfähige Organisation der Bushaltestellen nur gering zu ändern und Beschleunigungsmaßnahmen vorrangig durch eine verbesserte Signalisierung vorzunehmen. Dies erlaubt auch eine Organisation des motorisierten Verkehrs — auch unter Einbeziehung des neuen Plangebietes -, die den Verkehrsraum nicht unzuträglich vergrößert.
    Die Forderung der RASt 06 nach „angenehmen Proportionen“ kann damit eingehalten werden. Die gute Zugänglichkeit der Bushaltestellen erhöht die Attraktivität des öffentlichen Verkehrs und verringert die Gesamtreisezeit für die Nutzer Die Raumgewinne im Kreuzungsbereich erlauben die Ausstattung der Haltestellen mit Anlagen zum Abstellen von Fahrrädern und Stationen für „bike-sharing“.
    Generell lassen sich durch kleinteilige Maßnahmen gegenüber dem heutigen Zustand die Bedingungen für Fußgänger und Fahrradverkehr deutlich verbessern. Grundsätzlich werden Fuß und Fahrradwege an die Straßenecken vorgezogen, aus dem neu geplanten Gebiet heraus ergibt sich eine attraktive durchgehende Fußgängerachse in die Ebert-Allee.
    Längs sämtlicher Straßen sind breite Radwege, möglichst in Form von Radfahrstreifen, mit der Breite von 2,00 Metern (ERA 2 ) vorgesehen. An den Haltestellen des ÖPNV werden Abstellanlagen und an zentralen Punkten werden Flächen für Bikesharing-Angebote eingeplant.
    Insgesamt ist zu berücksichtigen, dass durch die bauliche Mischung und die gute Erreichbarkeit von Haltestellen des ÖPNV das Aufkommen des motorisierten Verkehrs aus dem neu geplanten Stadtquartier deutlich unter den üblichen Werten liegen sollte.

    Mobiltätsskonzept des Städtebauwettbewerbsiegers

    Sieger: Büro Leismann AG / Maurus Schifferli Landschaftsarchitekt aus der Schweiz; Quelle: BSW

    Die vorgesehene neue Haupterschliessung entlang der Promenade am Park erzeugt durch Geometrie und Sequenzen von Plätzen den nötigen Widerstand um zusätzlichen Durchgangsverkehr weitestgehend zu verhindern. Drei Anbindungen an das bestehende Verkehrsnetz gewährleisten eine funktionierende Verkehrsanbindung.
    Die neue vorgesehene Buslinie mit Haltestellen am Holstenkamp, Historischer Zugang und Ebertplatz erschliesst das neue Quartier durch den Offentlichen Verkehr- Zahlreiche umsteige Beziehung am Ebertplatz verbinden es mit dem bestehenden Metrobus-Netz auch übergeordnet. Stadtrad Verleihstationen an den beiden Rändern und dem Historischen Zugang sorgen für eine Quartiersübergreifende Vernetzung und reduzieren den motorisierten Verkehr nachhaltig.
    Eine neu geplante Langsamverkehrsverbindung (Fußgänger, Radfahrer) mit 5 m Breite entlang des Parkrandes schliesst an die bestehende übergeordnete Veloroute Ost- und Westseitig an. Über die Lutherhöhe findet das Quartier eine weitere Rad und Fussgänger Verbindung.
    Um das südlich angrenzende Quartier am Kielkamp verkehrlich weiter zu entlasten, wird die Anbindung an Luruper Chaussee für Kfz zurückgebaut und die bestehenden Volkspark Besucher Parkplätze der August-Kirch-Strasse in die Haupterschliessung der Fuge verlegt. Auf dem Luruper Weg und am Holstenkamp erweitern reservierte Car Sharing Stellplätze zusätzlich das Mobilitätsangebot.
    Die Parkierung wird längs zur Fassadenfront unter der Baumreihe angeordnet, beim historischen Zugang werden beidseitig der Strasse Parkplätze angeordnet. Die Fuge dient unterschiedlichsten Nutzungen, sei es für die angrenzenden Quartiere und Stadtteile oder die Parkbesucher.
    Wird die Strasse abschnittsweise für den Verkehr gesperrt, eröffnen sich grosse Potentiale für temporäre Nutzungen wie beispielsweise ein Volksfest mit Festzelten, ein Rummel, ein grosser Flohmarkt oder ein Sportevent.

    Städtebauwettbewerbssieger sieht Erweiterung des Volksparks vor

    Sieger: Büro Leismann AG / Maurus Schifferli Landschaftsarchitekt aus der Schweiz; Quelle: BSW

    Sieger des Städtebauwettbewerbs „Wohnen am Volkspark“ ist ein Schweizer Vorschlag mit Volksparkerweiterung und Verlegung der Hauptverkehrsstraße zum Holstenkamps in einem großen Bogen an den Rand des Volksparks. Viele Wohnungen haben dadurch direkten Volksparkblick. Der Radweg wird auf einer Promenade im erweiterten Volkspark geführt. Die Hauptverkehrsstraße soll durch viele
    Übergänge in den Volkspark verkehrsberuhigt werden. An der Trabrennbahn ist
    gegenüber der Ebertallee eine autofreie Shopping Plaza geplant.

    Der Siegerentwurf wurde auch von den meisten BI Mitgliedern und Anwohnern
    favorisiert.
    (Siehe hier)

    Auch Oberbaudirektor Björn Walther und das Bezirksamt Altona begrüßten diesen Entwurf begeistert. Einige CDU- und SPD Vertreter bemängelten bei der Preisverleihung, dass der
    Holstenkamp nicht gerade durchgezogen wird und durch die Volksparkerweiterung weniger Wohnbaufläche zur Verfügung steht.
    Es ist daher zu hoffen, dass mit der prominenten Unterstützung durch den Oberbaudirektor der Siegerentwurf nicht verunstaltet wird. Erfreulich war, dass alle Planer
    Verkehrsberuhigungsmaßnahmen für den Holstenkamp vorgesehen haben. Auch die internationale Wettbewerbsjury wählte als Preisträger die 3 Entwürfe aus, die die beste Verkehrsberuhigung für die Holstenkampverlängerung aufwiesen. Es zeigt sich, dass die Stadtplanungsexperten der Jury und die Planer eine zukunftsfähige Verkehrsplanung wünschen, während die Stadt Hamburg in ihrem Verkehrsgutachten das Auto als Hauptverkehrsmittel für das neue Wohngebiet betrachtet.
    Wir müssen unbedingt verhindern, dass die Verkehrsbehörde die vorgesehene Verkehrsberuhigungsmaßnahmen wieder streicht!

    Um eine Verlärmung des Volksparks zu verhindern und die Bewohner der schönen Wohnungen zum Volkspark zu schützen, fordert die BI Volkspark Tempo 30 auf der gesamten Strecke sowie bauliche Verkehrsberuhigungsmaßnahmen z.B. durch Kreisverkehre!!

    BVV Altona beschließt Holstenkampverlängerung durchs Landschaftsschutzgebiet am Volkspark

    Im März hat die BVV Altona einen „Letter of Intent“ zum A7 Deckel beschlossen. Wesentlicher Bestandteil ist die neue Hauptverkehrsachse durchs Landschaftsschutzgebiet am Volkspark:
    „Der Holstenkamp wird als neue, zweistreifige Haupterschließungsstraße von der Kreuzung Schnackenburgallee / Holstenkamp über den Autobahndeckel bis zum so genannten Ebertplatz geführt. Die Straße dient als Umleitungsstrecke für Kfz für den Bedarfsfall.“

    Hiermit ist wohl die Umleitung eines Großteils des Verkehrs aus der Stresemannstraße in bisher ruhige Wohngebiete am Volkspark gemeint.
    Der Bezirk verpflichtet sich in dem „Letter of Intent“ alle Forderungen des Senats umzusetzen.

    Alle Parteien bis auf die Linke haben den Forderungen des Senats zur Holstenkampverlängerung zugestimmt. Dies ist ein eklatanter Verstoß gegen Wahlversprechen, denn Grüne und CDU hatten der BI Volkspark vor der Wahl schriftlich zugesagt, dass Sie sich gegen die Straße einsetzen werden.

    Politisch beschlossen heißt nicht planungsrechtlich beschlossen!

    Das zeigen viele Beispiele wie Elbvertiefung, Moorburgfernwärmetrasse…

    Wie geht’s weiter?

    Nach dem städtebaulichen Wettbewerb “Wohnen am Volkspark“ steht der

    • Bebauungsplanvorentwurf mit Bürgerbeteiligung ca. 2018 an.
      Einwände aus der Bürgerbeteiligung müssen begründet abgelehnt werden.
    • Dann folgt der Bebauungsplanentwurf mit nochmaliger Bürgerbeteiligung.
    • Danach folgt der Bebauungsplanbeschluss.

     

    Nach dem Bebauungsplanbeschluss kann 1 Jahr vor dem Verwaltungsgericht wegen falscher Abwägungen im B-Planverfahren geklagt werden. Klagen gegen Bebauungspläne sind häufig erfolgreich.

    Mehrbelastungen durch den neuen Holstenkamp

    Quelle: Verkehrsuntersuchung Bahrenfeld-Nord

    10-Streifiger Ausbau der Luruper Chaussee an der Trabrennbahn

    Quelle: Verkehrsuntersuchung Bahrenfeld-Nord

    Quelle: Verkehrsuntersuchung Bahrenfeld-Nord

    Quelle: Verkehrsuntersuchung Bahrenfeld-Nord

    Bürger hielten Planungswerkstatt für eine Alibiveranstaltung

    Am 30.1.2016 fand die Planungswerkstatt zur geplanten Bebauung der Trabrennbahn Bahrenfeld statt. Die Wünsche der Anwohner, die in Workshops zu den „Themen Mobilität und Verkehr“, „Städtebau und Wohnen“ sowie „Freiraum und soziale Infrastruktur“ gesammelt wurden, sollen angeblich in den städtebaulichen Wettbewerb “Wohnen am Volkspark“ eingebracht werden.
    Auf die Frage, welchen Einfluss die Anwohner auf die Planungen hätten, wurde von den Behörden erklärt, dass die Verlängerung des Holstenkamps zur Notkestraße, sowie mindestens 2000 Wohnungen bereits festgeschrieben seien. Dies stieß auf großen Protest, zumal eine rechtlich verbindliche Festlegung der neuen Hauptverkehrsachse erst im Bebauungsplan, der frühestens 2018 verabschiedet wird, erfolgt. Viele Anwohner hielten die Planungswerkstatt aufgrund dieser Vorgaben für eine Alibiveranstaltung.
    In den Workshops konnten die Anwohner ihre Vorstellungen einbringen. Es wurde der Bau der U-Bahn Linie 5 über Bahrenfeld Nord, Tempo 30 auf allen neuen Straßen und Durchfahrt über den Deckel nur für Busse und Radfahrer gefordert. Andere Forderungen waren eine verkehrsberuhigte Zone vor dem Haupteingang des Volksparks an der August-Kirch-Straße, ein zukunftweisendes Radverkehrskonzept mit Rad- und Fußwegen unabhängig von Straßen, sowie die Berücksichtigung der Stellungnahme von Prof. Monheim, der die Autodominanz des Behördengutachtens massiv kritisiert, im städtebaulichen Wettbewerb.
    Die Bürger forderten, die Wohndichte an die Leistungsfähigkeit des Öffentlichen Schienennahverkehrs an zu passen. Außerdem wurde eine möglichst geringe Bodenversieglung sowie Dach- und Fassadenbegrünung als Ausgleich für die Kleingärten, die zerstört werden sollen, sowie ein Bauverbot im jetzigen Landschaftsschutzgebiet gefordert.
    Im Städtebau wurde gewünscht, dass die geplanten Wohnhäuser von der Luruper Chausse zum Volkspark in der Höhe abnehmen, damit das Wohngebiet einen fließenden Übergang zum Volkspark aufweist. Auch im Bereich der 2-geschossigen Bebauung am Kielkamp und der August-Kirch- Straße wurde in Anpassung an die Umgebung eine niedrigere Bebauung gefordert. Viele Anwohner wünschten sich attraktive Quartiersplätze mit Gastronomie als Treffpunkt im Plangebiet. Der Einzelhandel sollte an der Luruper Chaussee gebündelt werden, damit kein zusätzlicher Verkehr in das Wohngebiet fließt. Es wurden auch Angebote für Studenten und Baugemeinschaften sowie Schulen und vielfältige sportliche und kulturelle Angebote gewünscht.
    Das Protokoll der Veranstaltung finden sie hier

    Gemeinsam Lösungen finden